BIOspektrum Fernstudium

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Nachrichten

Vom Sehen zum Greifen

Unsere Hände sind im Dauereinsatz, ob sie nun den Kaffee umrühren, einen Stift halten oder eine Türklinke drücken. Verantwortlich für die Planung und Ausführung solch alltäglicher Handbewegungen sind bei Rhesusaffen die drei Hirnareale AIP, F5 und M1. Zu diesem Schluss kamen die Neurowissenschaftler Stefan Schaffelhofer und Hansjörg Scherberger vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung. Für die Studie trainierten sie zwei Rhesusaffen darauf, 50 unterschiedliche Objekte wiederholt zu greifen. Danach überprüften sie mit Hilfe von Mikroelektrodenarrays die Aktivität der Nervenzellen in den drei Hirnareale. In der Studie werden noch weitere Erkenntnisse genannt, wie z. B. dass das AIP hauptsächlich für die Verarbeitung visueller Objekteigenschaften zuständig ist, während F5 und M1 die entsprechenden „Griffe“ abbilden. F5 ist, so lautet das Urteil der Forscher, der zentrale Ort für die visuomotorische Transformation. Mit diesen Erkenntnisse – so hoffen sie – lässt sich die Entwicklung neuronaler Handprothesen langfristig verbessern. (© Deutsches Primatenzentrum GmbH)

more_grey DOI: 10.7554/eLife.15278

Termine

29.08. -01.09. 2016

Plant Breeding – the Art of Bringing Science to Life
Zürich, Schweiz

06.09. -07.09. 2016

International Symposium on Legionella – ecology, virulence and risk assessment
Braunschweig

12.09. -15.09. 2016

German Conference on Bioinformatics GCB 2016
Berlin


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Nachrichten

Besser riechen dank „Zeitschaltung“

Nicht nur verdorbene Lebensmittel riechen alarmierend – unser Geruchsinn ist überlebenswichtig. Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für molekulare Pharmakologie, vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und von der Universität Genf haben sich mit der Frage beschäftigt, wie unser Gehirn ähnliche Gerüche differenzieren kann. Die Forscher fanden heraus, dass durch die Mitral- und Tufted-Nervenzellen (M/T-Zellen) jeder Duft in einen individuellen elektrischen Morsecode umgewandelt wird und ähnliche Gerüche sich durch zeitliche Veränderungen unterscheiden. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass diese zeitlichen Signalmuster-Unterschiede durch hemmende Signale an den M/T-Zellen entstehen. Bei einem Ausbleiben der Hemmung konnten die Mäuse ähnliche Gerüche nicht mehr unterschieden. Diese Ergebnisse zeigen welch wichtige Rolle die neuronale Hemmung im Gehirnspielt. (Bilder: Kathrin Gödde/FMP/MDC)

more_grey DOI: 10.1038/ncomms12043


Superkleber aus dem Meer

Die Idee entstand bei einem Urlaub an der dänischen Nordseeküste: Ingo Grunwald vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung fielen die extrem fest am Treibgut haftenden Rankenfuß-Krebse auf. Daraus entstand ein internationales Projekt, u.a. mit der Biologin Waltraud Klepal (Universität Wien), die das Phänomen an Dosima fascicularis untersucht hat. Es zeigt sich, dass der Klebstoff als schaumartiges Hydrogel über die Krebsporen abgesondert wird. Es entsteht ein „Klebstoffball“ der aus konzentrischer Schichten mit vielen elastischen Blasen im Inneren besteht. Um im nassen Milieu zu überdauern, wird die äußere Schicht zu einer härteren antibakteriellen Rinde. Das Sekret ist nicht nur extrem haftfähig, sondern auch elastisch und hat aufgrund seiner porösen Struktur eine stoßdämpfende Wirkung. Das macht diesen Klebstoff zu einem vielversprechenden Ausgangsmaterial für spezial-Anwendungen in Medizin und Technik. (© Notafly, 2001, CC BY-SA 3.0)

more_grey http://www.biolbull.org/content/223/2/192.short

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Aktuell: Zellbiologie

Aktuell: Zellbiologie

Was ist Leben? Eine schwierige Frage. Antworten erhalten wir, wenn wir die Grundeinheit des Lebens, die Zelle, im Detail analysieren. Diese besitzt eine Vielzahl an Strukturen, Fähigkeiten und Funktionen. Die Zellbiologie widmet sich der Erforschung dieses komplexen Zusammenspiels und erweitert unser grundlegendes Verständnis der Biologie für neue Erkenntnisse z. B. in der Medizin und Biotechnologie. Hintergrundbild: PtK2-Zelle transfiziert mit Xin-EGFP (grün) und gefärbt mit Phalloidin (Aktinfilamente: blau) und anti-alpha-Actinin (rot). © Universität Bonn, Institut für Zellbiologie; erstellt von Dr. Peter van der Ven. https://www.zellbiologie.uni-bonn.de.

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Neue Produkte

Kryoröhrchen unter Kontrolle

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Weitere Informationen unter: www.greinerbioone.com

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Marktübersicht

Aktuell: Microplate Reader

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2016.
In 2016 erscheinen 2 Übersichten: Microplate Reader (2/16) und Liquid Handler und Dispenser (6/16).
Zuletzt erschienen ist 2/16: Microplate Reader.

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