Gesichtserkennung

Wie wir uns Gesichter merken

Isabelle Bülthoff, Leiterin der Forschungsgruppe für Erkennen und Kategorisieren am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, hat mit ihrem Team untersucht, was wir uns an einem vertrauten Gesicht merken, um es wieder zu erkennen. Dazu wurden Gesichtsscans erstellt und diese zuerst schrittweise weiblicher und dann männlicher gemacht (bis hin zu 50 Prozent). In einer zweiten Reihe gaben die Forscher den Gesichtern schrittweise ein stärkeres asiatisches und umgekehrt ein deutlicheres kaukasischeres Aussehen. In einer dritten Versuchsreihe schließlich wurden die Gesichter von bekannten Personen mit Gesichtern von Unbekannten vermischt. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen das Gesicht einer Person anhand von bestimmten äußeren Merkmalen zuordnen, zum Beispiel anhand der Haut, der Form der Augen und Nase sowie daran, wie diese einzelnen Gesichtspartien zueinander stehen. Diese persönlichen Eigenheiten bezeichnet man als Idiosynkrasie. Menschen erinnern sich genauer an solche Idiosynkrasien eines Gesichts als an ein exakt geschlechtsspezifisches oder ethnisches Erscheinungsbild. Es reicht ja im normalen Leben aus zu wissen, dass es ein Mann oder eine Frau ist. wie männlich oder weiblich diese Person ist, ist eher unerheblich. Bild: Max Planck Institut für biologische Kybernetik.

DOI: org/10.1037/xlm0000784

Termine

  • 19.02.2020 - 21.02.2020

    32. Irseer Naturstofftage
    Kloster Irsee

  • 21.02.2020

    Workshop der GfG: Auf dem Weg zur Professur
    Berlin

  • 24.02.2020 - 26.02.2020

    4th Annual Meeting in Conservation Genetics – From Genomes to Application
    Frankfurt

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Humane embryonale Stammzellen (hES-Zellen) sind für die biowissenschaftliche Forschung und Medizin sehr interessant, da sie sich in spe zialisierte Zellen weiterentwickeln und in einer Zellersatztherapie z. B. bei Krebspatienten eingesetzt werden können. hES-Zellen müssen jedoch aus Embryonen, die durch in vitro-Fertilisation entstanden sind, gewonnen werden. Deshalb ist die Herstellung von hES ethisch fragwürdig und in Europa unterliegt die wissenschaftliche Verwendung von hES strengen Kriterien. In der Forschung werden hauptsächlich adulte Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC), die aus Somazellen gewonnen wurden, verwendet. Die vielfältigen neuen Entwicklungen in der Stammzellforschung beinhalten z. B. die Erstellung von Organoiden oder Mini-Organe zur Einsatz in der medizinischen Forschung oder für Arzneimitteltests. Hintergrundbild: MAP2-positive Neurone. Siehe Abb. 1, Artikel von Ricarda Stock und Hansjürgen Volkmer auf Seite 46.

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