Sportliches Serotonin

Photo: Friederike Klempin/ Copyright: MDC

Neueste Forschungsergebnisse von Dr. Friederike Klempin, Daniel Beis und Dr. Natalia Alenina vom Max-Delbrück-Centrum Berlin-Buch zeigen, dass Mäuse bei Bewegung mehr Serotonin ausschütten, was eine vermehrte Entstehung neuronaler Vorläuferzellen im Hippocampus veranlasst. Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass Serotonin die Zellreifung fördert. Mäuse, die aufgrund einer Veränderung im Erbgut kein Serotonin im Gehirn bilden, haben zwar die gleiche Anzahl neugebildeter Nervenzellen. Bei ihnen wird jedoch die Nervenzellneubildung durch Rennen im Laufrad nicht erhöht. Serotonin wird also nicht unbedingt für die Neubildung von Nervenzellen im ausgewachsenen Gehirn benötigt, ist aber unverzichtbar, damit sich durch körperliche Aktivität vermehrt neue Gehirnzellen im Hippocampus bilden können. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, neue Therapie-Ansätze für Depressionen zu entwickeln und altersbedingte Gedächtnisprobleme zu behandeln.