Gesichtsausdrücke spiegeln Emotionen von Mäusen wider

Gesichtsausdrücke spiegeln Emotionen von Mäusen wider

Schon neugeborene Babys reagieren mit wiedererkennbaren Gesichtsausdrücken wenn sie traurig, glücklich oder angeekelt sind. Auch bei gängigen Haustieren wie beispielsweise Hunden meinen wir, Gefühle in ihrer Mimik zu erkennen. Die Gesichter anderer Tiere erscheinen uns dagegen oft als ausdruckslos. Dass Mäuse ebenfalls emotionale Gesichtsausdrücke besitzen, wurde nun erstmals von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried (Planegg) nachgewiesen. Hierfür entwickelte das Team um Dr. Nadine Gogolla eine computergestützte Gesichtsausdrucks-Analyse, die insgesamt fünf emotionale Zustände – Freude, Ekel, Unwohlsein, Schmerz und Angst – aus den Gesichtern von Mäusen ablesen kann. Zudem ermöglicht der Computeralgorithmus eine Messung der relativen Stärke dieser Emotionen. Das Auslesen von Gesichtsausdrücken bildet die Basis um zukünftig grundlegende Prozesse der Emotionsentstehung im Gehirn am Tiermodell Maus zu erforschen. Dies könnte auch ein Schlüssel für die Erforschung von Störungen bei der Emotionsverarbeitung sein, wie zum Beispiel bei Angststörungen und Depressionen. Bild: Der Gesichtsausdruck einer Maus. Darauf aufbauend wollen Forscher nun die neuronalen Grundlagen der Emotionen untersuchen (Quelle: © Max-Planck-Institut für Neurobiologie / Kuhl)

DOI: 10.1126/science.aaz9468

Termine

  • 19.08.2020 - 20.08.2020

    12th International Conference on Microbiology, Antibiotics and Public Health
    Berlin

  • 26.08.2020 - 27.08.2020

    Young Microbiologists Symposium
    Virtuelles Symposium

  • 26.08.2020

    LAB-SUPPLY Main
    Frankfurt

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Die Zelle ist die kleinste Organisationseinheit des Lebens. Dieser Erkenntnis geht ein langwieriger Entwicklungsprozess voraus, der sich bis ins 17. Jahrhundert durch die erstmalige Beschreibung von Korkgewebe zurückverfolgen lässt. Spätestens seit der Formulierung der Zelltheorie durch Matthias Schleiden und Theodor Schwann in den Jahren 1838/39 hat sich die Zellbiologie als eigenständige Fachdisziplin etabliert. Eine wesentliche Voraussetzung für das Fortschreiten der Fachdisziplin ist die enge Verknüpfung an die Entwicklung innovativer zellanalytischer Methoden, allen voran der Mikroskopie. Ebenso zahlreich wie die Forschungsgebiete der Zellbiologie sind daher gegenwärtig die verwendeten Methoden der Zellanalytik, beispielsweise die Fluoreszenz- und Laser-Scanning-Mikroskopie, die Durchflusszytometrie oder das Echtzeit-Zell-Tracking. Abseits wichtiger Beiträge für die Grundlagenforschung finden sich zellbiologische Forschungsaktivitäten auch im biomedizinischen Kontext, z. B. bei der Kultivierung von Ersatzgewebe, wieder. Michael Heide und Wieland B. Huttner erläutern die genetischen Grundlagen und Mechanismen der Neocortex- Expansion während der Evolution des Menschen. Ulrich Blache und Martin Ehrbar stellen synthetische Hydrogele als neuartige 3D-Matrix für definierte Gewebemodelle zur Züchtung von künstlichen Ersatzgeweben vor. Johanna Chuchuy und Kollegen präsentieren das von ihnen entwickelte Retina-on-Chip-Modell, indem ein Retina-Organoid mit der Organ-on-a-chip-Technologie kombiniert wird. Hintergrundbild: Pankreas-Gewebe unter dem Rasterelektronenmikroskop, koloriert. © Science Photo Library / Image Source

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