Stammzellen im Hungerzustand

Planarien

Planarien können aus einem Teilstück ihres Körpers den gesamten Organismus regenerieren. Diese erstaunliche Fähigkeit ist auf einen somatischen Stammzellpool zurückzuführen. Zudem haben Planarien einzigartige Überlebensstrategien für Hungerphasen entwickelt. Ein Forscherteam um Dr. Cristina González-Estévez vom Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena - und dem Spanish National Center for Cardiovascular Research in Madrid, Spanien, hat den Stammzellpool in Planarien im Hungerzustand genauer untersucht. Ein besonderes Augenmerk legten die Forscher hierbei auf die Telomerlänge der Stammzellen. Die Ergebnisse zeigen, dass im Hungerzustand der mTOR-Signalweg blockiert ist und somit der Anteil von Stammzellen mit längeren Telomeren ansteigt. Ist mTOR wiederum hochreguliert, hebt sich der Effekt des Hungerzustands auf die Telomerlänge von Stammzellen wieder auf. Dies weist auf einen verjüngenden Einfluss von Hungerphasen auf die Stammzellen in Planarien hin.
Bild: © FLI/Magdalena Voll