Honigbiene

Honigbienen in Gefahr

Die Westliche Honigbiene, Apis mellifera, ist der mit Abstand wichtigste von Menschen gehaltene Bestäuber weltweit. Es wird seit Längerem vermutet, dass ein Zusammenwirken verschiedener Stressfaktoren in den letzten Jahren zu den hohen Verlusten von Bienenvölkern geführt hat. Das Team um Dr. Lars Straub am Institut für Bienengesundheit der Universität Bern und Agroscope zeigte in Zusammenarbeit mit dem Forschungsnetzwerk COLOSS und den Universitäten von Auburn (USA) und Chiang Mai (Thailand) nun, dass ein bislang unbekannter Mechanismus diese Tendenz erklären kann. Zwei Stressfaktoren, die erheblichen Einfluss auf die Gesundheit von Honigbienen haben, sind erstens Insektizide und zweitens die nahezu überall vorkommende Milbe V. destructor. Diese Milbe stammt ursprünglich aus Asien, wo sie die Östliche Honigbiene, Apis cerana, befällt. Nach einem Wirtswechsel auf die Westliche Honigbiene wurde sie weltweit zu deren gefährlichster biotischer Bedrohung. Bislang existierten keine Daten, die ein Zusammenwirken des Milbenbefalls und der Insektizide aufzeigen konnten. In den untersuchten Honigbienen-Kolonien hatte die experimentelle Behandlung der Arbeiterinnen mit zwei ausgewählten Neonikotinoiden keinen Einfluss auf Gewicht und Langlebigkeit. Sobald allerdings ein Befall mit der Milbe Varroa destructor hinzukam, konnte ein schädliches synergistisches Zusammenwirken der beiden Stressfaktoren nachgewiesen werden.
Bild: © Geoffrey R. Williams

DOI: 10.1038/s41598-019-44207-1

Termine

  • 19.02.2020 - 21.02.2020

    32. Irseer Naturstofftage
    Kloster Irsee

  • 21.02.2020

    Workshop der GfG: Auf dem Weg zur Professur
    Berlin

  • 24.02.2020 - 26.02.2020

    4th Annual Meeting in Conservation Genetics – From Genomes to Application
    Frankfurt

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Humane embryonale Stammzellen (hES-Zellen) sind für die biowissenschaftliche Forschung und Medizin sehr interessant, da sie sich in spe zialisierte Zellen weiterentwickeln und in einer Zellersatztherapie z. B. bei Krebspatienten eingesetzt werden können. hES-Zellen müssen jedoch aus Embryonen, die durch in vitro-Fertilisation entstanden sind, gewonnen werden. Deshalb ist die Herstellung von hES ethisch fragwürdig und in Europa unterliegt die wissenschaftliche Verwendung von hES strengen Kriterien. In der Forschung werden hauptsächlich adulte Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC), die aus Somazellen gewonnen wurden, verwendet. Die vielfältigen neuen Entwicklungen in der Stammzellforschung beinhalten z. B. die Erstellung von Organoiden oder Mini-Organe zur Einsatz in der medizinischen Forschung oder für Arzneimitteltests. Hintergrundbild: MAP2-positive Neurone. Siehe Abb. 1, Artikel von Ricarda Stock und Hansjürgen Volkmer auf Seite 46.

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