© MPI für evolutionäre Anthropologie

Der Ursprung der Sprache

Bislang gingen Forscher davon aus, dass die Sprache vor 100.000 bis 50.000 Jahren als Folge einer einzelnen, plötzlich aufgetretenen genetischen Veränderung entstanden ist. Auf der Suche nach den Ursprüngen menschlicher Sprache sammelten Dr. Dan Dediu und Prof. Dr. Stephen C. Levinson (Max-Planck-Institut für Psycholinguistik, Nijmegen, Niederlande) nun archäologische, anatomische und genetische Indizien, die auf eine Entstehung der Sprache vor gar 1,8 Millionen bis einer Million Jahren hindeuten. Die Ergebnisse zeigen, dass der moderne Mensch sich im Laufe seiner Geschichte außerhalb Afrikas sowohl mit dem Neandertaler als auch mit dem Denisova-Menschen vermischt hat. Darüber hinaus deuten Gemeinsamkeiten bei der Fertigung von Werkzeugen oder Waffen deuten auch auf einen kulturellen Austausch hin, sodass die heutige Sprachenvielfalt womöglich zum Teil auch auf die Begegnungen mit anderen Menschenformen zurückgehen.

DOI: 10.3389/fpsyg.2013.00397

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  • 11.12.2020 - 15.12.2020

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  • 24.12.2020 - 25.12.2020

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Während in der klassischen Mikroskopie die Zellen fixiert werden müssen, was Zerstörungen und Artefakte mit sich bringt, können mit Fluoreszenz-basierten Mikroskopiemethoden, z. B. der laser scanning-Mikroskopie, lebende Zellen viel realistischer beobachtet werden. Dabei wird der Erkenntnisgewinn enorm erweitert, da nicht nur eine exakte Lokalisation von spezifischen Proteinen oder Nukleinsäuren in der Zelle bestimmt werden kann, sondern auch deren Bewegungen und Interaktionen in einer intakten, lebenden Zelle. Durch die resolution Evolution, bei der die Auflösungsgrenze drastisch nach unten verschoben wurde, z. B. mit der stochastic optical reconstruction microscopy (dSTORM), können sogar einzelne Moleküle in lebenden Zellen erfasst werden. Jan Schlegel und Markus Sauer zeigen in ihrem Beitrag, wie man mit der 3D-Gitter-Lichtblatt-dStorm-Technologie die Verteilung des Adhäsionsrezeptors CD56 in der Plasmamembran visualisieren kann. Anne Schlaitz wendet die konfokale laser scanning-Methode an, um in lebenden Zellen die Dynamik des ERs während der Mitose zu erforschen. Tobias Becker und Pavel Kielkowski stellen in ihrem Artikel eine Pronukleotid-Sonde für das in situ fluorescence Imaging zur Identifizierung und Beobachtung von AMPylierten Proteinen vor. Hintergrundbild: Sich teilende HeLa-Zellen unter dem Lichtmikroskop. Chromosomen im Zellnukleus (lila), Mikrotubuli im Zellskelett (Tubulin, grün) und Aktin (rot) sind erkennbar. Bild: Kevin Mackenzie, University of Aberdeen, Wellcome Collection, https://wellcomecollection.org/works/vjq5c26rCC unter der Lizenz BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0.

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