Endosomen

Wie Zellen ihre Bestandteile trennen und recyceln

Was ist noch brauchbar und was kann entsorgt werden? In den Zellen trennen winzige Organellen, sogenannte Endosomen, das angelieferte zelluläre Material in Wert- und Abfallstoffe. Ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Anne Spang vom Biozentrum der Universität Basel hat nun mit FERARI einen wertvollen Akteur in diesem Prozess entdeckt. FERARI verteilt die rezyklierbaren Wertstoffe, hauptsächlich Transportproteine und Rezeptoren, und bringt sie in den zellulären Kreislauf zurück. FERARI besteht aus verschiedenen Proteinen und ist dafür zuständig, dass Recycling-Vesikel an den Sortier-Endosomen andocken und mit wiederverwendbarem Material beladen werden können. So müssen wertvolle Zellbestandteile nicht ständig neu hergestellt werden, was Energie und auch Zeit spart. Das Forschungsteam hat nun herausgefunden, dass FERARI in den sortierenden Endosomen als eine Art Verteiler fungiert. Das Besondere an FERARI ist, dass es beides koordiniert: die Fusion von Endosom und Recycling-Vesikel (kiss) sowie das Abschnüren nach Beladung (run). Im Anschluss daran bringen die beladenen Vesikel ihre Fracht an den Einsatzort, die Zellmembran. Funktioniert FERARI nicht einwandfrei, ist das Recycling in der Zelle beeinträchtigt. Störungen in zellulären Transport- und Recyclingprozessen können zu einer Vielzahl von Krankheiten führen, dazu zählen Krebs, Stoffwechsel- und neurodegenerative Erkrankungen. Bild: Biozentrum, Universität Basel.

DOI: 10.1038/s41556-019-0456-5

Termine

  • 01.11.2020 - 10.11.2020

    Falling Walls and Berlin Science Week
    Konferenz wird virtuell durchgeführt

  • 04.11.2020 - 07.11.2020

    DGN Kongress
    Konferenz wird virtuell durchgeführt

  • 11.11.2020 - 12.11.2020

    Plant Biology and Biotechnology 2020
    Konferenz wird virtuell durchgeführt

Zur Terminübersicht

Service

Stellenmarkt

Ihre Stellenanzeigen oder Stellengesuche sind willkommen!

Mitglieder der Gesellschaften können eine kostenfreie Fließtext-Anzeige im Heft oder eine Online-Anzeige schalten. Oder buchen Sie kostengünstig ein größeres Format (info@top-ad-online.de). Fragen Sie nach: biospektrum@springer.com

Stellenmarkt
Special

Aktuell: PCR & qPCR

Die Polymerasekettenreaktion (PCR) ist eine wichtige Methode der Molekularbiologie und ermöglicht die exponentielle Vervielfältigung sehr geringer Mengen spezifischer DNA aus einer heterogenen DNA-Probe. Die klassische PCR wurden für spezifische Fragenstellungen erweitert, sodass eine Vielzahl von PCR-Techniken beschrieben wurde. Gängige PCR-Varianten umfassen neben der quantitativen Echtzeit-PCR (qPCR) beispielsweise die Reverse-Transkriptase-PCR (RT-PCR) zum Nachweis von RNA oder die Multiplex-PCR, mit der mehrere Gene auf einmal amplifiziert werden können. Für eine digital PCR (dPCR) wird die DNA auf viele Reaktionsgefäße mit einem kleinen Volumen aufgeteilt, bei der digital droplet PCR (ddPCR) sogar auf nanolitergroße Einzeltröpfchen. Mithilfe von Fluoreszenzsonden kann die DNA dann detektiert und auch quantifiziert werden.
Saskia Hussung und Ralph Fritsch haben eine multi-target droplet PCR (ddPCR) zum Nachweis von KRAS- und NRAS-Mutation in freier DNA für eine nicht-invasive Tumordiagnostik entwickelt. Marcel Boss und Christoph Arenz untersuchen zirkulare RNAs (circRNAs) mit RT-qPCR über einen neuartigen rolling circle-Mechanismus. Jan Fleckhaus und Peter M. Schneider setzen die Multiplex-PCR für eine molekulare Altersbestimmung ein. Hintergrundbild: © peshkova / stock.adobe.com

Zu den Beiträgen
Neue Produkte

Probenvorbereitung für die Bakteriologie

Weitere Informationen unter: www.lauda.de

Weitere Produkte
Marktübersicht

Aktuell: Western-Blot-Geräte

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2016 bis 2020. Zuletzt erschienen ist: Western-Blot-Geräte (05/20).

Zur Übersicht