Gesichtserkennung

Wie wir uns Gesichter merken

Isabelle Bülthoff, Leiterin der Forschungsgruppe für Erkennen und Kategorisieren am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, hat mit ihrem Team untersucht, was wir uns an einem vertrauten Gesicht merken, um es wieder zu erkennen. Dazu wurden Gesichtsscans erstellt und diese zuerst schrittweise weiblicher und dann männlicher gemacht (bis hin zu 50 Prozent). In einer zweiten Reihe gaben die Forscher den Gesichtern schrittweise ein stärkeres asiatisches und umgekehrt ein deutlicheres kaukasischeres Aussehen. In einer dritten Versuchsreihe schließlich wurden die Gesichter von bekannten Personen mit Gesichtern von Unbekannten vermischt. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen das Gesicht einer Person anhand von bestimmten äußeren Merkmalen zuordnen, zum Beispiel anhand der Haut, der Form der Augen und Nase sowie daran, wie diese einzelnen Gesichtspartien zueinander stehen. Diese persönlichen Eigenheiten bezeichnet man als Idiosynkrasie. Menschen erinnern sich genauer an solche Idiosynkrasien eines Gesichts als an ein exakt geschlechtsspezifisches oder ethnisches Erscheinungsbild. Es reicht ja im normalen Leben aus zu wissen, dass es ein Mann oder eine Frau ist. wie männlich oder weiblich diese Person ist, ist eher unerheblich. Bild: Max Planck Institut für biologische Kybernetik.

DOI: org/10.1037/xlm0000784

Termine

  • 11.07.2020 - 15.07.2020

    12th FENS Forum of Neuroscience 2020
    Forum wird virtuell durchgeführt

  • 13.07.2020 - 15.07.2020

    Microfluidics: Designing the Next Wave of Biological Inquiry
    Virtuelle Konferenz

  • 26.08.2020 - 27.08.2020

    Young Microbiologists Symposium
    Virtuelles Symposium

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Die Zelle ist die kleinste Organisationseinheit des Lebens. Dieser Erkenntnis geht ein langwieriger Entwicklungsprozess voraus, der sich bis ins 17. Jahrhundert durch die erstmalige Beschreibung von Korkgewebe zurückverfolgen lässt. Spätestens seit der Formulierung der Zelltheorie durch Matthias Schleiden und Theodor Schwann in den Jahren 1838/39 hat sich die Zellbiologie als eigenständige Fachdisziplin etabliert. Eine wesentliche Voraussetzung für das Fortschreiten der Fachdisziplin ist die enge Verknüpfung an die Entwicklung innovativer zellanalytischer Methoden, allen voran der Mikroskopie. Ebenso zahlreich wie die Forschungsgebiete der Zellbiologie sind daher gegenwärtig die verwendeten Methoden der Zellanalytik, beispielsweise die Fluoreszenz- und Laser-Scanning-Mikroskopie, die Durchflusszytometrie oder das Echtzeit-Zell-Tracking. Abseits wichtiger Beiträge für die Grundlagenforschung finden sich zellbiologische Forschungsaktivitäten auch im biomedizinischen Kontext, z. B. bei der Kultivierung von Ersatzgewebe, wieder. Michael Heide und Wieland B. Huttner erläutern die genetischen Grundlagen und Mechanismen der Neocortex- Expansion während der Evolution des Menschen. Ulrich Blache und Martin Ehrbar stellen synthetische Hydrogele als neuartige 3D-Matrix für definierte Gewebemodelle zur Züchtung von künstlichen Ersatzgeweben vor. Johanna Chuchuy und Kollegen präsentieren das von ihnen entwickelte Retina-on-Chip-Modell, indem ein Retina-Organoid mit der Organ-on-a-chip-Technologie kombiniert wird. Hintergrundbild: Pankreas-Gewebe unter dem Rasterelektronenmikroskop, koloriert. © Science Photo Library / Image Source

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