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Nachrichten

Facettenaugen sind ein evolutionärer Dauerbrenner

Moderne Facettenaugen folgen in ihrem Konstruktionsprinzip im Wesentlichen einer schon mehr als 500 Millionen Jahre alten Funktionsweise. Das ergaben Untersuchungen an fossilen Trilobiten, ausgestorbenen Verwandten von Spinnentieren und Krebsen. Nur die Linsen heutiger Facettenaugen fehlten noch bei diesen Gliederfüßern. Der Zoologin Brigitte Schoenemann (Universität zu Köln) und ihren Kollegen Helje Pärnaste (Tallinn, Estland) und Euan Clarkson (Edinburgh, Schottland) ist es gelungen, die Struktur, und damit auch die Funktionsweise des wohl ältesten bisher gefundenen Facettenauges aufzuklären. Ein außergewöhnlich gut erhaltenes Fossil eines Trilobiten (Schmidtiellus reetae), mehr als eine halbe Milliarde Jahre alt, zeigt die zellulären Strukturen eines Facettenauges. Es verrät damit nicht nur, wie dieses Auge aufgebaut war, sondern auch, wie es funktionierte, welche Leistung es erbrachte und wie es sich von den heutigen Formen unterschied. Die Arbeit zeigt, dass die modernen Facettenaugen einer im Wesentlichen schon einer mehr als einer halben Milliarde Jahre alten Funktionsweise folgen, in ihrer Struktur sehr konservativ und äußerst erfolgreich sind.

more_grey DOI: 10.1073/pnas.1716824114

Termine

21.01. -25.01. 2018

Keystone Symposioa: DNA and RNA Methylation
Vancouver, Kanada

23.01. -26.01. 2018

From Phenotype to Genotype: The Genetic Basis of shape
Barcelona, Spanien

30.01. -31.01. 2018

Advances in Chemical Biology
Frankfurt


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Nachrichten

Treibjagd in der Petrischale

Botaniker und Naturstoffchemiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) – haben den chemischen Mechanismus dahinter aufgedeckt, wenn Bakterien der Art Pseudomonas protegens die etwa fünfmal so großen Grünalgen Chlamydomonas reinhardtiia mit einem tödlichen Giftcocktail attackieren, sodass diese sich verformen und nicht mehr vermehren können. Die Bakterien setzen unter anderem Orfamid A, ein zyklisches Lipopeptid, ein, das auf Kanäle in der Zellmembran der Algen wirkt und zur Öffnung dieser Kanäle führt. Das wiederum führt zu einem Einstrom von Kalziumionen aus der Umgebung in das Zellinnere der Algen. Mikroalgen tragen zu rund 50 Prozent zur Fixierung des Treibhausgases Kohlendioxid bei und liefern als Nebenprodukt der Photosynthese den für uns lebensnotwendigen Sauerstoff. Mit den Untersuchungen soll das Wissen über die Grundlagen und das Zusammenspiel in ihrer Mikrowelt vergrößert werden. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU.

more_grey DOI: 10.1038/s41467-017-01547-8


Casting im Gehirn

Das Gehirn kann immer wieder neue Aufgaben erlernen, ohne im Laufe des Lebens ständig wachsen zu müssen. Elisabeth Wenger und weitere Neurowissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin stellen fest, dass das Volumen des Gehirns in den ersten Phasen des Lernens zunimmt und sich dann teilweise oder sogar vollständig normalisiert. Wie bei einem Casting werden neue Hirnzellen (Vergrößerung) ausprobiert, ihnen ihre Rollen zugewiesen oder sie wo anders eingesetzt (Normalisierung). Zur Überprüfung dieser Hypothese untersuchten sie Rechtshänder, die lernten, mit links zu schreiben und zu zeichnen. Nach einem Monat war ihr Gehirnvolumen angestiegen, drei Wochen später hatte es aber fast wieder seinen Normalwert. Dieses Phänomen ist auch aus mehreren Tierstudien bekannt. Bild: © Derek Buff/flickr (CC BY-NC 2.0).

more_grey DOI: 10.1016/j.tics.2017.09.008

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Special

Aktuell: Molekulare Diagnostik

Aktuell: Molekulare Diagnostik

Kein Mensch gleicht dem anderen, jeder Mensch wird anders krank und Medikamente wirken daher sehr individuell und unterschiedlich effektiv. Der Anteil der Personen, bei denen ein Medikament nicht wirkt, ist insbesondere in der Krebstherapie hoch. Wenn man bereits vor Beginn der Therapie den individuellen Typ des Tumors ermitteln und die Erfolgs - wahrscheinlichkeit der in Frage kommenden Mediakation bestimmen könnte, wäre schon ein großer Schritt im Kampf gegen Krebs getan. Das Spektrum der Möglich keiten für diese vorab-Diagnostik und die Voraussage eines Therapieerfolgs wird von Jahr zu Jahr größer. So können z. B. inzwischen mit einer liquid biopsy aus nur einer Blutprobe wichtige Parameter für eine maßgeschneiderte Therapie bestimmt werden. (Hintergrundbild: © Moritz Hass, CBT Bonn)

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Schnelle und biokompatible siRNA-Transfektion

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Marktübersicht

Aktuell: High Content Screening Systeme

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2017.
In 2017 sind 2 Übersichten erschienen: Pipetten (2/17) und High Content Screening Systeme (6/17). Zuletzt erschienen ist 6/17: High Content Screening Systeme.

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