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Nachrichten

Polyribosomen schockgefroren

Auf den als Proteinfabriken bekannten Ribosomen liegt schon lange ein wichtiges Augenmerk der Wissenschaft. Funktion und Struktur sind gut untersucht. Unbekannt war allerdings die räumliche Anordnung der Ribosomen in lebenden Zellen. Wissenschaftlern des MPI für Biochemie ist es nun gelungen, ein Bild davon zu erzeugen. Florian Brandt und seine Kollegen verwenden dazu eine Technik, bei der die Zelle schockgefroren wird. Ihre räumliche Struktur bleibt dabei erhalten. Anschließend werden elektronenmikroskopische Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen, woraus ein drei dimensionales Bild konstruiert werden kann. Mit Hilfe der als Kryo-Elektronentomografie bezeichneten Methode war zuvor auch schon die Anordnung von Ribosomen in E.coli dargestellt worden.

more_grey doi:10.1016/j.molcel.2010.08.003

Termine

06.09. -10.09. 2010

Protein Engineering – Rational Design & Directed Evolution
Greifswald

08.09. -11.09. 2010

PRION 2010 – From Agent to Disease
Salzburg, Österreich

12.09. -14.09. 2010

International Influenza Meeting
Münster


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Nachrichten

Wie Bakterien Schleimhautzellen überlisten

Die Schleimhäute des Menschen sind beliebte Eintrittspforten von Erregern. Eine Möglichkeit des Körpers dieses Eindringen zu verhindern, ist es, die obere Zellschicht regelmäßig abzuschilfern (Exfoliation). Petra Muenzner und ihre Kollegen der Universität Konstanz haben nun einen Mechanismus identifiziert, der es Bakterien ermöglicht, diese Exfoliation zu verhindern. Die Wissenschaftler untersuchten die Schleimhautbesiedlung durch Neisseria gonorrhoeae, die sich auf menschliche Schleimhäute spezialisiert haben. Dabei konnten sie zeigen, dass Gonokokken sich an die sogenannten CEACAMs der Schleimhautzellen binden. Über die Rezeptoren wird ein Signalweg in Gang gesetzt, durch den wiederum Integrine stimuliert werden. Diese Adhäsionsmoleküle verhindern dann die Exfoliation der Zellen.

more_grey doi:10.1126/science.1190892


Depression beeinflusst Lernverhalten

Depressive Störungen beeinträchtigen die Lebensqualität betroffener Patienten. Eine neue Hypothese besagt, dass bei der Entstehung solcher Störungen die neuronale Plastizität eine große Rolle spielt. Freiburger Wissenschaftler um Christoph Nissen konnten diese Theorie mit einer Versuchsreihe erhärten. Sie zeigten, dass Patienten mit Depressionen eine verminderte Gedächtniskonsolidierung sowie eine erhöhte Furchtkonditionierung aufweisen. Für diese Testreihe wurden ein Hippocampus-abhäniger Lerntest und eine Amygdala-abhänige Furchtkonsolidierung angewendet. Sollten weitere Beweise für die Plastizitätshypothese gefunden werden, so könnte man das Grundlagenwissen im Bereich Plastizität nutzen, um neue Behandlungsansätze bei Depressionen zu entwickeln.

more_grey doi:10.1016/j.biopsych.2010.05.026

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Aktuell: PCR

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Die Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase Chain Reaction - PCR) ist die Methode der Wahl, um DNA-Abschnitte in vitro zu vervielfältigen. Dazu werden an einzelstränge DNA-Moleküle spezifische Primer hybridisiert als Replikationsstartpunkt für die DNA-Polymerase. So können in zahlreichen Vermehrungszyklen gewünschte DNA-Abschnitte exponentiell vervielfältigt werden.

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