BIOspektrum Fernstudium

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Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie Gesellschaft für Genetik Deutsche Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Nachrichten

Tumorzellen stellen Betrieb um

Die Angiogenese ist ein Schlüsselprozess in der Tumorprogression. Dennoch haben viele anti angiogene Therapien nur einen kurzfristigen klinischen Effekt. Die Forschungsgruppe um Prof. Gerhard Christofori (Departement Biomedizin der Universität und des Universitätsspital Basel) hat nun einen möglichen Grund für dieses Phänomen aufgedeckt. Sie behandelte Mamakarzinom-Modelle mit neuen Multi-Kinase-Inhibitoren. Nach anfänglicher Regression kam es dabei unerwartet zu einem erneuten Tumorwachstum ohne Beteiligung der Tumorangiogenese. Genexpressionsanalysen zeigten eine metabolische Umprogrammierung der Tumorzellen. So wechselten die Zellen zu einer anaeroben Form der Energiegewinnung, der Glykolyse. Ebenfalls kommt es zu einer metabolischen Symbiose zwischen hypoxischen und mit Sauerstoff angereicherten Tumorzellen. Mit diesen neuen Erkenntnissen erhofft sich die Gruppe, anti-angiogene Therapien zu optimieren und das Tumorwachstum auch langfristig effizient hemmen zu können.
© Departement Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel

more_grey DOI:10.1016/j.celrep.2016.04.028

Termine

02.06. -03.06. 2016

Single Cell Technologies 2016
Frankfurt am Main

11.06. -15.06. 2016

European Academy of Allergy and Clinical Immunology 2016 Annual Meeting
Vienna, AT

20.06. -22.06. 2016

8. Fachtagung der Fachgruppe Mikrobielle Pathogenität
Bad Urach


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Nachrichten

Mäuse kooperieren, wenn es sich für sie lohnt

Hausmäuse ziehen ihre Jungen häufig in einem gemeinschaftlichen Nest auf. In einer Studie von Doktorandinnen (Manuela Ferrari et al.) am Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften der Universität Zürich konnte jetzt gezeigt werden, dass die Weibchen eher zur Kooperation bereit sind, wenn sich die Wurfgrößen gleichen, sodass der Aufwand für alle gleich groß ist. Die Weibchen können nämlich im Gemeinschaftsnest nicht mehr zwischen eigenen und fremden Jungen unterscheiden und säugen somit alle Jungtiere. Mit Hilfe eines natürlich vorkommenden Genelements gab es in einer Gruppe immer ein Weibchen, das eine verringerte Wurfgröße aufwies. In der Kontrollgruppe waren die Wurfgrößen in etwa gleich. Es zeigte sich, dass es in der experimentellen Gruppe deutlich weniger Gemeinschaftsnester gab als in der Kontrollgruppe. Somit beugen die Tiere der Ausnutzung durch andere Weichen vor. Bild: Wurf einer Hausmaus, UZH.

more_grey DOI: 10.1098/rspb.2016.0068


Gene für Wohlbefinden, Depression und Neurotizismus entdeckt

Ein internationales Konsortium von 178 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen hat anonymisierte genetische Daten von 298.420 Menschen untersucht und Gene entdeckt, die mit Lebenszufriedenheit und Glücklichsein in Verbindung stehen. „Psychologisches Wohlbefinden wird größtenteils durch die Umwelt, aber auch durch genetische Faktoren beeinflusst. Welche das sind, war bis jetzt nahezu unbekannt (Gert G. Wagner, DIW Berlin und Max-Planck-Institut für Bildungsforschung). In der Studie wurden drei genetische Varianten identifiziert, die mit subjektivem Wohlbefinden im Zusammenhang stehen; außerdem elf genetische Varianten für Neurotizismus und zwei für Depressionen. Die zugrunde liegenden biochemischen Mechanismen sind noch weitestgehend ungeklärt sind, aber die identifizierten Genorte scheinen die Regulation der Genexpression des Gehirns zu beeinflussen (Lars Bertram, Universität zu Lübeck und Imperial College London). Nach Meinung von Dr. Philipp Köllinger (Universitäten Amsterdam und Rotterdam und Research Fellow des DIW Berlin), einem der Studienleiter und Hauptautoren, können die Ergebnisse helfen, biologische Einflussfaktoren auf die seelische Gesundheit besser zu verstehen, auch wenn die identifizierten Gene nur einen Bruchteil der Unterschiede im Wohlbefinden der Bevölkerung erklären.

more_grey DOI: 10.1038/ng.3552

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Aktuell: PCR/qPCR

Aktuell: PCR/qPCR

Die Polymerase Chain Reaction, kurz PCR, ermöglicht den hochspezifischen Nachweis von winzigsten Mengen an DNA. Damit hat diese Methode seit ihrer Etablierung in den 1980er Jahren sowohl die Molekularbiologie als auch ihre Anwendungen in der medizinischen Diagnostik revolutioniert. Die Analyse von Verwandtschaft – nicht nur in Vaterschaftsfragen sondern auch zwischen Arten, oder das Erkennen von Erbkrankheiten oder Virusinfektionen stehen hier beispielhaft für zahlreiche spannende Fragestellungen. (Hintergrundbild: Eppendorf twin.tec® PCR Plates; mit freundlicher Genehmigung der Eppendorf AG, www.eppendorf.com).

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Marktübersicht

Aktuell: Microplate Reader

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2016.
In 2016 erscheinen 2 Übersichten: Microplate Reader (2/16) und Liquid Handler und Dispenser (6/16).
Zuletzt erschienen ist 2/16: Microplate Reader.

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