Früher Schritt der zellulären Störung bei Alzheimer

In Gehirnen von Alzheimer-Patienten, die schon Symptome zeigen, finden sich große Verklumpungen des Proteins beta-Amyloid, die sogenannten Plaques. Prof. Arthur Konnerth und sein Team der Technischen Universität München (TUM) setzten weiter vorne an: an den überaktiven Nervenzellen, die ständig falsche Signale weitergeben und somit die Signalverarbeitung durcheinanderbringen. Die Forscher fanden heraus, dass bei den überaktiven Nervenzellen Glutamat zu lange in sehr hohen Konzentrationen im synaptischen Spalt verbleibt. Der Botenstoff (Neurotransmitter) Glutamat, der Nervenzellen aktiviert, wird in den synaptischen Spalt abgegeben und müsste von dort danach schnell wieder abtransportiert werden. Eine frühe lösliche Form der beta-Amyloid-Moleküle (Zweierkonstrukte = Dimere) blockiert allerdings die Nervenzellmembranen für den Transport von Glutamat und stört somit den Hirnstoffwechsel. Aus den Dimeren bilden sich später lange Ketten, die Plaques. Die Forscher hoffen mit diesem Wissen Therapiestrategien zu entwickeln, die früh im Krankheitsverlauf ansetzen. © Andreas Heddergott / TUM.

DOI: 10.1126/science.aay0198

Termine

  • 19.02.2020 - 21.02.2020

    32. Irseer Naturstofftage
    Kloster Irsee

  • 21.02.2020

    Workshop der GfG: Auf dem Weg zur Professur
    Berlin

  • 24.02.2020 - 26.02.2020

    4th Annual Meeting in Conservation Genetics – From Genomes to Application
    Frankfurt

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Humane embryonale Stammzellen (hES-Zellen) sind für die biowissenschaftliche Forschung und Medizin sehr interessant, da sie sich in spe zialisierte Zellen weiterentwickeln und in einer Zellersatztherapie z. B. bei Krebspatienten eingesetzt werden können. hES-Zellen müssen jedoch aus Embryonen, die durch in vitro-Fertilisation entstanden sind, gewonnen werden. Deshalb ist die Herstellung von hES ethisch fragwürdig und in Europa unterliegt die wissenschaftliche Verwendung von hES strengen Kriterien. In der Forschung werden hauptsächlich adulte Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC), die aus Somazellen gewonnen wurden, verwendet. Die vielfältigen neuen Entwicklungen in der Stammzellforschung beinhalten z. B. die Erstellung von Organoiden oder Mini-Organe zur Einsatz in der medizinischen Forschung oder für Arzneimitteltests. Hintergrundbild: MAP2-positive Neurone. Siehe Abb. 1, Artikel von Ricarda Stock und Hansjürgen Volkmer auf Seite 46.

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