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Nachrichten

Kein Gen ist eine Insel

Bisher wusste man wenig darüber, wie die Position bzw. die Nachbarschaft eines Gens auf dem Chromosom die Evolution dieses Gens beeinflusst. Forscher des Instituts of Sciene and Technology Austria, Klosterneuburg, Österreich, unter der Leitung von Prof. Călin Guet haben diesen Zusammenhang mithilfe von Evolutionsexperimenten mit Antibiotikaresistenzen an E. coli aufgeklärt. Hierfür setzten sie ein Tetracyclin-Resistenzgen an verschiedenen Stellen ein, das dann zu Beginn weitestgehend inaktiviert war, und gaben zunehmend höhere Tetracyclin-Konzentrationen zu. Durch Mutation konnte das Gen wieder aktiviert und das Überleben der Zelle gesichert werden. So fanden die Wissenschaftler heraus, dass an manchen Stellen im Chromosom die Überlebensrate deutlich höher war als an anderen. Da die Nachbarschaft das Gen beeinflusst, stehen nicht alle Mutationen überall zur Verfügung. Diese Erkenntnisse könnten helfen, um die Entstehung von Antibiotikaresistenzen besser vorherzusagen. (Bild: Magdalena Steinrück)

more_grey DOI: 10.7554/eLife.25100

Termine

05.09. -06.09. 2017

Gene Technology, Biosafety and Biosecurity
Hannover

06.09. -08.09. 2017

HDID V – How dead is dead?
Wien, Österreich

09.09. -10.09. 2017

16. Mainzer Wissenschaftsmarkt
Mainz


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Nachrichten

Nützlicher Schmarotzer

Der Teufelszwirn, ein Vollschmarotzer der Gattung Cuscuta, entzieht seinen Wirten nicht nur Nährstoffe, sondern er warnt ihn auch vor Insektenbefall. Das haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena und vom Kunming Institut für Botanik in China entdeckt. Der Teufelszwirn befällt mehrere Pflanzen gleichzeitig und verbindet sie netzartig miteinander. Um zu prüfen, ob über diese Verbindungen auch Kommunikation stattfindet, setzten die Forscher Raupen auf eine der befallenen Pflanzen und analysierten das Transkriptom in dieser und in den vernetzten Pflanzen. Tatsächlich produzierten auch die nicht mit Insekten befallenen Pflanzen Abwehrstoffe. Das funktionierte auch dann wenn die Pflanzen verschiedenen Arten angehörten. Als nächstes wollen die Forscher nun herausfinden, ob diese Signalübertragung auch bei anderen Formen des Schädlingsbefalls (z.B. mit Blattläusen) funktioniert und welcher Nutzen sich dabei für den Schmarotzer ergibt. (Bild: Jingxiong Zhang, Kunming Institut für Botanik, Chinesische Akademie der Wissenschaften)

more_grey DOI: 10.1073/pnas.1704536114


Nano-Antikörper in der lebenden Zelle

Antikörper spielen nicht nur in der körpereigenen Immunabwehr, sondern auch in der Therapie, Diagnostik sowie in der Forschung eine wichtige Rolle. Unter anderem aufgrund ihrer Größe können sie aber nicht in lebende Zellen gelangen. Einem Team um Prof. M. Cristina Cardoso von der TU Darmstadt, Prof. Christian P. R. Hackenberger vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie in Berlin und Forschern der LMU München ist es jedoch gelungen, Nano-Antikörper – bisher nur aus Kamelen und Knorpelfischen bekannt – in lebende Zellen einzuschleusen und mikroskopisch zu beobachten. Dafür verbanden sie die Nanobodies mit zyklischen zellpenetrierenden Peptiden, die die Aufnahme in die Zelle vermitteln. Die Nanobodies eignen sich unter anderem zur Untersuchung von Protein-Protein-Interaktionen oder für medizinische Anwendungen, zum Beispiel um therapeutisch relevante Proteine in die Zellen zu schleusen. (Bild: Christoph Hohmann, Nanosystems Initiative Munich (NIM))

more_grey DOI:10.1038/nchem.2811

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Aktuell: Zellbiologie

Aktuell: Zellbiologie

Im 17. Jahrhundert prägte Robert Hooke den Begriff „Zelle“ (lat. „cellula“, das Kämmerchen) und Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieb Theodor Schwann seine Erkenntnis, dass Tiere und Pflanzen komplett aus einzelnen Zellen bestehen. In den 1950er Jahren wurde dann u. a. mit einer Tumorzellinie – der „unsterblichen“ Linie der HeLa-Zellen – die moderne Zellkultur entwickelt, die sich Forschungsfragen zu zellulären Prozessen und der Möglichkeit von deren Nutzbarmachung und Modulation widmet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen heute zur Identifizierung von Wirkstoffkandidaten oder zur Untersuchung der Entstehung von komplexen Lebewesen aus undifferenzierten Stammzellen. (Hintergrundbild: Tiefenfarbcodierte Konfokal-Projektion der Sprossapikalmeristemzellen von Arabidopsis thaliana mit angefärbten Zellwänden. Bild: Lazar Novakovic und Arun Sampathkumar, Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)

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Aktuell: Pipetten

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2016.
In 2017 erscheinen 2 Übersichten: Pipetten (2/17) und High-Content-Screening-Systeme (6/17). Zuletzt erschienen ist 2/17: Pipetten.

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