Salz und die Entstehung von Neurodermitis

Das Team um Prof. Christina Zielinski von der Technischen Universität München (TUM) konnte in Zellkulturen zeigen, dass Salz zur Entstehung von Th2-Zellen, einer Untergruppe von T-Zellen, führt. Laut Studie förderte Natriumchlorid die Expression von Interleukin-4 (IL-4) und IL-13 und unterdrückte zugleich die Expression von Interferon-γ (IFN-γ) in Gedächtnis-T-Zellen. Des Weiteren induzierte Natriumchlorid die Entwicklung von Th2-Zellen aus naiven T-Zell-Vorläufern. Diese Immunzellen sind Teil der Immunabwehr gegen Infektionen, können aber Fehlfunktionen entwickeln und dadurch fälschlicherweise gegen körpereigene Bestandteile vorgehen. Daher sind sie bei allergischen Erkrankungen wie Neurodermitis aktiv. Weitere Untersuchungen zeigten, dass der Natrium-Wert in Neurodermitis-betroffener Haut im Vergleich zu gesunder Haut tatsächlich bis zu 30-fach erhöht ist. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Natriumchlorid einen bisher vernachlässigten Faktor bei der Entstehung von Neurodermitis darstellt, der in der Lage ist, Zellen des Immunsystems zu beeinflussen.

DOI: 10.1126/scitranslmed.aau0683

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Humane embryonale Stammzellen (hES-Zellen) sind für die biowissenschaftliche Forschung und Medizin sehr interessant, da sie sich in spe zialisierte Zellen weiterentwickeln und in einer Zellersatztherapie z. B. bei Krebspatienten eingesetzt werden können. hES-Zellen müssen jedoch aus Embryonen, die durch in vitro-Fertilisation entstanden sind, gewonnen werden. Deshalb ist die Herstellung von hES ethisch fragwürdig und in Europa unterliegt die wissenschaftliche Verwendung von hES strengen Kriterien. In der Forschung werden hauptsächlich adulte Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC), die aus Somazellen gewonnen wurden, verwendet. Die vielfältigen neuen Entwicklungen in der Stammzellforschung beinhalten z. B. die Erstellung von Organoiden oder Mini-Organe zur Einsatz in der medizinischen Forschung oder für Arzneimitteltests. Hintergrundbild: MAP2-positive Neurone. Siehe Abb. 1, Artikel von Ricarda Stock und Hansjürgen Volkmer auf Seite 46.

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