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jobvector career day in Berlin

03.09.2019 | Am 25. September 2019 richtet jobvector den 46. jobvector career day in Berlin aus. Die Karrieremesse für Ingenieure, Informatiker, Mediziner & Naturwissenschaftler bringt Berufseinsteiger, Professionals und Unternehmen zusammen. Auf dem jobvector career day sind zahlreiche internationale Konzerne, Behörden sowie mittelständische Unternehmen vertreten. BewerberInnen erhalten die Möglichkeit, die Arbeitgeber sowohl in Firmenvorträgen und Workshops als auch in persönlichen Gesprächen kennenzulernen. Auf der Karrieremesse bietet jobvector den BewerberInnen zusätzlich viele kostenfreie Services an. Dazu zählen Bewerbungsfotos, erstellt durch einen professionellen Fotografen, sowie ein fachspezifischer Bewerbungsmappencheck. Der Höhepunkt des jobvector career day ist das Bewerbungsgespräch LIVE, ein live auf der Bühne geführtes Interview zwischen einem Personaler und einem Bewerber. Das Gespräch wird im Anschluss professionell analysiert.

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Die Inselrinde

28.08.2019 | Inmitten der Großhirnrinde liegt die Inselrinde. Hier treffen akute Sinneseindrücke, körperliche Zustände, Gefühle und Emotionen zusammen. Wie die Inselrinde diese Informationen verarbeitet und welchen Einfluss sie auf das Verhalten bei Mäusen hat, untersuchten Nadine Gogolla und ihr Team am Max-Planck-Institut für Neurobiologie. Die Nervenzellen der hinteren Inselrinde reagieren auf eine Vielzahl von Sinneseindrücken, Emotionen und Körperzuständen. Die hier verarbeiteten Informationen haben alle eine negative Auswirkung oder Signalwirkung auf das Tier. Interessanterweise können einzelne Nervenzellen dabei auf so unterschiedliche negative Reize wie Bitter, Furcht, Schmerz, Durst und körperliches Unwohlsein reagieren. Sobald die Zellen solch einen negativen Zustand erkennen, leiten sie die Informationen über zwei unterschiedliche Nervenbahnen zum Mandelkern oder dem Nucleus accumbens weiter und beeinflussen so das Verhalten. Die Aktivierung der Nervenbahn von der Inselrinde zum Mandelkern bewirkt vor allem Verhaltensanpassungen an Angst. Das Aktivieren der Nervenbahn zum Nucleus accumbens hatte dagegen den gleichen Effekt wie eine Krankheit: Die Mäuse hörten auf zu fressen. Interessanterweise konnten die Tiere trotz Übelkeit etwas fressen, wenn diese Nervenbahn inaktiviert wurde. Die so gezeigten mechanistischen Zusammenhänge in der Maus sind ein wichtiger Schritt um Angsterkrankungen, Depressionen und Essstörungen wirklich zu verstehen und eventuell einzudämmen, hoffen die Forscher.

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Früher Schritt der zellulären Störung bei Alzheimer

15.08.2019 | In Gehirnen von Alzheimer-Patienten, die schon Symptome zeigen, finden sich große Verklumpungen des Proteins beta-Amyloid, die sogenannten Plaques. Prof. Arthur Konnerth und sein Team der Technischen Universität München (TUM) setzten weiter vorne an: an den überaktiven Nervenzellen, die ständig falsche Signale weitergeben und somit die Signalverarbeitung durcheinanderbringen. Die Forscher fanden heraus, dass bei den überaktiven Nervenzellen Glutamat zu lange in sehr hohen Konzentrationen im synaptischen Spalt verbleibt. Der Botenstoff (Neurotransmitter) Glutamat, der Nervenzellen aktiviert, wird in den synaptischen Spalt abgegeben und müsste von dort danach schnell wieder abtransportiert werden. Eine frühe lösliche Form der beta-Amyloid-Moleküle (Zweierkonstrukte = Dimere) blockiert allerdings die Nervenzellmembranen für den Transport von Glutamat und stört somit den Hirnstoffwechsel. Aus den Dimeren bilden sich später lange Ketten, die Plaques. Die Forscher hoffen mit diesem Wissen Therapiestrategien zu entwickeln, die früh im Krankheitsverlauf ansetzen. © Andreas Heddergott / TUM.

