© MPI für Neurobiologie / Purayil & Kadow

Hunger stärkt die Risikofreude

Hunger kann sich nicht nur auf die Stimmung, sondern auch auf unsere Risikobereitschaft auswirken. Dr. Ilona Kadow und Lasse Bräcker (Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Martinsried bei München) haben nun mit ihren Kollegen in der Fruchtfliege Drosophila gezeigt, dass Hunger nicht nur das Verhalten, sondern auch die Verarbeitungswege im Gehirn verändert. Als die Wissenschaftler im Gehirn der Fliegen Pilzkörperneurone vorübergehend inaktivierten, zeigten hungrige Fliegen keinerlei Reaktion mehr auf Kohlendioxid. Satte Fliegen vermieden Kohlendioxid hingegen unverändert. Zum anderen entdeckten sie, dass Projektionsneurone, welche die Kohlendioxid-Information zum Pilzkörper bringen, entscheidend sind, um in hungrigen, nicht aber in satten Tieren, eine Fluchtreaktion auszulösen. Die Ergebnisse zeigen, dass das angeborene Fluchtverhalten auf Kohlendioxid in Fruchtfliegen je nach ihrem Sättigungszustand von zwei parallelen neuronalen Schaltkreisen gesteuert wird.

DOI: 10.1016/j.cub.2013.05.029

Termine

  • 19.02.2020 - 21.02.2020

    32. Irseer Naturstofftage
    Kloster Irsee

  • 21.02.2020

    Workshop der GfG: Auf dem Weg zur Professur
    Berlin

  • 24.02.2020 - 26.02.2020

    4th Annual Meeting in Conservation Genetics – From Genomes to Application
    Frankfurt

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Humane embryonale Stammzellen (hES-Zellen) sind für die biowissenschaftliche Forschung und Medizin sehr interessant, da sie sich in spe zialisierte Zellen weiterentwickeln und in einer Zellersatztherapie z. B. bei Krebspatienten eingesetzt werden können. hES-Zellen müssen jedoch aus Embryonen, die durch in vitro-Fertilisation entstanden sind, gewonnen werden. Deshalb ist die Herstellung von hES ethisch fragwürdig und in Europa unterliegt die wissenschaftliche Verwendung von hES strengen Kriterien. In der Forschung werden hauptsächlich adulte Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC), die aus Somazellen gewonnen wurden, verwendet. Die vielfältigen neuen Entwicklungen in der Stammzellforschung beinhalten z. B. die Erstellung von Organoiden oder Mini-Organe zur Einsatz in der medizinischen Forschung oder für Arzneimitteltests. Hintergrundbild: MAP2-positive Neurone. Siehe Abb. 1, Artikel von Ricarda Stock und Hansjürgen Volkmer auf Seite 46.

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