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Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie Gesellschaft für Genetik Deutsche Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Nachrichten

RNA-Interferenz gegen Kartoffelkäfer

Wissenschaftler um Prof. Ralph Bock (MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam) haben ein Verfahren entwickelt, der einen effektiven Pflanzenschutz ohne Chemikalien und ohne die Produktion fremder Proteine in der Pflanze erreicht. Sie nutzten zum Schutz vor Kartoffelkäferlarven den Mechanismus der RNA-Interferenz (RNAi) – allerdings schleusen sie die dazu benötigte dsDNA nicht, wie in bisherigen Experimenten, in den Zellkern des Wirts ein, sondern in die Chloroplasten. Dadurch entgeht die fremde DNA dem pflanzeneigenen RNAi-System, das normalerweise die Ansammlung von größeren Mengen dsDNA verhindert. Führte der bisherige Einsatz von RNAi im Zellkern nur zu einer Wachstumsverlangsamung der Kartoffelkäfer, gelang es den Forschern mit ihrer neuen Methode, eine Käferlarven-Sterberate von 100 % innerhalb von 5 Tagen zu erreichen.
Bild: Sher Afzal Khan, Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

more_grey DOI: 10.1126/science.1261680

Termine

13.04. -16.04. 2015

5th International Student Conference on Microbial Communication
Jena

15.04. -17.04. 2015

26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik
Graz, Österreich

15.04. -17.04. 2015

15. Fachsymposium Lebensmittelmikrobiologie
Freising


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Nachrichten

Zellmigration entschlüsselt

Prof. Joachim Spatz (Physikalisch-Chemisches Institut, Heidelberg, und MPI für Intelligente Systeme, Stuttgart) und Kollegen ist es gelungen, den molekularen Mechanismus der kollektiven Zellmigration zu entschlüsseln. Mit diesem können Zellen ihre Bewegungen über größere Entfernungen koordinieren, was z. B. bei der Wundheilung, bei der Embryonalentwicklung und bei der Entwicklung von Krebs eine zentrale Rolle spielt. Die Forscher entdeckten, dass bei der Zellmigration vereinzelte Zellen die kollektive Bewegung führen. Diese geben über Zell-Zell-Kontakte die entstehende mechanische Spannung an ihre Nachbarzellen weiter. Die Spannung wird vom mechanosensitiven Protein Merlin wahrgenommen, das dazu führt, das die Nachbarzellen Ausstülpungen in Richtung der Führungszelle ausbilden, für eine räumlich polarisierte Verfolgungsbewegung.
Bild: Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme

more_grey DOI: 10.1038/ncb3115


Ruhephasen halten Stammzellen jung

Wissenschaftler um Dr. Michael Milsom (DKFZ / HI-STEM, Heidelberg) konnten im Mausmodell zeigen, dass Stressfaktoren wie Blutverlust, Infektionen und Entzündungen, die dazu führen, dass Blutstammzellen aus dem Knochenmark aktiviert werden und sich teilen, unerwünschte Nebeneffekte haben: Die Forscher fanden in den Stammzellen, die zur Produktion neuer Blutzellen ihren Stoffwechsel sehr schnell hochfahren müssen, eine erhöhte Menge an reaktiven Stoffwechselprodukten, die vermehrte DNA-Schäden auslösten. Zwar werden viele der Defekte repariert, mit fortschreitendem Altern sammeln sich diese aber dennoch an und können langfristig zum Absterben der Stammzelle oder zu Krebs führen. Damit haben die Wissenschaftler eine Erklärung dafür gefunden, dass die Regenerationsfähigkeit des Körpers im Alter abnimmt.

more_grey DOI: 10.1038/nature14131

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Aktuell: 3D-Zellkultur

Aktuell: 3D-Zellkultur

Regenerative Medizin oder Hochdurchsatz-Screening von Wirkstoffen – Untersuchungen im komplexen, lebenden System, aber ganz ohne Tier - versuche: Die Anwendung der 3D-Zellkultur birgt viele Verheißungen. Seit Jahrzehnten werden Zellen im Labor in zweidimensionalen Kulturen gezüchtet. Die dabei entstehenden Monolayer verhalten sich allerdings ganz anders als die komplexen dreidimensionalen Strukturen in vivo, und auch die Genexpressionsprofile unterscheiden sich stark. Daher sind die 2D-experimentellen Ergebnisse nur bedingt übertragbar. Das soll sich mit Etablierung von 3D-Zellkulturmodellen ändern.
(Hintergrundbild: Confocal image of the whole mount staining of the cardiomyocytes differentiated from mouse embryonic stem cells using microtissues technique. Mit freundlicher Genehmigung – Courtesy of Dr. Irina Agarkova, InSphero AG)

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Bildung einheitlicher Embryoidkörper durch Ausdifferenzierung von Stammzellen

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Weitere Informationen unter: http://amsbio.com/Embryoid-Body-Formation.aspx

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Aktuell: Pipetten

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2014.
In 2015 erscheinen 2 Übersichten: Pipetten (2/15) und Durchflusszytometer (7/15)
Zuletzt erschienen ist 2/15: Pipetten.

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