BIOspektrum Fernstudium

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Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie Gesellschaft für Genetik Deutsche Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Nachrichten

Zuschnappen, verdauen, atmen

Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Heinz Rennenberg und Lukas Fasbender vom Institut für Forstwissenschaften der Universität Freiburg hat nachgewiesen, dass die Venusfliegenfalle aus ihrer Beute nicht nur Nährstoffe sondern auch Energie gewinnt. Sie brachten dafür eine künstliche Nahrung – eine mit der Aminosäure Glutamin versehene Lösung – zwischen die Fangblätter der Pflanze ein. Bei dem im gefütterten Glutamin enthaltenen Kohlenstoff verwendeten die Forscher stabile, nicht-radioaktive 13C-Isotope, die sich aufgrund ihrer höheren Masse von anderen Kohlenstoffatomen unterscheiden. Mithilfe eines Infrarot-Lasers gelang der Nachweis, dass diese 13C-Isotope in dem Kohlenstoffdioxid, das die Pflanze ausatmet, enthalten waren – beginnend etwa eine bis zwei Stunden nach Beginn der Nahrungsaufnahme. Die fleischfressende Pflanze nutzt demnach die Energie, die sie aus ihrer Photosynthese gewinnt, um die Verdauung zu starten und somit an Nährstoffe zu gelangen. Um diesen Prozess in Gang zu halten, gewinnt sie weitere Energie aus der Veratmung von Aminosäuren, die sie ihrer Beute entzieht – und erschließt sich so eine weitere Energie-Quelle.

more_grey DOI: 10.1111/nph.14404

Termine

31.01. -02.02. 2017

Festival of Genomics - FoG London 2017
London, UK

02.02. -04.02. 2017

Cancer Immunotherapy
Heidelberg

07.02. -09.02. 2017

GlycoBioTec 2017
Berlin


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Nachrichten

Wie komplexe Zellen entstanden sind

Ein deutsch-schweizerisches Team um Prof. Dr. Bettina Warscheid von der Universität Freiburg und Prof. Dr. André Schneider von der Universität Bern hat herausgefunden, dass sich die Protein-Import-Maschinen in den Mitochondrien über Milliarden von Jahren anders entwickelt haben als bisher angenommen. Mitochondrien sind durch zwei Membranen vom Rest der Zelle getrennt. Um Energie zu produzieren, müssen sie Proteine durch beide Membranen transportieren. Dafür sind zwei Import-Nanomaschinen verantwortlich, die sich in der äußeren und in der inneren Membran befinden. Das Team hat unter Einsatz hochauflösender Massenspektrometrie gezeigt, dass diese Nanomaschinen bei einzelligen Parasiten anders aufgebaut sind als beim Menschen. Bisher herrschte die Meinung vor, dass sie bei Einzellern und bei höheren Organismen überall gleich aufgebaut sind. Die Entdeckung deutet darauf hin, dass die erste komplexe Zelle nur ein einfaches Importsystem besaß, aus dem in einem langwierigen Prozess eine hochentwickelte Import-Nanomaschine entstand. Die heutigen effizienten, aus vielen verschiedenen Modulen bestehenden Importsysteme haben sich also später als ursprünglich angenommen entwickelt, nachdem eine erste „Artenbildung“ von komplexen Zellen schon stattgefunden hatte. Bild: © C. Jackson, University of Helsinki

more_grey DOI: 10.1038/ncomms13707


Was die Flunder platt macht

Unter der Führung des Biochemikers Manfred Schartl, Inhaber des Lehrstuhls für Physiologische Chemie am Biozentrum der Universität Würzburg – gemeinsam mit einem seiner früheren Mitarbeiter, Songlin Chen vom Yellow Sea Fisheries Research Institute in China hat ein internationales Forscherteam jetzt herausgefunden, wie es im Laufe der Evolution dazu kommen konnte, dass sich aus einer symmetrischen Larve ein asymmetrischer Jungfisch entwickelt. Dazu hat man jeweils das Erbgut der Japanischen Flunder (Paralichthys olivaceus) als auch das einer entfernten Verwandten, der Chinesischen Seezunge (Cynoglossus semilaevis), entschlüsselt und miteinander verglichen. Dabei wurde als einer der zentralen Akteure der Umbauprozesse die Retinsäure identifiziert. Diese spielt auch bei der Veränderung der Hautpigmentierung eine bedeutende Rolle. Und sie interagiert mit einem Schilddrüsenhormon, das dafür sorgt, dass beide Augen auf eine Seite wandern. Da es bei der Aquakultur von Flundern oftmals zu Problemen bei der Metamorphose kommt, wäre mit der Lösung dieser Frage nicht nur ein genetisches Phänomen aufgedeckt, sondern auch der Fischereiindustrie geholfen. Copyright Bild: Songlin Chen.

more_grey DOI:10.1038/ng.3732

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Aktuell: Molekulare Diagnostik

Aktuell: Molekulare Diagnostik

Ganz selbstverständlich passen wir unser gekauftes Smartphone zuerst an unsere Bedürfnisse an, bevor wir es alltäglich benutzen. Bei Medikamenten hingegen sind wir zumeist auf „Produkte von der Stange“ angewiesen – mit entsprechenden Konsequenzen. Viele Medikamente wirken nicht optimal oder gar nicht bei einem Individuum statt den gewünschten Effekt zu zeigen. Der Grund dafür liegt auf molekularer Ebenen bei den individuellen genetischen Unterschieden zwischen den Patienten. Die Molekulare Diagnostik kann u. a. pathologische Veränderungen oder Prädispositionen für einzelne Erkrankungen nachweisen und ggf. das Vorhandensein der Zielmoleküle für ein Medikament abprüfen. Für eine individuelle und wirksame Therapie.

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Neue Produkte

Mikrotiterplatten für die Magnetseparation

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Aktuell: Liquid Handler und Dispenser

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2016.
In 2017 erscheinen 2 Übersichten: Pipetten (2/17) und High-Content-Screening-Systeme (6/17). Zuletzt erschienen ist 6/16: Lquid Handler und Dispenser.

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