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Die Immunflucht leukämischer Stammzellen

Viele Patienten mit Akuter Myeloischer Leukämie (AML) erleiden nach der Behandlung mit Standardtherapien tödliche Rückfälle, die auf überlebende Unterpopulationen von Leukämiezellen zurückzuführen sind. Diese leukämischen Stammzellen oder Krebsstammzellen sind nicht nur gegen Chemotherapien resistenter, sondern auch in der Lage, der Vernichtung durch Immunzellen selektiv zu entgehen. Sie weisen zwar dieselben Mutationen auf wie andere Krebszellen desselben Patienten, verfügen aber über weitere stammzellspezifische Mechanismen der Immunabwehr, die sie nutzen, um ihr Überleben zu sichern. So unterdrücken die Krebsstammzellen beispielsweise die Oberflächenexpression von Liganden des Gefahrendetektors NKG2D, um den natürlichen Killerzellen zu entkommen. Dieser spezifische Mechanismus der Immunflucht wird in den Krebsstammzellen durch die Bildung des Enzyms PARP1 vermittelt, wie die Forschenden um Studienleiterin Prof. Dr. Claudia Lengerke von der Universität Basel berichten. Eine Behandlung mit PARP1-Hemmern kann zur erneuten Expression von NKG2D-Liganden auf Krebsstammzellen führen. Wie präklinische Versuche mit Mäusen zeigen, können Krebsstammzellen nach solchen Behandlungen durch Immunzellen eliminiert werden. Bild: © Universität Basel/Christoph Schürch

DOI: 10.1038/s41586-019-1410-1

Termine

  • 19.02.2020 - 21.02.2020

    32. Irseer Naturstofftage
    Kloster Irsee

  • 21.02.2020

    Workshop der GfG: Auf dem Weg zur Professur
    Berlin

  • 24.02.2020 - 26.02.2020

    4th Annual Meeting in Conservation Genetics – From Genomes to Application
    Frankfurt

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Humane embryonale Stammzellen (hES-Zellen) sind für die biowissenschaftliche Forschung und Medizin sehr interessant, da sie sich in spe zialisierte Zellen weiterentwickeln und in einer Zellersatztherapie z. B. bei Krebspatienten eingesetzt werden können. hES-Zellen müssen jedoch aus Embryonen, die durch in vitro-Fertilisation entstanden sind, gewonnen werden. Deshalb ist die Herstellung von hES ethisch fragwürdig und in Europa unterliegt die wissenschaftliche Verwendung von hES strengen Kriterien. In der Forschung werden hauptsächlich adulte Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC), die aus Somazellen gewonnen wurden, verwendet. Die vielfältigen neuen Entwicklungen in der Stammzellforschung beinhalten z. B. die Erstellung von Organoiden oder Mini-Organe zur Einsatz in der medizinischen Forschung oder für Arzneimitteltests. Hintergrundbild: MAP2-positive Neurone. Siehe Abb. 1, Artikel von Ricarda Stock und Hansjürgen Volkmer auf Seite 46.

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