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Nachrichten

Die optische Täuschung beginnt im Gehirn

Die Forschergruppe von Prof. Sonja Hofer an der Universität Basel hat herausgefunden, wie unser Gehirn es schafft, Linien und Kanten in unserer Umwelt leichter wahrzunehmen. Nervenzellen, die auf verschiedene Abschnitte solcher Kanten reagieren, sind miteinander verknüpft und liefern sich gegenseitig Informationen. Das kann es dem Gehirn erleichtern, Objekte zu identifizieren. Die neue Studie zeigt, dass Neurone vor allem dann miteinander verbunden sind, wenn sie auf Kanten reagieren, die auf einer Achse liegen. Hofers Team geht davon aus, dass dies dem Gehirn die Wahrnehmung von geraden Linien erleichtert: Zellen, die auf verschiedene Abschnitte solcher Kanten reagieren und miteinander verbunden sind, erhöhen so gegenseitig ihre Aktivität und verstärken damit die Antwort auf diese Reize im Gehirn. Das funktioniert so gut, dass es leicht zu optischen Täuschungen kommen kann und man manchmal Linien sieht, die gar nicht da sind. (Bild: Optische Täuschung; Universität Basel)

more_grey DOI: 10.1038/nature23019

Termine

07.08. -11.08. 2017

15th International Congress on Amino Acids, Peptides and Proteins - ICAAP 15
Wien, Österreich

14.08. -18.08. 2017

Molecular Genetics for Zoologists
Göttingen

23.08. 2017

LAB-SUPPLY Dresden 2017
Dresden


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Nachrichten

Insekten, die Vögel jagen

Dass Vögel Insekten jagen und fressen ist weitreichend bekannt. Dass es auch andersrum geht, hat ein internationales Forscherteam um Martin Nyffeler von der Universität Basel in einer Übersichtsstudie aufgezeigt: Gottesanbeterinnen aus zwölf Arten und neun Gattungen wurden im Freiland beim Fressen von Vögeln beobachtet. Dokumentiert ist dieses außergewöhnliche Fressverhalten in 13 verschiedenen Ländern auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis. Dabei waren 24 verschiedene Vogelarten aus 14 Familien betroffen. 70 Prozent der beschriebenen Fälle stammen aus den USA, wo besonders Kolibris zur Beute zählen. Die Vogeljäger sind dort unter anderem zur Schädlingsbekämpfung eingeführte Arten, aber auch einheimische große Arten, die eine bisher noch unbekannte Gefahr für den Vogelbestand darstellen. (Bild: Gottesanbeterin (Tenodera sinensis) mit einem Rubinkehlkolobri (Archilochus colubris), mit freundlicher Genehmigung von “What’s That Bug?”, Randy Anderson)

more_grey DOI: 10.1676/16-100.1


Porphyrin für Lithium-Batterien

Was haben Hämoglobin, Chlorophyll und das Vitamin B12 gemeinsam? Sie bauen alle auf dem Molekül Porphyrin auf. Dieses Molekül könnte nicht nur in Tieren und Pflanzen, sondern auch in Lithium-Batterien zum Einsatz kommen, wie Forscher vom Helmholtz-Institut Ulm (Prof. Maximilian Fichtner) und dem KIT (Prof. Mario Ruben) herausgefunden haben. Lithium-Ionen-Batterien sind die zurzeit am weitesten verbreitete Batterietechnologie, allerdings wäre eine verbesserte Schnellladefähigkeit wünschenswert. Eine nachhaltige Möglichkeit wäre daher Porphyrin. Zur Entwicklung des neuen Materials versah die Gruppe Kupferporphyrin mit funktionellen Gruppen, die zu einer strukturellen und elektrisch leitenden Vernetzung des Materials führen. Mit diesem Material wurden Speicherkapazitäten von 130 – 170 Milli-Amperestunden pro Gramm gemessen, bei einer Ladungsdauer von nur einer Minute. Damit besitzt das Material eines Speicherkapazität wie ein Batteriematerial und arbeitet so schnell wie ein Superkondensator. (Bild: KIT/HIU)

more_grey DOI: 10.1002/ange.201702805

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Aktuell: Zellbiologie

Aktuell: Zellbiologie

Im 17. Jahrhundert prägte Robert Hooke den Begriff „Zelle“ (lat. „cellula“, das Kämmerchen) und Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieb Theodor Schwann seine Erkenntnis, dass Tiere und Pflanzen komplett aus einzelnen Zellen bestehen. In den 1950er Jahren wurde dann u. a. mit einer Tumorzellinie – der „unsterblichen“ Linie der HeLa-Zellen – die moderne Zellkultur entwickelt, die sich Forschungsfragen zu zellulären Prozessen und der Möglichkeit von deren Nutzbarmachung und Modulation widmet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen heute zur Identifizierung von Wirkstoffkandidaten oder zur Untersuchung der Entstehung von komplexen Lebewesen aus undifferenzierten Stammzellen. (Hintergrundbild: Tiefenfarbcodierte Konfokal-Projektion der Sprossapikalmeristemzellen von Arabidopsis thaliana mit angefärbten Zellwänden. Bild: Lazar Novakovic und Arun Sampathkumar, Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)

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Marktübersicht

Aktuell: Pipetten

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2016.
In 2017 erscheinen 2 Übersichten: Pipetten (2/17) und High-Content-Screening-Systeme (6/17). Zuletzt erschienen ist 2/17: Pipetten.

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