BIOspektrum Fernstudium

Erweiterte Suche

Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie Gesellschaft für Genetik Deutsche Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Nachrichten

Grundprinzipen des Denkens

Wie funktioniert das menschliche Denken? Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und des Kavli-Instituts für Systemische Neurowissenschaften in Trondheim, Norwegen, haben die bislang vorhandenen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammengesetzt und schlagen einen neuen Ansatz vor: Unser Denken funktioniert über das Navigationssystem unseres Gehirns. Wenn wir uns in unserer Umgebung orientieren, geschieht das vor allem durch die Arbeit zweier Zelltypen in unserem Gehirn. Die Ortszellen im Hippocampus und die Rasterzellen in einem benachbarten Hirnareal, dem entorhinalen Kortex. Gemeinsam bilden sie einen Schaltkreis im Gehirn zur räumlichen Orientierung. Die Annahme ist nun, dass das Gehirn alle Informationen, die es aus der Umgebung aufnimmt, in sogenannten kognitiven Räumen (innere Karten, in denen wir mental die komplexe Realität vereinfacht anordnen) speichert. Das betrifft nicht nur rein geographische Daten, sondern vor allem auch solche über Zusammenhänge zwischen Objekten und Erfahrungen. Jedes Objekt, egal ob Personen oder Gegenstände, trägt verschiedene Eigenschaften, die sich entlang von Skalen einordnen lassen. Unsere Gedankengänge würden demnach wie Pfade durch einen Raum und entlang von geistigen Achsen verarbeitet.

more_grey DOI: dx.doi.org/10.1126/science.aat6766

Termine

21.11. -23.11. 2018

World Conference on Regenerative Medicine 2018
Leipzig

22.11. -24.11. 2018

The 20th EMBL PhD Symposium: Game Changers – Taking Life Sciences to the Next Level
Heidelberg

26.11. -28.11. 2018

World Structural and Molecular Biology Conference
Rom, Italien


more_grey zur Übersicht
Nachrichten

Sind wir immun gegen die Genschere CRISPR-Cas9?

CRISPR-Cas9 ist eine neue, molekularbiologische Methode, die es ermöglicht, Erbgut gezielt zu verändern und somit in der Gentherapie große Hoffnungen weckt, Erbkrankheiten auf molekularbiologischer Ebene behandeln zu können. Eingriffe können in der DNA von Pflanzen, Tieren oder Menschen vorgenommen werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben jetzt Reaktionen des menschlichen Immunsystems auf CRISPR-Cas9 untersucht. Sie haben festgesellt, dass bei Menschen eine breite Immunität gegen das Protein Cas9 besteht. Um sicherzustellen, dass Zellen bedenkenlos angewendet werden können, wurde in Zusammenarbeit mit dem Berlin Center for Advanced Therapies (BeCAT) der Charité unter Leitung von Dr. Michael Schmück-Henneresse ein Test entwickelt. Damit kann zuverlässig nachgewiesen werden, dass das Risiko einer Immunreaktion gering ist. Erste klinische Versuche zeigen positive Ergebnisse.

more_grey DOI:10.1038/s41591-018-0204-6


Egoistisches Gen macht Mäuse zu Migranten

Normalerweise sorgt die Kooperation von Genen dafür, dass ein Organismus wachsen und gedeihen kann. Doch es gibt auch andere Ziele: Diese Gene wollen sich selbst weiterverbreiten und verdrängen hierfür andere. Ein solches egoistisches Supergen ist der sogenannte t-Haplotyp – ein Komplex aus mehreren gemeinsam vererbten Genen, der natürlicherweise in Hausmäusen vorkommt. Dieses Supergen verschafft sich gegenüber anderen Genen einen unfairen Vorteil bei der Vererbung: Eigentlich hat jedes Gen eine 50-Prozent-Chance vererbt zu werden. Doch Spermien, die das Supergen tragen, vergiften konkurrierende Spermien desselben Tieres und erhöhen ihre Befruchtungschance dadurch auf 90 Prozent wie durch eine Studie am Institut für Evolutionsbiologie an der Universität Zürich entdeckt wurde. Die Träger dieses Supergens wanderten mit 50% Wahrscheinlichkeit öfter aus als andere Tiere. Eine solche Migration verbreitet das Vorkommen des Supergens und sichert auch seinen Erhalt. Allerdings löscht es sich auch selbst aus, wenn es zu einer Überpopulation kommt, da z. B. Individuen, die zwei Kopien des Supergens erhalten, nicht mehr lebensfähig sind. Man könnte diese Ergebnisse zur Kontrolle von invasiven Hausmäusen verwenden. Bild: PixabayCC0.

more_grey DOI:10.1098/rspb.2018.1333

Service

Stellenmarkt

Ihre Stellenanzeigen oder Stellengesuche sind willkommen!

Mitglieder der Gesellschaften können eine kostenfreie Fließtext-Anzeige im Heft oder eine Online-Anzeige schalten. Oder buchen Sie kostengünstig ein größeres Format (info@top-ad-online.de). Fragen Sie nach: biospektrum@springer.com

more_grey Stellenmarkt

Special

Aktuell: PCR & qPCR

Aktuell: PCR & qPCR

Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist nicht nur in molekularbiologischen Forschungslaboren weit verbreitet. Auch in der Forensik, in der medizinischen Diagnostik, bei Vaterschaftstest oder auch in der Populationsgenetik kommt sie zum Einsatz. Die PCR ist hochsensitiv und benötigt nur eine minimale Menge der Ausgangsprobe für eine qualitative oder auch für eine quantitative Analyse (qPCR) von DNA und indirekt auch RNA (RT-PCR).) (Hintergrundbild: © dra_schwartz/iStock; Ausschnitt).

more_grey Zu den Beiträgen

Neue Produkte

Antikörperfreie Quantifizierung von GPCRs

Antikörperfreie Quantifizierung von GPCRs

Weitere Informationen unter: www.promega.com

more_grey Weitere Produkte [PDF]

Marktübersicht

Aktuell: Microplate Reader

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2018. In 2018 sind zwei Marktübersichten erschienen: Durchflusszytometer (03/18) sowie zuletzt Microplate Reader (06/18).

more_grey zur Übersicht