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Wissenschaft Enzyme am Reißbrett(S. 736)Christoph Malisi, André C. Stiel, Birte Höcker Computergestütztes Design etabliert neue Funktionen auf einem Protein
durch theoretisches Sampling des Sequenz- und Konformationsraumes.
Wir beschreiben den Ansatz, sein Potenzial sowie die Herausforderungen. Staphylococcus epidermidis – wie ein Hautkeim zum Problem wird(S. 739)Michael Otto Staphylococcus epidermidis ist ein normaler Bestandteil unserer Hautflora,
wird aber zum Problem bei der meist Biofilm-abhängigen Besiedlung
von Kathetern und Implantaten. Regulation von Gewebegrenzen: Viele Wege führen zu Rho(S. 742)Isabelle Köster, Maria Jungwirth, Herbert Steinbeißer In der frühen Embryonalentwicklung entstehen die ersten sichtbaren
Gewebegrenzen, und das Vermischen von Zelltypen wird durch den Prozess
der Gewebetrennung verhindert. Die kleine GTPase RhoA spielt bei
der Regulierung dieses Vorgangs eine zentrale Rolle. Pilze im Süßwasser und organische Umweltschadstoffe(S. 745)Dietmar Schlosser Pilze aus Süßwasserlebensräumen transformieren gewässerrelevante
Umweltschadstoffe sowohl intrazellulär als auch mithilfe extrazellulärer
Enzyme (Laccasen) und stellen eine für biotechnologische Anwendungen
bisher ungenutzte Bioressource dar. Ribosomen-Biogenese: Hierarchie oder koordiniertes Miteinander?(S. 750)Herbert Tschochner, Joachim Griesenbeck, Gernot Längst, Philipp Milkereit, Attila Németh Die Synthese von Ribosomen ist ein aufwendiger Prozess, an dem viele
Protein- und Ribonukleoproteinkomplexe beteiligt sind. Inwieweit die Aktivitäten
der einzelnen zellulären Maschinerien ineinandergreifen, ob und
wie sie koordiniert werden, ist Gegenstand jüngster Untersuchungen. Zur evolutionären Dynamik des Y-Chromosoms bei Hominiden(S. 753)Werner Schempp Der evolutionäre Werdegang des Y-Chromosoms eines höheren Primaten
ist nicht einfach genetisch determiniert, sondern steht in engem Zusammenhang
mit den Strukturen des sozialen Verhaltens in den jeweiligen
Populationen. Quantitative Analyse der Proteomdynamik(S. 756)Matthias Selbach, Marieluise Kirchner Proteine, mit ihren zell- und gewebespezifischen Funktionen, unterliegen
einer ständigen Dynamik mit komplexen Auswirkungen auf ganze zelluläre
Netzwerke. Diese systematisch zu erfassen und zu verstehen, ist das
Ziel der quantitativen in vivo-Proteomanalyse. Marker-Recycling im humanpathogenen Pilz Aspergillus fumigatus(S. 760)Sven Krappmann Eine Weiterentwicklung bei der genetischen Manipulation des pathogenen
Pilzes Aspergillus fumigatus stellt die Einführung wiederverwertbarer
Markergene für die mehrfache Genommanipulation zur funktionellen
Analyse von Pathogenitätsdeterminanten dar. Sehkraft aus der Wüste(S. 762)Volker Busskamp Die gezielte Expression einer mikrobiellen licht-sensitiven Chloridpumpe
in verbliebenen Zellen führt zur funktionellen Reaktivierung der vormals
blinden Netzhäuten in der degenerativen Erkrankung Retinitis Pigmentosa
und verspricht somit Heilung. Struktur und Dynamik von Biomolekülen mit high precision-FRET(S. 765)Thomas-Otavio Peulen, Claus A. Seidel High-precision FRET erlaubt eine quantitative Charakterisierung der
Strukturen heterogener Biomoleküle. Es können gleichzeitig die Strukturen
mehrerer Zustände und die Austauschdynamik (ns- bis s-Zeitbereich)
zwischen ihnen untersucht werden. Hochauflösende Einzelmolekülanalyse mit Nanoporen-Arrays(S. 769)Gerhard Baaken, Jan Behrends Ein Array aus einzelnen individuell elektrisch kontaktierten biologischen
Nanoporen in synthetischen Lipidmembranen erlaubt die parallele Detektion
einzelner Moleküle in wässrigen Lösungen. Die hohe Auflösung der
Messungen wird beim Einsatz zur präzisen Bestimmung der Massenverteilung
von Polymeren deutlich. Stellenwert der molekularen Diagnostik bei Alzheimer-Demenz(S. 773)Jörg Honneth, Johannes Haseke, Hans-Georg Nehen Die Alzheimer-Erkrankung (AD) ist weltweit die häufigste Demenzform.
Das immer häufigere Auftreten dieser Erkrankung hängt mit der dramatisch
steigenden Lebenserwartung zusammen. Meist weist die AD eine
multifaktorielle Ätiologie auf und manifestiert sich erst im späteren
Lebensalter. Nur ein kleiner Prozentsatz der Fälle hat eine monogene
Ursache, wird autosomal-dominant vererbt und beginnt wesentlich
früher. In diesen Fällen können die molekulare Analyse und die genetische
Beratung sinnvoll sein. Proteomanalysen in der klinischen Forschung(S. 776)Helmut E. Meyer, Dominik A. Megger, Barbara Sitek Proteomanalysen bieten die Möglichkeit, neue diagnostische Marker und
drug targets für verschiedene Erkrankungen zu finden. Insbesondere die
Kombination der Mikrodissektion und des sensitiven Sättigungslabelling
ermöglicht die gezielte Analyse krankheitsassoziierter Zellpopulationen. Anwendungen & Produkte Eine neuartige und tierschonende Methode zur Endotoxin-Bestimmung(S. 788)Holger Grallert, Sonja Leopoldseder, Maike Schütt, Peter Kurze, Bernd Buchberger Die neue ELISA-basierte Methode zur sensitiven Bestimmung von Endotoxinen
beruht auf der Verwendung eines Lipopolysaccharid-selektiven
Phagen-Bindeproteins beschichtet auf einer Mikrotiterplatte und einem
auf Faktor C basierenden Detektionsreagenz. Biotechnologie Ionische Flüssigkeiten in biotechnologischen Anwendungen(S. 824)Michael H. Rayner-Brandes, Jörg von Hagen Ionische Flüssigkeiten stellen bei Raumtemperatur eine faszinierende,
unkonventionelle Alternative zu Wasser oder Lösemittel-basierenden
Systemen in der Biologie dar – ein interdisziplinäres Forschungsfeld mit
wissenschaftlichen Herausforderungen und ökonomischem Potenzial.
Biologische Halogenierung(S. 827)Karl-Heinz von Pée Nachdem man 40 Jahre lang die Haloperoxidasen für die entscheidenden
Enzyme bei der Biosynthese von Organohalogeniden hielt, wurden nun
mit den FAD-abhängigen und den Nicht-Häm-Eisen-, α-Ketoglutarat- und
O2-abhängigen Halogenasen die korrekten Enzyme identifiziert.
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