BIOspektrum Fernstudium

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Nachrichten

Evolution mit der molekularen Schere untersucht

Mutationen im Genom sind die Eckpfeiler der Evolution. Durch die Verdopplung einzelner DNA-Abschnitte ist die Entstehung größerer Genome möglich. Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben nun einen weiteren Mechanismus, der in Pflanzen für solche Verdopplungen verantwortlich ist, gefunden. Institutsleiter Professor Holger Puchta konnte in der Vergangenheit bereits mit dem CRISP/Cas-System beweisen, dass Doppelstrangbrüche zu großen Veränderungen im Pflanzengenom führen. Nun konnten die Wissenschaftler mit einem modifizierten CRISP/Cas-System, das nur einen Strang schneidet, zeigen, dass mehrere Einzelstrangbrüche in weit entfernten DNA-Abschnitten ebenfalls Genomveränderungen herbeiführen können. Einzelstrangbrüche kommen unter natürlichen Bedingung häufig vor, vor allem dann, wenn die Pflanzen UV-Licht ausgesetzt sind. Dieser nun aufgeklärter Mechanismus ist für das Verständnis der Evolution des Pflanzengenoms sehr wichtig. (Bildquelle: Holger Puchta, KIT)

more_grey DOI: 10.1073/pnas.1603823113

Termine

11.07. -13.07. 2016

7th Annual Community Meeting of German BioImaging
Fulda

21.07. -25.07. 2016

12th International Congress of Cell Biology - ICCB 2016
Prag, CZE

01.08. -03.08. 2016

Focused Meeting 2016: Molecular Biology of Archaea 5
London


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Nachrichten

Körpertemperatur macht Bakterien angriffslustig

Bakterien der Gattung Yersinia lösen beim Menschen schwere Durchfallerkrankungen aus. Forscher von verschiedenen Instituten (Lehrstuhl Biologie der Mikroorganismen, Ruhr Universität Bochum, Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung, Braunschweig) untersuchten den Einfluss von sogenannten RNA-Thermometer. Dies sind bestimmte RNA-Moleküle die bei niedrigen Temperaturen in einer komplexen, nicht-ablesbaren Struktur vorliegen. Bei höheren Temperaturen entfaltet sich die Struktur und die Erreger können sich ausbreiten. Die Forscher entwickelten eine neue Methode um diese Thermometer zu identifizieren und um deren Einfluss auf den Infektionsprozess zu untersuchen. Dafür ließen Sie Bakterienkulturen bei 25 und 37 °C wachsen und isolierten anschließend deren gesamte RNA. Diese wurde durch zwei Enzymen verdaut, wobei eines nur doppelsträngige RNA schnitt, das andere einzelsträngige RNA verdaute. Mit Hochdurchsatz-Sequenzierung wurde die gesamte RNA sequenziert und ausgewertet. Mit Hilfe dieser Methode gelang es den Forschern, eine Vielzahl neuer Thermometer zu identifizieren, von denen allein 16 beim Infektionsprozess mitwirkten. Diese Erkenntnis eröffnet eine Vielzahl an neuen Angriffspunkten für zukünftige Wirkstoffe.

more_grey DOI: 10.1073/pnas.1523004113


Das Zusammenspiel der Sinne

Wie gelingt es unserem Gehirn verschiedene Sinnesreize richtig zuzuordnen? Mit dieser Frage befassen sich Dr. Cesare Parise und Prof. Dr. Marc Ernst (Fakultät für Biologie/Kognitive Neurowissenschaften, Universität Bielefeld). Mit Hilfe eines Wahrnehmungsexperiments, computergestützter Modelle und Simulationen stellten die Forscher fest, dass es einen neuronalen Mechanismus gibt, welcher alle Sinne überwacht und nach visuellen und akustischen Signalen Ausschau hält, die sich ähneln. Durch diesen „Korrelationsdetektor für multisensorische Information“ führt das Gehirn Reize zusammen, die einen ähnlichen zeitlichen Ablauf haben. In weiteren Simulationen zeigte sich, dass dieser Mechanismus allgemein gültig ist, wenn es um die Verarbeitung von multisensorischen Reizen geht und somit einen Meilenstein für das Verständnis der menschlichen Wahrnehmung darstellt. Ebenfalls ergeben sich dadurch neue klinische Untersuchungsansätze zum besseren Verständnis von neurologischen Störungen wie Autismus-Spektrum-Störungen oder Lese-Rechtschreibstörungen. © Abbildung von Dr. Cesare Parise, CITEC/Universität Bielefeld

more_grey DOI: 10.1038/ncomms11543

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Aktuell: Zellbiologie

Aktuell: Zellbiologie

Was ist Leben? Eine schwierige Frage. Antworten erhalten wir, wenn wir die Grundeinheit des Lebens, die Zelle, im Detail analysieren. Diese besitzt eine Vielzahl an Strukturen, Fähigkeiten und Funktionen. Die Zellbiologie widmet sich der Erforschung dieses komplexen Zusammenspiels und erweitert unser grundlegendes Verständnis der Biologie für neue Erkenntnisse z. B. in der Medizin und Biotechnologie. Hintergrundbild: PtK2-Zelle transfiziert mit Xin-EGFP (grün) und gefärbt mit Phalloidin (Aktinfilamente: blau) und anti-alpha-Actinin (rot). © Universität Bonn, Institut für Zellbiologie; erstellt von Dr. Peter van der Ven. https://www.zellbiologie.uni-bonn.de.

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Marktübersicht

Aktuell: Microplate Reader

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2016.
In 2016 erscheinen 2 Übersichten: Microplate Reader (2/16) und Liquid Handler und Dispenser (6/16).
Zuletzt erschienen ist 2/16: Microplate Reader.

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