Honigbiene

Honigbienen in Gefahr

Die Westliche Honigbiene, Apis mellifera, ist der mit Abstand wichtigste von Menschen gehaltene Bestäuber weltweit. Es wird seit Längerem vermutet, dass ein Zusammenwirken verschiedener Stressfaktoren in den letzten Jahren zu den hohen Verlusten von Bienenvölkern geführt hat. Das Team um Dr. Lars Straub am Institut für Bienengesundheit der Universität Bern und Agroscope zeigte in Zusammenarbeit mit dem Forschungsnetzwerk COLOSS und den Universitäten von Auburn (USA) und Chiang Mai (Thailand) nun, dass ein bislang unbekannter Mechanismus diese Tendenz erklären kann. Zwei Stressfaktoren, die erheblichen Einfluss auf die Gesundheit von Honigbienen haben, sind erstens Insektizide und zweitens die nahezu überall vorkommende Milbe V. destructor. Diese Milbe stammt ursprünglich aus Asien, wo sie die Östliche Honigbiene, Apis cerana, befällt. Nach einem Wirtswechsel auf die Westliche Honigbiene wurde sie weltweit zu deren gefährlichster biotischer Bedrohung. Bislang existierten keine Daten, die ein Zusammenwirken des Milbenbefalls und der Insektizide aufzeigen konnten. In den untersuchten Honigbienen-Kolonien hatte die experimentelle Behandlung der Arbeiterinnen mit zwei ausgewählten Neonikotinoiden keinen Einfluss auf Gewicht und Langlebigkeit. Sobald allerdings ein Befall mit der Milbe Varroa destructor hinzukam, konnte ein schädliches synergistisches Zusammenwirken der beiden Stressfaktoren nachgewiesen werden.
Bild: © Geoffrey R. Williams

DOI: 10.1038/s41598-019-44207-1

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  • 03.06.2020 - 06.06.2020

    EMBO | EMBL Symposium: "Microtubules: From Atoms to Complex Systems"
    virtuelles Symposium

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    Berlin

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