T-Zellen gegen HBV

hbv

WHO-Angaben zufolge leiden über 260 Millionen Menschen an einer chronischen Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV). Zwar bieten Impfungen zuverlässigen Schutz vor Neuinfektionen, doch die rückstandslose Heilung bereits erkrankter Patienten gestaltet sich schwierig. Den Forschern um Dr. Karin Wisskirchen am Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München ist es nun in Zusammenarbeit mit Kollegen des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf und des Universitätsklinikums Heidelberg gelungen, durch T-Zelltherapie eine chronische Infektion mit HBV im Tiermodell zu heilen. Die genetische Information für HBV-spezifische T-Zellrezeptoren wurde aus Patienten gewonnen, bei denen die Infektion ausgeheilt war, und in T-Zellen aus dem Blut von Patienten mit chronischer Hepatitis B eingebracht. Dadurch entstanden aktive T-Zellen, die das Virus oder virus-induzierte Krebszellen bekämpfen konnten. In Zellkulturen waren diese umprogrammierten T-Zellen in der Lage, HBV-infizierte Zellen komplett zu eliminieren.
Bild: © Maksym Yemelyanov/stock.adobe.com