Kommunikation zwischen Stammzellen

Bild: Jonathan Göke/Genome Institute of Singapore

Wissenschaftler um Dr. Jonathan Göke und Prof. Dr. Ng Huck Hui (A*STAR Genom-Institut, Singapur) sowie Prof. Dr. Martin Vingron (Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik, Berlin) und Kollegen haben ein molekulares Netzwerk in humanen embryonalen Stammzellen (hES-Zellen) entschlüsselt, das die Pluripotenz von Stammzellen aufrecht erhält. Kommunikationssignale, die in hES-Zellen verwendet werden, aktivieren den extrazellulär-regulierten Kinase (ERK)-Signalweg. Dabei spielt das Protein ELK1 eine entscheidende und doppeldeutige Rolle. Die Forscher fanden heraus, dass ELK1 einerseits mit dem ERK-Signalweg interagiert, um die genetische Information zu aktivieren jedoch außerhalb des Signalweges diese hemmt, wodurch die Zelle womöglich in ihrem undifferenzierten Zustand erhalten bleibt. In Zukunft gilt es herauszufinden, wie sich dieses Kommunikationsnetzwerk in anderen Zellen und Geweben oder bei Krankheiten verhält beziehungsweise verändert.