more_grey DOI: 10.1126/science.aay0198


Geplatzte Hoffnung

07.08.2019 | Unsere Gewässer sind mit Mikroplastik verschmutzt. All diese kleinen Plastikteilchen landen irgendwann im Ozean, mit zur Zeit noch nicht absehbaren Folgen für die marine Umwelt. Da die Mini-Partikel im Meer aber auch von Bakterien besiedelt werden, stellte sich recht früh die Frage, ob sich spezifische Bakterien auf Mikroplastik anreichern könnten. Vielleicht wären solche Spezialisten sogar in der Lage, irgendwann das unverwüstliche Material abzubauen. Die Mikrobiologen Sonja Oberbeckmann und Matthias Labrenz (IOW-Sektion Biologische Meereskunde, Warnemünde) beschäftigen sich bereits seit einigen Jahren mit dieser Frage und haben nun, neben ihren eigenen, die weltweit zu diesem Thema erschienenen Ergebnisse aus mehreren hundert Studien zusammengefasst und neu ausgewertet. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Wechselwirkungen zwischen Bakterien und Mikroplastik-Partikeln in marinen Lebensräumen äußerst begrenzt sind. Bakterien besiedeln zwar diese Partikel, sie bauen sie aber nicht ab, da der Energieaufwand für sie viel zu hoch wäre. Mehr noch: Auch in Zukunft werden sie keinen Plastik-Abbaumechanismus entwickeln. Gute Nachrichten erbrachte die umfangreiche Übersichtsstudie aber auch: Unter ihnen sind zwar auch einige schädliche Bakterien, aber nicht mehr als auf anderen Partikeln wie z. B. Holz. In dieser Hinsicht stellt Mikroplastik also kein erhöhtes Risiko dar.

more_grey DOI: 10.1146/annurev-marine-010419-010633


Stammzellen im Hungerzustand

29.07.2019 | Planarien können aus einem Teilstück ihres Körpers den gesamten Organismus regenerieren. Diese erstaunliche Fähigkeit ist auf einen somatischen Stammzellpool zurückzuführen. Zudem haben Planarien einzigartige Überlebensstrategien für Hungerphasen entwickelt. Ein Forscherteam um Dr. Cristina González-Estévez vom Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena - und dem Spanish National Center for Cardiovascular Research in Madrid, Spanien, hat den Stammzellpool in Planarien im Hungerzustand genauer untersucht. Ein besonderes Augenmerk legten die Forscher hierbei auf die Telomerlänge der Stammzellen. Die Ergebnisse zeigen, dass im Hungerzustand der mTOR-Signalweg blockiert ist und somit der Anteil von Stammzellen mit längeren Telomeren ansteigt. Ist mTOR wiederum hochreguliert, hebt sich der Effekt des Hungerzustands auf die Telomerlänge von Stammzellen wieder auf. Dies weist auf einen verjüngenden Einfluss von Hungerphasen auf die Stammzellen in Planarien hin.
Bild: © FLI/Magdalena Voll

more_grey DOI: 10.1016/j.stemcr.2019.06.005

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Aktuell: Chromatogrphie

Aktuell: Chromatogrphie

Die Chromatographie ist ein Trennverfahren, das die Verteilung der Komponenten eines Stoffgemischs aufgrund ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften in einer stationären und einer mobilen Phase erlaubt. Bei der Flüssigchromatographie erfolgt die Trennung eines flüssigen Gemischs (mobile Phase) auf Silikagelen, Polymeren oder entsprechend bestückten Chromatographiesäulen (stationäre Phase). Bei der Gaschromatographie ist die mobile Phase gasförmig und die stationäre Phase eine Trägersäule, die meist mit flüssigen/niedrig viskosen Polyorganosiloxanen beschichtet ist. In den Biowissenschaften sind hochentwickelten Verfahren wie die U/HPLC (Ultra/High Performance Liquid Chromatography) oder Kombinationen von chromatographischen Methoden mit Massenspektrometrie bei der Aufreinigung von Proteinen, Natur- und Wirkstoffen von großer Bedeutung. Hintergrundbild: Mit diesen Chromatographiesäulen haben Wissenschaftler um Dr. E. Tuddenham vom The Royal Free Hospital, London, Anfang der 1980er Jahre das antihämophile Globulin A, ein rekombinanter Blutgerinnungsfaktor, isoliert. Bild: Chromatography columns, United Kingdom and Sweden,1975–1985. Credit: Science Museum, London. CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0

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