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Nachrichten

Hunger statt Durst durch Salz

Bisher wurde angenommen, dass eine erhöhte Salzkonzentration in der Nahrung größeren Durst nach sich zieht, was damit belegt wurde, dass die Urinproduktion durch Salz stimuliert wird. Nun hat aber ein internationales Team um Dr. Natalia Rakova (Charité und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin) gezeigt, dass Salz sogar den Durst verringert. Die Forscher hatten Freiwillige für 105 bzw. 205 Tage in eine Raumschiffattrappe eingeschlossen und die Salzkonzentration in der Nahrung kontrolliert. Tatsächlich produzierten die Probanden mehr und salzhaltigeren Urin, tranken aber insgesamt weniger und hatten mehr Hunger. Bei Experimenten mit Mäusen zeigte sich, dass Harnstoff in den Nieren der wasserbindenden Kraft des Kochsalzes entgegenwirkt, die Synthese des zusätzlichen Harnstoffes aber den Energieverbrauch und damit den Hunger erhöht.

more_grey DOI: 10.1172/JCI88530

Termine

01.05. 2017

10. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomechanik
Hannover

02.05. -03.05. 2017

Systems Biology meets Synthetic Biology
Frankfurt a. M.

08.05. 2017

Symposium on Translational Epigenetics
Mainz


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Nachrichten

Gehirn aus der Petrischale

Morbus Parkinson entsteht, wenn die dopaminergen Neuronen in der Substantia nigra im Mittelhirn, die für reibungslose Bewegungsabläufe erforderlich sind, absterben. Da eine Entnahme von diesem Gewebe aus Patienten zur Untersuchung nicht in Frage kommt, besteht ein großer Bedarf an dreidimensionalen Zellkulturmodellen. Der Gruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Schwamborn an der Universität Luxemburg ist es nun gelungen, aus den Hautzellen von Patienten pluripotente Stammzellen herzustellen, die sich mithilfe einer definierten Mischung an Wachstumsstoffen wiederum zu den verschiedenen Nervenzellen des Mittelhirns ausdifferenzieren, darunter auch die dopaminergen Neuronen. Mit diesen gewebeartigen Zellkulturen wollen die Forscher Entstehung, Verlauf und Behandlung von Parkinson untersuchen. Außerdem könnten solche Zellkulturmodelle auch die Zahl der Tierversuche in der Gehirnforschung reduzieren. (Bild: Minigehirne © ScienceRelations/ University of Luxembourg)

more_grey DOI: 10.1016/j.stemcr.2017.03.010


Ortswechsel durch Nanobodies

Die Gruppe um Prof. Dr. Markus Affolter von der Universität Basel hat eine Methode entwickelt, um Proteine innerhalb, aber auch außerhalb einer Zelle an einen neuen Ort zu bringen. Dafür werden die Proteine mit GFP (Green Fluorescent Protein) markiert und dann an Anti-GFP-Nanobodies gebunden. Das sind kleinste Antikörperfragmente, die aus Kamelen gewonnen werden. Diese Nanobodies tragen außerdem Singalpeptide, die den Ort bestimmen, an den sie die mit GFP-markierten Proteine transportieren. Damit kann untersucht werden, wie sich die Funktion abhängig von der Lokalisation in der Zelle verändert, was die Arbeitsgruppe momentan bei der Flügelentwicklung von Drosophila untersucht. Dafür ist es nicht notwendig, die genaue Struktur des jeweiligen Proteins zu kennen. In Zukunft kann die Methode für vielfältigste Studien zu Organwachstum und in sämtlichen Bereichen der Entwicklungsbiologie angewendet werden. (Bild © Universität Basel, Biozentrum)

more_grey DOI: 10.7554/eLife.22549

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Aktuell: Genome Editing

Aktuell: Genome Editing

Genome Editing ist die gezielte Manipulation einzelner Basen, wodurch einzelne Gene inaktiviert oder ausgetauscht werden können. In der Pflanzenzüchtung wird Genome Editing in Erweiterung zu den konventionellen Züchtungsmethoden eingesetzt, um z. B. die Pflanzengesundheit und den Ertrag zu verbessern. Beim Einsatz in der klinischen Forschung gibt es insbesondere große Hoffnungen für die Anwendung bei Patienten z. B. zur Heilung von Krebs, AIDS oder auch Erbkrankheiten. Bei Eingriffen in die Genome lebender Organismen stehen nicht nur die wissenschaftlichen und therapeutischen Möglichkeiten im Mittelpunkt der Diskussion, sondern auch die ökologischen und ethischen Aspekte. Hintergrundbild © 2016 Thermo Fisher Scientific Inc. Used under Permission.

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Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2016.
In 2017 erscheinen 2 Übersichten: Pipetten (2/17) und High-Content-Screening-Systeme (6/17). Zuletzt erschienen ist 2/17: Pipetten.

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