Proteinanalytik

Die Struktur von Proteinen sowie ihre posttranslationalen Modifikationen können sowohl mit (bio)chemischen als auch mit physikalischen Methoden untersucht werden. Röntgenkristallanalyse, Kernspinresonanz (NMR) und hochauflösende Elektronenmikroskopie ermöglichen die Aufklärung der räumlichen Proteinstruktur. Die Untersuchung von Proteinlokalisation, Protein-Protein-Interaktionen sowie der Zusammensetzung und Dynamik von Proteinkomplexen gibt neue Einblicke in zelluläre Prozesse in vivo und ermöglicht innovative Ansätze für Diagnostik und Therapie.
Die Cell Squeezing-Methode von Ralph Wieneke ermöglicht eine multiplexe Proteinmarkierung im Hochdurchsatz für eine hochauflösende Lebendzellmikroskopie. Das einfache und robuste Verfahren erlaubt das Einschleusen verschiedener Marker auch in komplexere Zellsysteme wie Immunzellen oder embryonale Stammzellen. Fatih Demir, Andreas Perrar und Pitter Huesgen fahnden im Proteom nach regulatorischen Protease-Netzwerken. Diese orchestrieren diverse essenzielle biologische Prozesse, sodass die Ergebnisse neue Ansätze für die Diagnose und Therapie von komplexen Krankheiten eröffnen. Stefanie Egetemaier und Julien Béthune untersuchen dynamische zelluläre Proteinkomplexe. Ihre Methodik ermöglicht eine räumliche und zeitliche Auflösung, mit der Partner auch bei sehr kurzlebigen Protein- Protein-Interaktionen zugeordnet werden können.

Das maßgeschneiderte Proteom: Proteinmodifikation durch Proteolyse Herstellernachweis Proteomik-Analyse von dynamischen Proteinkomplexen Selektive Proteinmarkierung mit Nanometerpräzision in lebenden Zellen

Termine

  • 19.02.2020 - 21.02.2020

    32. Irseer Naturstofftage
    Kloster Irsee

  • 21.02.2020

    Workshop der GfG: Auf dem Weg zur Professur
    Berlin

  • 24.02.2020 - 26.02.2020

    4th Annual Meeting in Conservation Genetics – From Genomes to Application
    Frankfurt

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Aktuell: Stammzellfoschung

Humane embryonale Stammzellen (hES-Zellen) sind für die biowissenschaftliche Forschung und Medizin sehr interessant, da sie sich in spe zialisierte Zellen weiterentwickeln und in einer Zellersatztherapie z. B. bei Krebspatienten eingesetzt werden können. hES-Zellen müssen jedoch aus Embryonen, die durch in vitro-Fertilisation entstanden sind, gewonnen werden. Deshalb ist die Herstellung von hES ethisch fragwürdig und in Europa unterliegt die wissenschaftliche Verwendung von hES strengen Kriterien. In der Forschung werden hauptsächlich adulte Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC), die aus Somazellen gewonnen wurden, verwendet. Die vielfältigen neuen Entwicklungen in der Stammzellforschung beinhalten z. B. die Erstellung von Organoiden oder Mini-Organe zur Einsatz in der medizinischen Forschung oder für Arzneimitteltests. Hintergrundbild: MAP2-positive Neurone. Siehe Abb. 1, Artikel von Ricarda Stock und Hansjürgen Volkmer auf Seite 46.

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Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2016 bis 2019. Zuletzt erschienen ist: Pipettierautomaten (06/19).

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