Taktgeber für die Siesta

Wie Licht, Photorezeptoren und innere Uhren der Taufliege zusammenarbeiten, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) schon seit Langem am Lehrstuhl für Neurobiologie und Genetik. Jetzt haben die Lehrstuhlinhaberin Charlotte Förster und ihr früherer Mitarbeiter Matthias Schlichting (jetzt an der Brandeis University, Massachusetts, USA) neue und überraschende Details dieses Zusammenspiels entschlüsselt. Für ihre Studie haben die Wissenschaftler mit unterschiedlichen Exemplaren von Taufliegen gearbeitet. Zum Einsatz kamen gesunde Tiere, Tiere ohne Augen und Tiere, denen bestimmte Sehfarbstoffe, sogenannte Rhodopsine, des Auges fehlten. Sie wurden in den Experimenten im Labor unterschiedlichen Lichtverhältnissen ausgesetzt: Bei einer konstanten Tagesdauer von 24 Stunden verlängerten die Forscher die Helligkeitsphase in Zwei-Stunden-Schritten von zwölf bis maximal 20 Stunden und beobachteten dabei die Aktivitätsmuster der jeweiligen Fliegengruppen. Dabei zeigt sich, dass sich mit der Länge der Helligkeit die Aktivität der Tiere verändert. Anschließend untersuchten die Wissenschaftler noch, über welche Wege das Lichtsignal ins Gehirn der Taufliege und von dort zu den Uhrneuronen gelangt. Dabei zeigte sich, das das Gesamtsystem enorm plastisch ist. Diese neuronale Plastizität ist notwendig, damit sich die Tiere schnell an unterschiedliche Bedingungen anpassen können.

DOI: org/10.1016/j.cub.2019.08.033

Termine

  • 02.03.2020 - 04.03.2020

    International Membrane Biophysics Meeting of the DGfB
    Drübeck

  • 02.03.2020 - 03.03.2020

    Frühjahrstagung der Biotechnologen
    Frankfurt

  • 04.03.2020

    jobvector Career Day
    München

Zur Terminübersicht

Service

Stellenmarkt

Ihre Stellenanzeigen oder Stellengesuche sind willkommen!

Mitglieder der Gesellschaften können eine kostenfreie Fließtext-Anzeige im Heft oder eine Online-Anzeige schalten. Oder buchen Sie kostengünstig ein größeres Format (info@top-ad-online.de). Fragen Sie nach: biospektrum@springer.com

Stellenmarkt
Special

Aktuell: Stammzellfoschung

Humane embryonale Stammzellen (hES-Zellen) sind für die biowissenschaftliche Forschung und Medizin sehr interessant, da sie sich in spe zialisierte Zellen weiterentwickeln und in einer Zellersatztherapie z. B. bei Krebspatienten eingesetzt werden können. hES-Zellen müssen jedoch aus Embryonen, die durch in vitro-Fertilisation entstanden sind, gewonnen werden. Deshalb ist die Herstellung von hES ethisch fragwürdig und in Europa unterliegt die wissenschaftliche Verwendung von hES strengen Kriterien. In der Forschung werden hauptsächlich adulte Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC), die aus Somazellen gewonnen wurden, verwendet. Die vielfältigen neuen Entwicklungen in der Stammzellforschung beinhalten z. B. die Erstellung von Organoiden oder Mini-Organe zur Einsatz in der medizinischen Forschung oder für Arzneimitteltests. Hintergrundbild: MAP2-positive Neurone. Siehe Abb. 1, Artikel von Ricarda Stock und Hansjürgen Volkmer auf Seite 46.

Zu den Beiträgen
Neue Produkte

Neues Medium für Tumorzellkulturen

Weitere Informationen unter: www.miltenyibiotec.com

Weitere Produkte
Marktübersicht

Aktuell: Temperiertechnik

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2016 bis 2019. Zuletzt erschienen ist: Pipettierautomaten (06/19).

Zur Übersicht