Neuron

Alternde Hirnstammzellen versinken im Schlaf

Im Alter nimmt die Anzahl an Stammzellen im Gehirn von Mäusen dramatisch ab. Wissenschaftler um die Stammzellexpertin Ana Martin-Villalba im Deutschen Krebsforschungszentrum haben nun mit Kollegen von den Universitäten Heidelberg und Luxemburg herausgefunden, dass die verbleibenden Zellen sich vor dem völligen Verschwinden schützen, indem sie in Schlaf versinken. Der Schlaf wird durch Entzündungssignale aus der Umgebung der Stammzellen gefördert. Entzündungshemmende Wirkstoffe könnten daher ein Schlüssel sein, um die Stammzellen zu wecken und auch im Alter Reparaturprozesse im Gehirn anzuregen. Das Team fand heraus, dass offenbar Entzündungsbotenstoffe und Signale der wichtigen Wnt-Signalkette aus der direkten Umgebung der Stammzellen, der so genannten „Nische“, schlaffördernd wirken. Werden diese Signale durch Antikörper unterbunden, so steigt die Teilungsaktivität der neuralen Stammzellen wieder an und sie stellen sowohl mehr Nervenzellen für den Alltag als auch für Reparaturprozesse bereit. © Giovanni Cancemi / stock.adobe.com

DOI: 10.1016/j.cell.2019.01.040

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    virtuelles Symposium

  • 06.06.2020 - 09.06.2020

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