Photo: Friederike Klempin/ Copyright: MDC

Sportliches Serotonin

Neueste Forschungsergebnisse von Dr. Friederike Klempin, Daniel Beis und Dr. Natalia Alenina vom Max-Delbrück-Centrum Berlin-Buch zeigen, dass Mäuse bei Bewegung mehr Serotonin ausschütten, was eine vermehrte Entstehung neuronaler Vorläuferzellen im Hippocampus veranlasst. Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass Serotonin die Zellreifung fördert. Mäuse, die aufgrund einer Veränderung im Erbgut kein Serotonin im Gehirn bilden, haben zwar die gleiche Anzahl neugebildeter Nervenzellen. Bei ihnen wird jedoch die Nervenzellneubildung durch Rennen im Laufrad nicht erhöht. Serotonin wird also nicht unbedingt für die Neubildung von Nervenzellen im ausgewachsenen Gehirn benötigt, ist aber unverzichtbar, damit sich durch körperliche Aktivität vermehrt neue Gehirnzellen im Hippocampus bilden können. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, neue Therapie-Ansätze für Depressionen zu entwickeln und altersbedingte Gedächtnisprobleme zu behandeln.

DOI: 10.1523/jneurosci.5855-12.2013

Termine

  • 16.06.2020

    LAB-SUPPLY Berlin
    Berlin

  • 30.06.2020 - 02.07.2020

    BIOKET 2020
    Lille, Frankreich

  • 03.07.2020

    SARS-CoV2: Towards a New Era in Infection Research
    virtuelle Konferenz

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Aktuell: Antikörpertechnologie

Aufgrund ihrer hochspezifischen Bindungsfähigkeit sind Antikörper ein bedeutender Forschungsgegenstand in den Biowissenschaften. Als Meilenstein der Antikörperforschung gilt die Entwicklung der Hybridomtechnologie im Jahr 1975 durch Georges Köhler und César Milstein, die dafür 1984 mit dem Nobelpreis für Medizin gewürdigt wurden. Hierdurch konnten monoklonale Antikörper erstmals in großen Mengen und nahezu uneingeschränkter Spezifität hergestellt werden. Zahlreiche experimentelle Nachweismethoden – u. a. die Immunfluoreszenz, der Western Blot und der Enzymelinked Immunosorbent Assay (ELISA) – wurden damit realisierbar. Die Herstellung bi- und multispezifischer Antikörper hat in den vergangenen Jahren insbesondere die therapeutische Nutzung von Antikörpern, z. B. mittels dualem Targeting, revolutioniert. Aktuelle Forschungsarbeiten nutzen zudem die vorteilhaften Eigenschaften von Einzeldomänen-Antikörperfragmenten (Nanobodies), um das Anwendungspotenzial von Antikörpertechnologien weiter auszubauen. Heiko Dinter, Arghavan S. Zadeh und Katharina Schindowski Zimmermann beschreiben, wie spezifische Antikörper zeit- und kostengünstig durch die Verwendung von Phagen-Displays selektiert werden können. Benedikt Jedlitzke, Zahide Yilmaz und Henning D. Mootz präsentieren ihr Konzept zur lichtgesteuerten Aktivierung von Nanobodies. Oliver Seifert und Roland E. Kontermann erläuterten die von ihnen entwickelte Diabody-Ig-Technologie zur Herstellung von multivalenten und multispezifischen Antikörper-ähnlichen Molekülen. Hintergrundbild: © Sebastian Schreiter / Springer Medizin Verlag GmbH

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