Das regulatorische Protein 4E-T (grün) unter dem Mikroskop mit Fluoreszenzfarbstoffen sichtbar gemacht (Quelle: Catia Igreja Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie).

Regulatorisches Protein ermöglicht die Stilllegung von mRNA

Die Eizellen im weiblichen Körper sind bereits bei der Geburt angelegt, verharren aber bis zur Pubertät in einem unreifen Entwicklungsstadium, um sich dann, eine nach der anderen, zu befruchtungsfähigen Eizellen zu entwickeln. Der zugrundeliegende Mechanismus, der dieses Verharren ermöglicht, ist Teil des Forschungsgebiets von Cátia Igreja und Ihrem Doktoranden Felix Räsch vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass hierbei ein Protein namens 4E-T eine entscheidende Rolle spielt. Dabei handelt es sich um einen regulierenden Faktor der Proteinbiosynthese, der hier eine neue, überraschende Rolle einnimmt: Er hindert mRNA daran, zu den Ribosomen zu gelangen und schützt sie gleichzeitig davor, abgebaut zu werden, sodass sie zur späteren Verwendung erhalten bleibt. Diese Ergebnisse liefern einen wichtigen Beitrag zur Regulierung der Proteinsynthese und könnten zukünftig auch für medizinische Belange hilfreich sein, da eine Mutation der 4E-T Gene bereits in jungem Alter zur Unfruchtbarkeit bei betroffenen Frauen führen kann. Bild: Das regulatorische Protein 4E-T (grün) unter dem Mikroskop mit Fluoreszenzfarbstoffen sichtbar gemacht (Quelle: Catia Igreja Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie).

DOI: 10.1101/gad.336073.119

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