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Grundprinzipen des Denkens

15.11.2018 | Wie funktioniert das menschliche Denken? Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und des Kavli-Instituts für Systemische Neurowissenschaften in Trondheim, Norwegen, haben die bislang vorhandenen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammengesetzt und schlagen einen neuen Ansatz vor: Unser Denken funktioniert über das Navigationssystem unseres Gehirns. Wenn wir uns in unserer Umgebung orientieren, geschieht das vor allem durch die Arbeit zweier Zelltypen in unserem Gehirn. Die Ortszellen im Hippocampus und die Rasterzellen in einem benachbarten Hirnareal, dem entorhinalen Kortex. Gemeinsam bilden sie einen Schaltkreis im Gehirn zur räumlichen Orientierung. Die Annahme ist nun, dass das Gehirn alle Informationen, die es aus der Umgebung aufnimmt, in sogenannten kognitiven Räumen (innere Karten, in denen wir mental die komplexe Realität vereinfacht anordnen) speichert. Das betrifft nicht nur rein geographische Daten, sondern vor allem auch solche über Zusammenhänge zwischen Objekten und Erfahrungen. Jedes Objekt, egal ob Personen oder Gegenstände, trägt verschiedene Eigenschaften, die sich entlang von Skalen einordnen lassen. Unsere Gedankengänge würden demnach wie Pfade durch einen Raum und entlang von geistigen Achsen verarbeitet.

more_grey DOI: dx.doi.org/10.1126/science.aat6766


Sind wir immun gegen die Genschere CRISPR-Cas9?

02.11.2018 | CRISPR-Cas9 ist eine neue, molekularbiologische Methode, die es ermöglicht, Erbgut gezielt zu verändern und somit in der Gentherapie große Hoffnungen weckt, Erbkrankheiten auf molekularbiologischer Ebene behandeln zu können. Eingriffe können in der DNA von Pflanzen, Tieren oder Menschen vorgenommen werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben jetzt Reaktionen des menschlichen Immunsystems auf CRISPR-Cas9 untersucht. Sie haben festgesellt, dass bei Menschen eine breite Immunität gegen das Protein Cas9 besteht. Um sicherzustellen, dass Zellen bedenkenlos angewendet werden können, wurde in Zusammenarbeit mit dem Berlin Center for Advanced Therapies (BeCAT) der Charité unter Leitung von Dr. Michael Schmück-Henneresse ein Test entwickelt. Damit kann zuverlässig nachgewiesen werden, dass das Risiko einer Immunreaktion gering ist. Erste klinische Versuche zeigen positive Ergebnisse.

more_grey DOI:10.1038/s41591-018-0204-6


Egoistisches Gen macht Mäuse zu Migranten

23.10.2018 | Normalerweise sorgt die Kooperation von Genen dafür, dass ein Organismus wachsen und gedeihen kann. Doch es gibt auch andere Ziele: Diese Gene wollen sich selbst weiterverbreiten und verdrängen hierfür andere. Ein solches egoistisches Supergen ist der sogenannte t-Haplotyp – ein Komplex aus mehreren gemeinsam vererbten Genen, der natürlicherweise in Hausmäusen vorkommt. Dieses Supergen verschafft sich gegenüber anderen Genen einen unfairen Vorteil bei der Vererbung: Eigentlich hat jedes Gen eine 50-Prozent-Chance vererbt zu werden. Doch Spermien, die das Supergen tragen, vergiften konkurrierende Spermien desselben Tieres und erhöhen ihre Befruchtungschance dadurch auf 90 Prozent wie durch eine Studie am Institut für Evolutionsbiologie an der Universität Zürich entdeckt wurde. Die Träger dieses Supergens wanderten mit 50% Wahrscheinlichkeit öfter aus als andere Tiere. Eine solche Migration verbreitet das Vorkommen des Supergens und sichert auch seinen Erhalt. Allerdings löscht es sich auch selbst aus, wenn es zu einer Überpopulation kommt, da z. B. Individuen, die zwei Kopien des Supergens erhalten, nicht mehr lebensfähig sind. Man könnte diese Ergebnisse zur Kontrolle von invasiven Hausmäusen verwenden. Bild: PixabayCC0.

