BIOspektrum Fernstudium

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Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie Gesellschaft für Genetik Deutsche Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Nachrichten

Muscheln in Öl

Das Leben findet immer einen Weg – in Wüsten und in der Tiefsee, und auch auf Asphaltvulkanen im Meer. Im Golf von Mexiko treten in 3000 Meter Tiefe aus sogenannten Asphaltvulkanen Öl und Asphalt aus, und trotzdem leben dort Muscheln, Krebse, Schwämme und vieles mehr. Wie eine internationale Forschergruppe um Maxim Rubin-Blum und Nicole Dubilier vom Bremer Max-Planck-Institut zeigten, verwenden Tiefseemuscheln und -schwämme bakterielle Symbionten, um kurzkettige Alkane als Energie- und Kohlenstoffquelle zu nutzen. Die Bakterien profitieren vom Schutz und auch davon, dass der Wirt ihnen kurzkettige Alkane liefert. Sie gehören zur Gruppe Cycloclasticus, deren Verwandte bereits nach der Deepwater-Horizon-Ölktastrophe in großen Mengen freilebend nachgewiesen wurden und auch polyzyklische aromatische Kohlenstoffe abbauen können. Cycloclasticus scheint daher eine Schlüsselfigur im marinen Ölabbau darzustellen. (Bild: © MARUM − Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen)

more_grey DOI: 10.1038/nmicrobiol.2017.93

Termine

03.07. -04.07. 2017

Plant Genome Editing & Genome Engineering
Wien, Österreich

10.07. -14.07. 2017

Analytische Toxikologie
Basel, Schweiz

17.07. -18.07. 2017

International Congress on Microbial Interaction
München


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Nachrichten

Bakterien gegen Bakterien im Darm

In den letzten Jahren sind bei der Erforschung von Infektionen mehr und mehr die Wechselwirkungen zwischen Mikrobiota, Immunsystem und Pathogenen in den Fokus gerückt. Deswegen untersuchten Sophie Thiemann et al. vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig den Einfluss der Darmmikrobiota auf die Empfindlichkeit gegenüber Salmonelleninfektionen. Dafür infizierten sie genetisch identische Mauslinien, die sich lediglich in der Zusammensetzung ihrer Darmmikrobiota unterschieden, mit Salmonellen und untersuchten Überlebensrate und Gewichtsverlust. Zwei Bakterienfamilien konnten dabei mit erhöhter Resistenz gegen die Infektion in Verbindung gebracht werden: Prevotallaceae und Verrucomicrobiaceae. Mäuse, die diese Bakterienfamilien trugen, produzierten vermehrt das Zytokin Interferon-Gamma (IFNγ), welches eine wichtige Rolle bei der Initiierung von Immunantworten gegen bakterielle Erreger spielt. (Bild: Salmonella Typhimurium © HZI / Rohde)

more_grey DOI: 10.1016/j.chom.2017.05.005


Fleißige Bienen – Schlaflose Bienen

Stoffwechsel und Aktivität von Tieren und Pflanzen folgen im Allgemeinen einem zirkadianen Rhythmus. Dieser wird von genetischen Mechanismen vorgegeben und durch den Wechsel von Tag und Nacht feingesteuert. Dafür gibt es aber auch Ausnahmen – wie die Honigbienen zeigen. Während Sammelbienen bei der Blütensuche einem Tag-Nacht-Rhythmus folgen, sind Ammenbienen rund um die Uhr bei der Fütterung der Larven aktiv. Wie die Ergebnisse der Gruppe um Prof. Dr. Charlotte Helfrich-Förster von der Universität Würzburg zeigen, funktioniert die innere Uhr von Ammenbienen auf Proteinebene trotzdem und wird auch durch den Tag-Nacht-Wechsel synchronisiert. Das deutet darauf hin, dass das Aktivitätsmuster von Tieren vom zirkadianen Netzwerk abgekoppelt sein kann, eine funktionierende zirkadiane Uhr dabei aber trotzdem notwendig ist. (Bild: Gunnar Bartsch)

more_grey DOI: 10.1098/rsob.170047

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Aktuell: Zellbiologie

Aktuell: Zellbiologie

Im 17. Jahrhundert prägte Robert Hooke den Begriff „Zelle“ (lat. „cellula“, das Kämmerchen) und Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieb Theodor Schwann seine Erkenntnis, dass Tiere und Pflanzen komplett aus einzelnen Zellen bestehen. In den 1950er Jahren wurde dann u. a. mit einer Tumorzellinie – der „unsterblichen“ Linie der HeLa-Zellen – die moderne Zellkultur entwickelt, die sich Forschungsfragen zu zellulären Prozessen und der Möglichkeit von deren Nutzbarmachung und Modulation widmet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen heute zur Identifizierung von Wirkstoffkandidaten oder zur Untersuchung der Entstehung von komplexen Lebewesen aus undifferenzierten Stammzellen. (Hintergrundbild: Tiefenfarbcodierte Konfokal-Projektion der Sprossapikalmeristemzellen von Arabidopsis thaliana mit angefärbten Zellwänden. Bild: Lazar Novakovic und Arun Sampathkumar, Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)

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Marktübersicht

Aktuell: Pipetten

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2016.
In 2017 erscheinen 2 Übersichten: Pipetten (2/17) und High-Content-Screening-Systeme (6/17). Zuletzt erschienen ist 2/17: Pipetten.

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