© MPI für Neurobiologie / Purayil & Kadow

Hunger stärkt die Risikofreude

Hunger kann sich nicht nur auf die Stimmung, sondern auch auf unsere Risikobereitschaft auswirken. Dr. Ilona Kadow und Lasse Bräcker (Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Martinsried bei München) haben nun mit ihren Kollegen in der Fruchtfliege Drosophila gezeigt, dass Hunger nicht nur das Verhalten, sondern auch die Verarbeitungswege im Gehirn verändert. Als die Wissenschaftler im Gehirn der Fliegen Pilzkörperneurone vorübergehend inaktivierten, zeigten hungrige Fliegen keinerlei Reaktion mehr auf Kohlendioxid. Satte Fliegen vermieden Kohlendioxid hingegen unverändert. Zum anderen entdeckten sie, dass Projektionsneurone, welche die Kohlendioxid-Information zum Pilzkörper bringen, entscheidend sind, um in hungrigen, nicht aber in satten Tieren, eine Fluchtreaktion auszulösen. Die Ergebnisse zeigen, dass das angeborene Fluchtverhalten auf Kohlendioxid in Fruchtfliegen je nach ihrem Sättigungszustand von zwei parallelen neuronalen Schaltkreisen gesteuert wird.

DOI: 10.1016/j.cub.2013.05.029

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  • 19.08.2020 - 20.08.2020

    12th International Conference on Microbiology, Antibiotics and Public Health
    Konferenz wird virtuell durchgeführt

  • 26.08.2020 - 27.08.2020

    Young Microbiologists Symposium
    Virtuelles Symposium

  • 26.08.2020

    LAB-SUPPLY Main
    Frankfurt

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Die Zelle ist die kleinste Organisationseinheit des Lebens. Dieser Erkenntnis geht ein langwieriger Entwicklungsprozess voraus, der sich bis ins 17. Jahrhundert durch die erstmalige Beschreibung von Korkgewebe zurückverfolgen lässt. Spätestens seit der Formulierung der Zelltheorie durch Matthias Schleiden und Theodor Schwann in den Jahren 1838/39 hat sich die Zellbiologie als eigenständige Fachdisziplin etabliert. Eine wesentliche Voraussetzung für das Fortschreiten der Fachdisziplin ist die enge Verknüpfung an die Entwicklung innovativer zellanalytischer Methoden, allen voran der Mikroskopie. Ebenso zahlreich wie die Forschungsgebiete der Zellbiologie sind daher gegenwärtig die verwendeten Methoden der Zellanalytik, beispielsweise die Fluoreszenz- und Laser-Scanning-Mikroskopie, die Durchflusszytometrie oder das Echtzeit-Zell-Tracking. Abseits wichtiger Beiträge für die Grundlagenforschung finden sich zellbiologische Forschungsaktivitäten auch im biomedizinischen Kontext, z. B. bei der Kultivierung von Ersatzgewebe, wieder. Michael Heide und Wieland B. Huttner erläutern die genetischen Grundlagen und Mechanismen der Neocortex- Expansion während der Evolution des Menschen. Ulrich Blache und Martin Ehrbar stellen synthetische Hydrogele als neuartige 3D-Matrix für definierte Gewebemodelle zur Züchtung von künstlichen Ersatzgeweben vor. Johanna Chuchuy und Kollegen präsentieren das von ihnen entwickelte Retina-on-Chip-Modell, indem ein Retina-Organoid mit der Organ-on-a-chip-Technologie kombiniert wird. Hintergrundbild: Pankreas-Gewebe unter dem Rasterelektronenmikroskop, koloriert. © Science Photo Library / Image Source

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