more_grey DOI:10.1098/rspb.2018.1333


jobvector career day

22.10.2018 | Am 16. 11. 2018 findet der jobvector career day wieder in Düsseldorf statt. Die internationale Karrieremesse für IT, Ingenieurwesen, Naturwissenschaft & Medizin wird in Kooperation mit der Naturejobs Career Expo ausgerichtet. BerufseinsteigerInnen, AbsolventInnen, Studierende aber auch Fach- und Führungskräfte erhalten die Möglichkeit, mit nationalen und internationalen Top-Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Vorträge zu Karriereperspektiven und Einstiegschancen sowie persönliche Gespräche mit Unternehmensvertretern eröffnen neue Jobchancen. Neben börsennotierten Konzernen sind auch zahlreiche mittelständische Unternehmen und Behörden vertreten. Auf Wunsch können Bewerbungsfotos von einem professionellen Fotografen erstellt werden und alle BewerberInnen erhalten eine Ausgabe des Karriereratgebers Karrieretrends. Durch einen fachspezifischen Bewerbungsmappencheck werden die BewerberInnen mit Rücksicht auf Ihren fachlichen Hintergrund auf zukünftige Bewerbungen vorbereitet. Mitgebrachte Lebensläufe werden dabei von Experten analysiert und optimiert. Highlight ist das Bewerbungsgespräch LIVE, bei dem ein echtes Vorstellungsgespräch zwischen einem Bewerber und einer erfahrenen Personalerin eines Großunternehmens geführt und anschließend durch Personalexperten analysiert wird.

more_grey www.jobvector.de/careerday


Artenreiche Wälder speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie Monokulturen

08.10.2018 | Im Jahr 2009 startete mit BEF-China ein einmaliges Waldexperiment. Dabei wurden Baummischungen mit verschiedener Anzahl an Arten angepflanzt – von der Monokultur bis zum artenreichen Wald mit 16 verschiedenen Baumarten. Nach acht Jahren speicherte ein solcher Wald in seiner oberirdischen Biomasse durchschnittlich 32 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar. Eine durchschnittliche Monokultur brachte es dagegen nur auf 12 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar, also nicht einmal die Hälfte. Die Studie wurde unter Federführung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Chinese Academy of Sciences betrieben. Mit einer Mischung aus einheimischen Baumarten ist es möglich, eine höhere Produktivität zu erreichen, womit sich auch das Klima besser schützen lässt lautet eine der Schlussfogerungen aus dem Experiment. Artenreiche Wälder sind auch weniger empfindlich gegenüber Krankheiten oder extremen Wettereignissen, die durch den Klimawandel immer häufiger werden. Und sie sind ein Beitrag zum Erhalt der weltweit bedrohten biologischen Vielfalt. Zudem mache es sich auch wirtschaftlich bezahlt, bei Aufforstungen Mischkulturen zu verwenden, so die Studienautoren. Bild: Helge Bruelheide, MLU.

more_grey DOI: 10.1126/science.aat6405

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Aktuell: PCR & qPCR

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Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist nicht nur in molekularbiologischen Forschungslaboren weit verbreitet. Auch in der Forensik, in der medizinischen Diagnostik, bei Vaterschaftstest oder auch in der Populationsgenetik kommt sie zum Einsatz. Die PCR ist hochsensitiv und benötigt nur eine minimale Menge der Ausgangsprobe für eine qualitative oder auch für eine quantitative Analyse (qPCR) von DNA und indirekt auch RNA (RT-PCR).) (Hintergrundbild: © dra_schwartz/iStock; Ausschnitt).

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Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2018. In 2018 sind zwei Marktübersichten erschienen: Durchflusszytometer (03/18) sowie zuletzt Microplate Reader (06/18).

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