iPS-abgeleitete Kardiomyozyten als therapeutische Hoffnungsträger

Immunzytochemische Färbung früher Kardiomyozyten: kardiales Troponin T in grün (cTNT) und actinin alpha 2 in rot (ACTN2); zusätzlich wurde eine Zellkernfärbung mit 4′,6-Diamidin-2-phenylindol (DAPI, blau) durchgeführt. DOI: 10.1007/s12268-021-1609-1 © Die Autoren 2021.

Immunzytochemische Färbung früher Kardiomyozyten: kardiales Troponin T in grün (cTNT) und actinin alpha 2 in rot (ACTN2); zusätzlich wurde eine Zellkernfärbung mit 4′,6-Diamidin-2-phenylindol (DAPI, blau) durchgeführt. DOI: 10.1007/s12268-021-1609-1 © Die Autoren 2021.

 

Das menschliche Herz weist nach ischämischen Verletzungen in der Adoleszenz nur eine limitierte Regenerationskapazität auf. Als Konsequenz gleicht der Körper den Verlust von Kardiomyozyten typischerweise mit der Entstehung von fibrotischem Narbengewebe aus. Das Myokard vernarbt und die Kontraktilität des Herzmuskels wird vermindert. Bis heute bleibt der Goldstandard für Patient/inn/en mit Herzerkrankungen im Endstadium die Herztransplantation, welche jedoch durch den Mangel an Spenderherzen für die meisten Patient/inn/en keine realistische Option darstellt. Ein grundlegender Durchbruch in der Entwicklung neuer und effizienter therapeutischer Methoden ist daher dringend notwendig. Die rasante Entwicklung der Stammzellforschung in den letzten Jahren liefert zwei neue therapeutische Optionen: i) in vivo Regeneration des Myokards durch Mobilisierung und Anregung vorhandener Vorläuferzellen zur Zellteilung und Differenzierung und ii) Transplantation von in vitro generierten Zellen. Verschiedene Zellquellen wurden als potenzielle Kandidaten für die Myokardreparatur identifiziert, u. a. Skelettmyoblasten [1], Knochenmarkstammzellen [2], residente Herzvorläuferzellen [3], vaskuläre Stammzellen in der Adventitia [4] und pluripotente Zellen, wie embryonale Stammzellen (ES) oder induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) [5].

 

Den Artikel von Nina Grill et al. finden Sie in der BIOspektrum-Ausgabe 4/21: „iPS-abgeleitete Kardiomyozyten als therapeutische Hoffnungsträger"