BIOspektrum Fernstudium

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Nachrichten

Innere Uhr und Stoffwechselprobleme

Der Kohlenmonoxid-Stoffwechsel des Körpers und die Innere Uhr arbeiten eng zusammen. Kohlenmonoxid entsteht in lebenden Zellen als Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs. Seine Herstellung wird tageszeitabhängig von der Inneren Uhr gesteuert, gleichzeitig reguliert es selbst die Innere Uhr. So kann der Körper je nach Tageszeit optimal auf Umwelteinflüsse reagieren. Dazu haben Wissenschaftler um Prof. Dr. Achim Kramer, Leiter des Arbeitsbereichs Chronobiologie am Institut für Medizinische Immunologie der Charité, untersucht, welche Rolle der Stoffwechsel von Häm, einem eisenhaltigen Farbstoff der roten Blutkörperchen, für das Funktionieren der Inneren Uhr spielt. Kohlenmonoxid als Abbauprodukt von Häm ist essenziell wichtig für das reibungslose Ticken der Inneren Uhr. Stört man z. B. seine Produktion in Leberzellen geht die Innere Uhr langsamer. Als Folge davon kommt es zu einer massiven Fehlregulation von Hunderten von Genen. Diese Erkenntnisse verbessern das Verständnis der Zusammenhänge von Stoffwechselerkrankungen und dem Wirken der Inneren Uhr. Mit der Aufklärung der molekularen Grundlagen der Inneren Uhr könnten sich zudem gezieltere Therapien entwickeln lassen.

more_grey DOI: 10.1038/nsmb.3331

Termine

07.12. -09.12. 2016

1st International Conference on Applied Microbiology
Ho Chi Minh City, Vietnam

10.01. -15.01. 2017

Cell death, inflammation and cancer
Obergurgl, Österreich

10.01. -15.01. 2017

Emerging concepts in cell organization
Goldeck am See, Österreich


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Nachrichten

Regeneration von Knochen beim Axolotl

Amputiert man einem Axolotl eine Gliedmaße, wandern Zellen zum Ort der Verletzung und bilden dort eine Ansammlung, das sogenannte Blastem. Das Blastem baut dann die fehlenden Bereiche der Gliedmaße wieder auf. Am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien (CRTD) – Exzellenzcluster an der TU Dresden, hat sich ein Team um Joshua Currie und Elly Tanaka der Frage gewidmet, woher diese Zellen eigentlich genau kommen. Dazu nutzten sie eine mehrfarbige Label-Technik und die Methode des Life-Imaging. Sie fanden heraus, dass die Zellen, welche den Knochen und die Zellen unter der Hautoberfläche umgeben, zur Wundumgebung wandern, um das fehlende Knochengerüst der Fingerspitze aufzubauen. Schließlich identifizierte das Team auch noch den Wachstumsfaktor PDGF-BB (Platelet-derived growth factor BB), der eine Rolle bei der Aktivierung und Migration der Zellen zur Wunde spielt und daher essentiell für die Bildung des Blastems ist. Man hofft damit zukünftig die Regeneration von Knochen nach Frakturen und die Wundheilung verbessern zu können. Bild: © Joshua Currie, CRTD

more_grey DOI: 10.1016/j.cell.2016.05.038


Personalisierte Antibiotika-Therapie

Kollegen um Prof. Dr. Gerald Urban von der Professur für Sensoren am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) sowie Claire Chatelle und Prof. Dr. Wilfried Weber aus der Abteilung für Synthetische Biologie am Exzellenzcluster BIOSS Centre for Biological Signalling Studies und der Fakultät für Biologie (alle Freiburg) haben eine Sensor-Plattform entwickelt, die verschiedene Antibiotika in menschlichem Blut oder in anderen Flüssigkeiten gleichzeitig nachweisen kann. Menschliches Blut wurde auf die Antibiotika Tetrazyklin und Streptogramin hin untersucht. Die Chip-Technologie wurde mit einem Verfahren kombiniert, das mit dem natürlichen Sensor-Protein arbeitet, mit dem resistente Bakterien die Medikamente wahrnehmen und daraufhin ihre Mechanismen aktivieren. Durch den hohen Einsatz von Antibiotika in der Human- und Veterinärmedizin können Krankheitserreger Resistenzen entwickeln. Deshalb sind kostengünstige und leicht handhabbare Biosensoren für die Forschung hier von großem Interesse. Mithilfe der Biosensoren sollen Antibiotika-Therapien individuell auf Patientinnen und Patienten abgestimmt werden, sodass sich langfristig weniger resistente Bakterien entwickeln. Bild: © Andreas Weltin, Freiburg.

more_grey DOI: 10.1021/acs.analchem.6b02294

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Special

Aktuell: Molekulare Diagnostik

Aktuell: Molekulare Diagnostik

Ganz selbstverständlich passen wir unser gekauftes Smartphone zuerst an unsere Bedürfnisse an, bevor wir es alltäglich benutzen. Bei Medikamenten hingegen sind wir zumeist auf „Produkte von der Stange“ angewiesen – mit entsprechenden Konsequenzen. Viele Medikamente wirken nicht optimal oder gar nicht bei einem Individuum statt den gewünschten Effekt zu zeigen. Der Grund dafür liegt auf molekularer Ebenen bei den individuellen genetischen Unterschieden zwischen den Patienten. Die Molekulare Diagnostik kann u. a. pathologische Veränderungen oder Prädispositionen für einzelne Erkrankungen nachweisen und ggf. das Vorhandensein der Zielmoleküle für ein Medikament abprüfen. Für eine individuelle und wirksame Therapie.

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Marktübersicht

Aktuell: Liquid Handler und Dispenser

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2016.
In 2016 sind 2 Übersichten erschienen: Microplate Reader (2/16) und Liquid Handler und Dispenser (6/16). Zuletzt erschienen ist 6/16: Lquid Handler und Dispenser.

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