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Nachrichten

Neues Konzept der Stressbewältigung

Bekannt war, dass Hsp 12 als Hitzeschockprotein Zellen in bedrohlichen Situationen das Überleben sicherte, der Mechanismus war bislang unklar. Wissenschaftler um Johannes Bucher, TUM München, haben nun bei Saccharomyces cerevisiae den Mechanismus identifiziert, der hinter dieser Funktion steckt. Gerät eine Zelle in Stress, steigt die Hsp 12-Konzentration um ein Vielfaches. Die Moleküle lagern sich in spiralförmiger Struktur in die Zellmembran ein und verhindern so, dass die Membran reißt oder Löcher bekommt. Dieser Membran stabilisierende Mechanismus unterscheidet Hsp 12 von anderen Hitzeschockproteinen. Weiter konnten die Wissenschaftler zeigen, dass dieser Mechanismus durch verschiedene Stressarten ausgelöst wird, wie einem Hitzeschock, oxidativem Stress oder osmotischem Stress. Mit dieser Erkenntnis wurde eine neue Klasse der Hitzeschockproteine definiert.

more_grey doi:10.1016/j.molcel.2010.08.001

Termine

04.09. -07.09. 2010

EMBO Meeting
Barcelona, Spanien

05.09. -08.09. 2010

Symposium: Structure and Function of Neural Circuits
Heidelberg

05.09. -08.09. 2010

BEST 2010 – Bio Engineering Separation Thermodynamics 2010
Bologna, Italien


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Nachrichten

Wie Gonokokken der Aufnahme entgehen

Bislang sind viele Mechanismen bekannt, mit denen es Krankheitserregern gelingt, in Zellen einzudringen. Neu ist, dass Erreger auch Mechanismen haben um genau diesen Prozess zu verhindern. Jan Peter Boettcher et al. vom MPI in Berlin haben einen Signalweg gefunden, mit dem es das Bakterium Neisseria gonorrhoeae schafft, einer Endozytose durch Zellen zu entgehen. Gonorrhoe-Bakterien heften sich an die Membran von Schleimhautzellen und lösen im Inneren der Zelle an dieser Stelle eine Verstärkung des Zytoskeletts aus, dazu werden Aktin-Moleküle zur Zellmembran transportiert und dort verknüpft. Essentiell für diesen Vorgang ist Caveolin-1 (Transportmolekül) sowie RhoA und Vav2 (Signalmoleküle). Da ein Verbleib der Bakterien an der äußeren Zellmembran zu Beginn der Infektion ausschlaggebend für das Überleben der Erreger ist, könnten die neuen Erkenntnisse medizinisch genutzt werden.

more_grey doi:10.1371/journal.pbio.1000457


Transportmoleküle in der Netzhaut

Zilien haben unterschiedlichste Funktionen im menschlichen Körper. Die haarähnlichen Zellfortsätze sind auf Zelloberflächen z.B. für den extrazellulären Transport von Stoffen zuständig oder auch für die Lichtdetektion bei den Photorezeptoren. Ein Ziliendefekt beeinträchtigt oft den ganzen Körper und wird mit vielen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Mainzer Wissenschaftler identifizierten nun Moleküle, die für funktionierende Zilien essentiell sind. Tina Sedmak und Uwe Wolfrum wiesen IFT-Moleküle (Moleküle des intraflagellaren Transports) in den Sehzellen der Netzhaut nach. Hier transportieren diese Moleküle ihre Fracht von der Basis der Zilie bis zu deren Spitze. Transportiert werden sowohl Rhodopsin, das in die photosensitive Membran eingelagert wird, als auch Zilienkomponenten, die während des Zilienwachstums benötigt werden.

more_grey doi: 10.1083/jcb.200911095

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Aktuell: PCR

Aktuell: PCR

Die Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase Chain Reaction - PCR) ist die Methode der Wahl, um DNA-Abschnitte in vitro zu vervielfältigen. Dazu werden an einzelstränge DNA-Moleküle spezifische Primer hybridisiert als Replikationsstartpunkt für die DNA-Polymerase. So können in zahlreichen Vermehrungszyklen gewünschte DNA-Abschnitte exponentiell vervielfältigt werden.

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