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Nachrichten

Wettstreit um Weibchen macht Männchen leistungsstärker

Wenn sich Weibchen ihre Paarungspartner auswählen dürfen, führt das langfristig (Evolution) zu leistungsfähigeren Männchen. Das fanden Wissenschaftler der Universitäten Sheffield und St. Andrews sowie des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung heraus. Dazu untersuchten sie Fruchtfliegen in zwei verschiedenen Gruppen (In der ersten Gruppe herrschte ein deutlicher Männchenüberschuss, so dass die Weibchen zwischen mehreren Männchen wählen konnten, in der zweiten Gruppe hatten die Weibchen dagegen nur die Möglichkeit, sich mit einem Männchen zu verpaaren) über 110 Generationen hinweg. Beim Werben um Weibchen produzieren Drosophila-Männchen „Liebesgesänge“, in dem sie schnell mit ihren Flügeln schlagen; bis zu 6000-mal in der Minute. In der Population, in der die Weibchen frei wählen konnten, schlugen Männchen ihre Flügel schneller und länger als ihre männlichen Artgenossen unter monogamen Bedingungen. Da der Balzgesang von Fruchtfliegen eine große Muskelanstrengung mit sich bringt, besteht die Möglichkeit, dass Männchen unter weiblicher Selektion nicht nur bessere Balzgesangfertigkeiten entwickeln, sondern insgesamt eine bessere körperliche Leistung erzielen. In Übereinstimmung damit fanden die ForscherInnen heraus, dass solche Männchen ihre Flügel nicht nur in höherem Tempo, sondern auch länger schlagen können. Bild: Patrick Debelle.

more_grey DOI: 10.1016/j.anbehav.2017.09.014

Termine

24.10. -27.10. 2017

Mammalian Genetics and Genomics
Heidelberg

26.10. -28.10. 2017

8th Clinical Microbiology Conference
Paris, Frankreich

29.10. -01.11. 2017

Protecting the Code: Epigenetic Impacts on Genome Stability
Berlin


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Nachrichten

Tätowierungen: Wandernde Farbpigmente

Dass Tätowierungen durch mangelnde Hygiene oder Verwendung bestimmter Pigmente mitunter auch unerwünschte gesundheitliche Effekte hervorrufen können, ist bereits bekannt. Erstmals haben nun Wissenschaftler/innen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in einem internationalen Kooperationsprojekt nachgewiesen, dass sich Farbpigmente in Nanopartikelgröße in Lymphknoten dauerhaft anreichern können. Im Rahmen gemeinsamer Untersuchungen von Tätowierfarben wurde auch der in den Farben am zweithäufigsten eingesetzte Inhaltsstoff Titandioxid (TiO2) untersucht. Titandioxid dient als weißes Pigment dazu, verschiedene Farbtöne der Tätowierung zu erzeugen. Bei den Untersuchungen wurde mit Hilfe der sogenannten Röntgenfluoreszenzanalyse am Europäischen Synchrotron in Grenoble (ESRF) analysiert, an welchen Stellen sich die Pigmente im Gewebe anreichern. Insgesamt berichten die Wissenschaftler/innen von Hinweisen sowohl für die Wanderung von Partikeln in Nanogröße als auch für die Ablagerung von toxischen Stoffen im Körper.

more_grey DOI: 10.1038/s41598-017-11721-z


Darwins Frosch vom Aussterben bedroht

Darwins Nasenfrosch (Rhinoderma darwinii) steht aufgrund der globalen Chytridiomykose-Pandemie vor dem Aussterben. Die Amphibien, nur so gross wie ein Daumennagel, sind in den Wäldern Südargentiniens und Chiles heimisch und wurden von Charles Darwin entdeckt. Ein internationales Forschungsteam mit Benedikt Schmidt von der Universität Zürich hat nun festgestellt, dass die Nasenfrösche mit dem Pilz Batrachochytrium dendrobatidis infiziert sind. Obwohl kaum je an der Krankheit verendete Tiere gefunden werden, stellen die Forschenden einen allmählichen Populationsschwund fest. Sie befürchten daher, dass vom Pilz befallene Populationen innerhalb von 15 Jahren nach der Infektion aussterben. Bisher galt diese einzigartige Art als relativ stabil im Vergleich zu vielen anderen Amphibienarten, die weltweit durch den Pilz ausgelöscht wurden. Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse fordern die Wissenschaftler der chilenischen Universidad Andres Bello, der NGO Ranita de Darwin, der Zoological Society of London und der UZH dringend Rettungsmassnahmen. (Bild: Andrés Valenzuela-Sanchez).

more_grey DOI: 10.1098/rspb.2017.1176

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Aktuell: Durchflusszytometrie

Aktuell: Durchflusszytometrie

In der Durchflusszytometrie können große Mengen an einzelnen Zellen in sehr kurzer Zeit auf Kriterien wie Größe und Komplexität hin analysiert werden. Die fluoreszenz basierte Durchflusszytometrie erlaubt zudem das Markieren und Messen von DNA oder Oberflächenproteinen. Die Methode kommt in der klinischen Diagnostik bereits standardmäßig zum Einsatz, zum Beispiel zur Sortierung von Blutzellen. Aber auch in der medizini schen und zellbiologischen Grundlagenforschung spielt sie eine wichtige Rolle und ermöglicht neue Erkenntnisse in der Immunologie und anderen Bereichen. (Hintergrundbild aus dem Artikel von Serana O. Suter et al. auf S. 655)

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Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2017.
In 2017 sind 2 Übersichten erschienen: Pipetten (2/17) und High Content Screening Systeme (6/17). Zuletzt erschienen ist 6/17: High Content Screening Systeme.

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