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Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie Gesellschaft für Genetik Deutsche Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Nachrichten

Zelluläre Müllbeutel

Die Arbeitsgruppe um Dr. Thomas Wollert vom Max-Plack-Institut für Biochemie in Martinsried hat einen molekularen Klebstoff gefunden, der bei der Autophagozytose, dem Prozess der Abfallverwertung in den Zellen, die Autophagosomen, diie sogenannten Müllbeutel, verklebt. Diese erkennen den Abfall, schließen ihn ein und leiten ihn weiter. Für die Herstellung dieser speziellen Müllbeutel sind zwei Eiweißkomponenten notwendig. Die Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, wie die beiden Komponenten an der Herstellung des Autophagosoms beteiligt sind. Krebszellen nutzen die Autophagozytose, um eine Chemotherapiebehandlung zu überleben. Heutige Krebsmedikamente verursachen die Schädigung der Krebszellen, damit sie sterben. Leider werden bei dieser Behandlung nicht nur Krebszellen, sondern auch gesunde Zellen von den Medikamenten geschädigt. Deshalb könnte ein den Wissenschaftlern bekannter Hemmstoff für die Autophagozytose der Krebszellen die Grundlage für eine neue Krebs-Therapie sein.
Bild: Copyright Thomas Wollert

more_grey DOI: 10.1038/NCOMMS10338

Termine

15.02. -18.02. 2016

4th Biotechnology World Congress
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

22.02. -24.02. 2016

Bioprocessing Days
Recklinghausen

23.02. -24.02. 2016

Cell Culture World Congress 2016
München


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Nachrichten

Sind Pflanzen lernfähig?

Dr. Michal Gruntman und Prof. Katja Tielbörger aus dem Institut für Evolution und Ökologie der Universität Tübingen haben sich erfolgreich für das Förderprogramm „Experiment!“ der VolkswagenStiftung beworben. Die Wissenschaftler erhalten 100.000 Euro für ihr Projekt „Pawlow’sche Pflanzen“, in dem sie untersuchen, ob Pflanzen auf bestimmte Verhaltensweisen konditioniert werden können, obwohl sie kein Gehirn haben. Die Idee dahinter ist, dass sich Tiere und Pflanzen nicht grundlegend unterscheiden. Grundlage für ihre Experimente ist der Pawlowsche Hund, der sich mit einem „falschen“ Signal (Glockenton) zum Speichlfluß anregen lässt, nachdem er zuvor durch Koppelung des falschen mit dem richtigen Signal (Futter) darauf konditioniert worden ist. Es wird vor allem bei der Fleischfressenden Venusfliegenfalle und der Mimose untersucht, ob sich schnelle Blattbewegungen durch Reize auslösen lassen, die nichts mit Futter zu tun haben. Ein Scheitern der innovativen Vorhaben bei Experiment!“ ist ausdrücklich erlaubt.
Foto: Copyright Alexandra Kehl/Universität Tübingen

more_grey www.uni-tuebingen.de/aktuelles


Größe ist nicht alles

Wissenschaftler des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums in Frankfurt haben gemeinsam mit einem internationalen Team verschiedene Anpassungsstrategien von Säugetieren und Vögeln an Temperaturänderungen untersucht. Dabei konnten sie die seit gut 60 Jahren geltende Annahme widerlegen, dass vor allem die Größe der Tiere für die Anpassung ausschlaggebend sei. Als weiterer Faktor konnte die thermische Leitfähigkeit identifiziert werden. Diese kann beispielsweise durch große Ohren, lange Beine oder einem dichten Pelz beeinflusst werden. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Trevor Fristoe von der University of New Mexico hat hierfür 211 Vogel- und 178 Säugetierarten untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass sich die Tiere sowohl durch die Anpassung ihres Stoffwechsels als auch der thermischen Leitfähigkeit auf die unterschiedlich temperierten Lebensräume einstellen konnten. Mit diesen Erkenntnissen könnte man die Auswirkungen des Klimawandels auf die Anpassungsmöglichkeiten von Tieren nachvollziehen

more_grey DOI: 10.1073/pnas.1521662112

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Aktuell: Molekulare Diagnostik

Aktuell: Molekulare Diagnostik

In der Molekularen Diagnostik können Krankheiten durch den direkten Nachweis der DNA oder RNA des Erregers diagnostiziert werden. Auch Prädispositionen für eine Krankheit, die mit der Veränderung von DNA, RNA oder Proteinen assoziiert sind, können nachgewiesen werden. Durch molekularbiologische Nachweiseverfahren werden bereits geringe Proteinmengen oder infrage kommende DNA-Abschnitte identifiziert und analysiert. Die Molekulare Diagnostik ermöglicht so eine frühe und spezifische Diagnostik und individuelle Therapie. Die folgenden Beiträge zeigen, welche neuen Entwicklungen in Life Science und Medizin zur Verbesserung der Molekularen Diagnostik beitragen.
Hintergrundbild: Copyright © www.luisenhospital.de. Alle Rechte vorbehalten.

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HbA 1c-Analyse zur Risikoabschätzung von Diabetes

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Marktübersicht

Aktuell: Durchflusszytometer

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2015.
In 2015 sind 2 Übersichten erschienen: Pipetten (2/15) und Durchflusszytometer (7/15)
Zuletzt erschienen ist 7/15: Durchflusszytomer.

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