Heliobacter pylori

Immunität gegen Magenkeim dank Mutation

Der Magenkeim Helicobacter pylori ist das einzige von der Weltgesundheitsorganisation anerkannte Bakterium, das eine Krebserkrankung auslösen kann. Der Frage, weshalb manche Menschen immun gegen diesen Erreger sind, haben sich jetzt Forscher um Prof. Dr. Julia Mayerle (Greifswald) mit Kollegen aus Rotterdam (Niederlande) gewidmet. In einer genomweiten Analyse konnte das Gen identifiziert werden, das dafür entscheidend ist, ob H. pylori im Magen an die Schleimhaut binden kann. Probanden, die nicht mit dem Bakterium infiziert sind, tragen häufiger eine genetische Veränderung im TLR1-Gen (Toll like Receptor 1), das eine wesentliche Rolle für die angeborene Immunität spielt. Ein Aminosäureaustausch in der extrazellulären Domäne von TLR1 führt zu einer geringeren Bindungskapazität für triacetylierte Lipopeptide, einem Bestandteil der Bakterienmembran von H. pylori. Diese bahnbrechenden Ergebnisse werden für die Entwicklung von Impfstrategien gegen H. pylori von großer Bedeutung sein.

DOI: 10.1001/jama.2013.4350

Termine

  • 19.02.2020 - 21.02.2020

    32. Irseer Naturstofftage
    Kloster Irsee

  • 21.02.2020

    Workshop der GfG: Auf dem Weg zur Professur
    Berlin

  • 24.02.2020 - 26.02.2020

    4th Annual Meeting in Conservation Genetics – From Genomes to Application
    Frankfurt

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Humane embryonale Stammzellen (hES-Zellen) sind für die biowissenschaftliche Forschung und Medizin sehr interessant, da sie sich in spe zialisierte Zellen weiterentwickeln und in einer Zellersatztherapie z. B. bei Krebspatienten eingesetzt werden können. hES-Zellen müssen jedoch aus Embryonen, die durch in vitro-Fertilisation entstanden sind, gewonnen werden. Deshalb ist die Herstellung von hES ethisch fragwürdig und in Europa unterliegt die wissenschaftliche Verwendung von hES strengen Kriterien. In der Forschung werden hauptsächlich adulte Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC), die aus Somazellen gewonnen wurden, verwendet. Die vielfältigen neuen Entwicklungen in der Stammzellforschung beinhalten z. B. die Erstellung von Organoiden oder Mini-Organe zur Einsatz in der medizinischen Forschung oder für Arzneimitteltests. Hintergrundbild: MAP2-positive Neurone. Siehe Abb. 1, Artikel von Ricarda Stock und Hansjürgen Volkmer auf Seite 46.

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