Special: Antikörpertechnologie

Aufgrund ihrer hochspezifischen Bindungsfähigkeit sind Antikörper ein bedeutender Forschungsgegenstand in den Biowissenschaften. Als Meilenstein der Antikörperforschung gilt die Entwicklung der Hybridomtechnologie im Jahr 1975 durch Georges Köhler und César Milstein, die dafür 1984 mit dem Nobelpreis für Medizin gewürdigt wurden. Hierdurch konnten monoklonale Antikörper erstmals in großen Mengen und nahezu uneingeschränkter Spezifität hergestellt werden. Zahlreiche experimentelle Nachweismethoden – u. a. die Immunfluoreszenz, der Western Blot und der Enzymelinked Immunosorbent Assay (ELISA) – wurden damit realisierbar. Die Herstellung bi- und multispezifischer Antikörper hat in den vergangenen Jahren insbesondere die therapeutische Nutzung von Antikörpern, z. B. mittels dualem Targeting, revolutioniert. Aktuelle Forschungsarbeiten nutzen zudem die vorteilhaften Eigenschaften von Einzeldomänen-Antikörperfragmenten (Nanobodies), um das Anwendungspotenzial von Antikörpertechnologien weiter auszubauen. Heiko Dinter, Arghavan S. Zadeh und Katharina Schindowski Zimmermann beschreiben, wie spezifische Antikörper zeit- und kostengünstig durch die Verwendung von Phagen-Displays selektiert werden können. Benedikt Jedlitzke, Zahide Yilmaz und Henning D. Mootz präsentieren ihr Konzept zur lichtgesteuerten Aktivierung von Nanobodies. Oliver Seifert und Roland E. Kontermann erläuterten die von ihnen entwickelte Diabody-Ig-Technologie zur Herstellung von multivalenten und multispezifischen Antikörper-ähnlichen Molekülen.

In vitro-Generation von Antikörpern mittels Phagen-Display Photobodies: lichtaktivierbare Einzeldomänen-Antikörper Db-Igs – eine Plattform zur Herstellung multispezifscher Antikörper Herstellernachweis

Termine

  • 20.01.2021 - 21.01.2021

    86. Interantionale Grüne Woche Berlin
    Messe wird virtuell durchgeführt

  • 26.01.2021 - 28.01.2021

    Advances in Chemical Biology
    Konferenz wird virtuell durchgeführt

  • 29.01.2021 - 30.01.2021

    9. Norddeutsche Hormon- und Stoffwechseltage
    Konferenz wird virtuell durchgeführt

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Special

Aktuell: High Content Cell Imaging

Während in der klassischen Mikroskopie die Zellen fixiert werden müssen, was Zerstörungen und Artefakte mit sich bringt, können mit Fluoreszenz-basierten Mikroskopiemethoden, z. B. der laser scanning-Mikroskopie, lebende Zellen viel realistischer beobachtet werden. Dabei wird der Erkenntnisgewinn enorm erweitert, da nicht nur eine exakte Lokalisation von spezifischen Proteinen oder Nukleinsäuren in der Zelle bestimmt werden kann, sondern auch deren Bewegungen und Interaktionen in einer intakten, lebenden Zelle. Durch die resolution Evolution, bei der die Auflösungsgrenze drastisch nach unten verschoben wurde, z. B. mit der stochastic optical reconstruction microscopy (dSTORM), können sogar einzelne Moleküle in lebenden Zellen erfasst werden. Jan Schlegel und Markus Sauer zeigen in ihrem Beitrag, wie man mit der 3D-Gitter-Lichtblatt-dStorm-Technologie die Verteilung des Adhäsionsrezeptors CD56 in der Plasmamembran visualisieren kann. Anne Schlaitz wendet die konfokale laser scanning-Methode an, um in lebenden Zellen die Dynamik des ERs während der Mitose zu erforschen. Tobias Becker und Pavel Kielkowski stellen in ihrem Artikel eine Pronukleotid-Sonde für das in situ fluorescence Imaging zur Identifizierung und Beobachtung von AMPylierten Proteinen vor. Hintergrundbild: Sich teilende HeLa-Zellen unter dem Lichtmikroskop. Chromosomen im Zellnukleus (lila), Mikrotubuli im Zellskelett (Tubulin, grün) und Aktin (rot) sind erkennbar. Bild: Kevin Mackenzie, University of Aberdeen, Wellcome Collection, https://wellcomecollection.org/works/vjq5c26rCC unter der Lizenz BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0.

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Weitere Informationen unter: www.himedialabs.com

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Marktübersicht

Aktuell: Mikrotiterplatten

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2016 bis 2020. Zuletzt erschienen ist: Mikrotiterplatten(07/20).

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