BIOspektrum Fernstudium

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Nachrichten

Vom Sehen zum Greifen

Unsere Hände sind im Dauereinsatz, ob sie nun den Kaffee umrühren, einen Stift halten oder eine Türklinke drücken. Verantwortlich für die Planung und Ausführung solch alltäglicher Handbewegungen sind bei Rhesusaffen die drei Hirnareale AIP, F5 und M1. Zu diesem Schluss kamen die Neurowissenschaftler Stefan Schaffelhofer und Hansjörg Scherberger vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung. Für die Studie trainierten sie zwei Rhesusaffen darauf, 50 unterschiedliche Objekte wiederholt zu greifen. Danach überprüften sie mit Hilfe von Mikroelektrodenarrays die Aktivität der Nervenzellen in den drei Hirnareale. In der Studie werden noch weitere Erkenntnisse genannt, wie z. B. dass das AIP hauptsächlich für die Verarbeitung visueller Objekteigenschaften zuständig ist, während F5 und M1 die entsprechenden „Griffe“ abbilden. F5 ist, so lautet das Urteil der Forscher, der zentrale Ort für die visuomotorische Transformation. Mit diesen Erkenntnisse – so hoffen sie – lässt sich die Entwicklung neuronaler Handprothesen langfristig verbessern. (© Deutsches Primatenzentrum GmbH)

more_grey DOI: http://dx.doi.org/10.7554/eLife.15278

Termine

01.08. -03.08. 2016

Focused Meeting 2016: Molecular Biology of Archaea 5
London

09.08. -12.08. 2016

3rdConference on Impedance-Based Cellular Assays 2016 - IBCA2016
Regensburg

16.08. -18.08. 2016

8th International Workshop on Bio-Design Automation (IWBDA)
Newcastle upon Tyne, UK


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Nachrichten

Molekül entscheidet über Freundschaften

Soziale Begegnungen sind immer mit emotionaler Erregung und Stress verbunden. Bei Mäusen reguliert das sogenannte CRF System so eine Stressantwort. Moleküle, die daran beteiligt sind, sind z. B. Urocortins3 (Ucn3) und dessen Rezeptor CRFR2. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in Kooperation mit dem Weizman Institut in Israel untersuchten nun, ob Ucn3 und CRFR2 auch auf das soziale Verhalten der Mäuse einwirken. Dabei zeigten die Forscher, dass Mäuse, bei denen CRFR2 blockiert wurde, kaum Interesse an neuen Kontakten haben, sondern die Nähe zur Familie suchen. Die Aktivierung des CRF System hingegen bewirkte, dass Mäuse bevorzugt in Kontakt mit fremden Artgenossen traten. Zusammengefasst, so der israelische Wissenschaftler Oren Forkosh, ist es sinnvoll, dass ein- und derselbe Mechanismus im Gehirn Einfluss auf zwei verschiedene Arten sozialen Verhaltens nehmen kann. Denn es ist nur natürlich, dass sich das Verhalten innerhalb der Gruppe vom Verhalten gegenüber Eindringlingen unterscheidet. (Abbildung © Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München)

more_grey DOI:10.1038/nn.4346


Ruhe im Genom

Zahlreiche sogenannte „springende Gene“ (sie besitzen die Fähigkeit, sich selbst zu kopieren und an anderer Stelle im Genom einzufügen) wie z. B. die LINE-1-Elemente finden sich im Erbgut höherer Säugetiere und machen ungefähr 15 bis 20 % des Genoms aus. Sie tragen dazu bei, die genetische Vielfalt einer Art zu erhöhen und steigern so ihre Fähigkeit zur Anpassung an veränderte Umweltbedingungen. Beim Tasmanischen Teufel aber, so entdeckten Frankfurter Wissenschaftler des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums, haben diese Gene nicht mehr die Möglichkeit ihre Position im Genom zu verändern. Die Forscher konnten dies durch Sequenzierung mehrerer hundert LINE-1 Elemente und Analyse ihrer potenziellen Aktivität nachweisen. Die Elemente sind zwar vorhanden, aber das notwendige Gen für das Schlüsselenzym zum Kopieren, die Reverse Transkriptase, ist defekt. Die Inaktivität der LINE-1-Elemente könnte die Anpassungsfähigkeit der Tasmanischen Teufel an steigende Temperaturen stark beeinflussen. Den Auswirkungen der fehlenden genetischen „Sprungfedern“ möchten die Forscher auch in Zukunft nachgehen. © Abbildung von Wayne McLean ( jgritz) - Eigenes Werk, CC BY 2.0

more_grey DOI: 10.1093/gbe/evw159

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Aktuell: Zellbiologie

Aktuell: Zellbiologie

Was ist Leben? Eine schwierige Frage. Antworten erhalten wir, wenn wir die Grundeinheit des Lebens, die Zelle, im Detail analysieren. Diese besitzt eine Vielzahl an Strukturen, Fähigkeiten und Funktionen. Die Zellbiologie widmet sich der Erforschung dieses komplexen Zusammenspiels und erweitert unser grundlegendes Verständnis der Biologie für neue Erkenntnisse z. B. in der Medizin und Biotechnologie. Hintergrundbild: PtK2-Zelle transfiziert mit Xin-EGFP (grün) und gefärbt mit Phalloidin (Aktinfilamente: blau) und anti-alpha-Actinin (rot). © Universität Bonn, Institut für Zellbiologie; erstellt von Dr. Peter van der Ven. https://www.zellbiologie.uni-bonn.de.

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Marktübersicht

Aktuell: Microplate Reader

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2016.
In 2016 erscheinen 2 Übersichten: Microplate Reader (2/16) und Liquid Handler und Dispenser (6/16).
Zuletzt erschienen ist 2/16: Microplate Reader.

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