BIOspektrum Fernstudium

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Nachrichten

Chemische Evolution: Vorfahren des Lebendigen

Wissenschaftler um den LMU-Chemiker Professor Thomas Carell haben das Szenario um die chemische Evolution erweitert, die der biologischen Stammesgeschichte vorausgegangen ist. Danach reichen einfachste chemische Zutaten und Reaktionsbedingungen, wie sie auf der Erde vor Millionen von Jahren etwa auf geothermalen Feldern mit vulkanischer Aktivität im Untergrund zu finden gewesen sein dürften, um die Synthese sogenannter Nukleoside über eine ganze Reihe von Reaktionsschritten in Gang zu halten. Nukleoside sind wichtige Komponenten der Erbmoleküle RNA und DNA; Ausgangsstoffe dafür waren in den Versuchen Ameisen- und Essigsäure, Natriumnitrit und simple Stickstoff-Verbindungen. Auch brauchte es Metalle wie Nickel und Eisen, die in großen Mengen in der Erdkruste vorhanden sind. Angetrieben wurde die Kette der chemischen Reaktionen lediglich von Nass-Trocken-Zyklen, wie sie durch hydrothermale Quellen oder auch Dürre- beziehungsweise Regenperioden entstehen können. In den neuen Experimenten entstanden jedoch nicht nur Nukleoside, sondern gleichzeitig ein ganzes Set von eng verwandten Molekülen. Diese so genannten RNA-Modifikationen sind essentiell für ein funktionierendes genetisches System und deshalb in allen Tieren, Pflanzen und Bakterien zu finden.

more_grey DOI:10.1038/s41467-017-02639-1

Termine

23.01. -26.01. 2018

From Phenotype to Genotype: The Genetic Basis of shape
Barcelona, Spanien

30.01. -31.01. 2018

Festival of Genomics London
London, UK

30.01. -31.01. 2018

Advances in Chemical Biology
Frankfurt


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Nachrichten

Farbensehen bei der Fruchtfliege

Die Arbeitsgruppe um den Freiburger Biologieprofessor Dierk Reiff hat untersucht, wie die frühen Schritte der Farbverarbeitung im Gehirn von Drosophila melanogaster erfolgen. Gemeinsam mit Dr. Oliver Griesbeck vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried haben sie dazu einen neu entwickelten, winzigen Protein-Biosensor in Nervenzellen der Fruchtfliege eingebracht. Mithilfe genetischer Methoden konnte dann gezeigt werden, dass so genannte Gegenfarbenmechanismen bereits in den präsynaptischen Fortsätzen von Fotorezeptoren der Fruchtfliege nachweisbar sind. Mithilfe dieser Mechanismen tätigt das Gehirn eine scheinbar einfache Rechenoperation, die für das Farbensehen grundsätzlich erforderlich ist: Es vergleicht die Signale von Fotorezeptoren, die von verschiedenen Wellenlängen bevorzugt angeregt werden. Ein Vergleich mit Befunden aus der Sehforschung an Wirbeltieren zeigt, dass die ersten Verarbeitungsschritte in den Sehsystemen dieser nur weitläufig verwandten Tiere zu qualitativ gleichen Ergebnissen an der exakt gleichen Stelle im neuronalen Schaltkreis führen. Die an den Gegenfarbenmechanismen beteiligten Moleküle, Proteine und zellulären Mechanismen unterscheiden sich jedoch bei Fliegen und Wirbeltieren grundlegend. Die Ergebnisse tragen dazu bei, die grundlegenden Mechanismen der Informationsverarbeitung im Gehirn besser zu verstehen. Bild: Dierk Reiff/Universität Freiburg.

more_grey DOI:org/10.1016/j.cell.2017.12.018


Mikrobe des Jahres 2018: Lactobacillus

Gesundheitsfördernd und lecker ist Lactobacillus, die Mikrobe des Jahres 2018. Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) zeichnet damit einen Mikroorganismus aus, der für die Herstellung von Lebensmitteln wie Joghurt, Käse, Rohwurst, Sauerteigbrot und Sauerkraut eine wesentliche Rolle spielt. Im menschlichen Darm übernimmt die Bakterie wichtige Funktionen, von Verdauungshilfen über den Schutz vor Autoimmunkrankheiten bis hin zu unserem Wohlbefinden. Aus dem Lactobacillus-Produkt Milchsäure werden Bio-Folien und -Verpackungen hergestellt. Weitere Informationen in BIOspektrum 1/2018 und auf der Homepage.

more_grey www.mikrobe-des-jahres.de

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Aktuell: Molekulare Diagnostik

Aktuell: Molekulare Diagnostik

Kein Mensch gleicht dem anderen, jeder Mensch wird anders krank und Medikamente wirken daher sehr individuell und unterschiedlich effektiv. Der Anteil der Personen, bei denen ein Medikament nicht wirkt, ist insbesondere in der Krebstherapie hoch. Wenn man bereits vor Beginn der Therapie den individuellen Typ des Tumors ermitteln und die Erfolgs - wahrscheinlichkeit der in Frage kommenden Mediakation bestimmen könnte, wäre schon ein großer Schritt im Kampf gegen Krebs getan. Das Spektrum der Möglich keiten für diese vorab-Diagnostik und die Voraussage eines Therapieerfolgs wird von Jahr zu Jahr größer. So können z. B. inzwischen mit einer liquid biopsy aus nur einer Blutprobe wichtige Parameter für eine maßgeschneiderte Therapie bestimmt werden. (Hintergrundbild: © Moritz Hass, CBT Bonn)

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Einfache Lebendzell-Bildgebung

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Weitere Informationen unter: www.lonza.com/cytosmart-2

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Marktübersicht

Aktuell: High Content Screening Systeme

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2017.
In 2017 sind 2 Übersichten erschienen: Pipetten (2/17) und High Content Screening Systeme (6/17). Zuletzt erschienen ist 6/17: High Content Screening Systeme.

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