BIOspektrum Fernstudium

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Nachrichten

Die schnellste Ameise der Welt

Um als Ameise in der Mittagshitze der Sahara zu überleben, sind besondere Fähigkeiten nötig: Die Insekten müssen oft lange Strecken zurücklegen, wenn sie die raren Nahrungsquellen – dabei handelt es sich meist um in der Hitze verendete Insekten – aufspüren wollen. Als wahre Wüstenflitzer und schnellste Ameisenart der Welt hat sich die saharische Silberameise (Cataglyphis bombycina) herausgestellt: Obwohl es ihr gedrungener Körperbau nicht vermuten lässt, erreicht sie deutlich höhere Geschwindigkeiten als verwandte, größere Wüstenameisenarten. Mittels Videoaufzeichnungen haben Ulmer Forschende um den Leiter des Instituts für Neurobiologie, Professor Harald Wolf, den Laufstil der Silberameisen unter verschiedenen Bedingungen analysiert. Dabei maßen die Forschenden in der heißen Wüstensonne Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 0,855 Meter pro Sekunde (m s-1). Somit legen die Silberameisen pro Sekunde 108 Mal ihre eigene Körperlänge zurück! Diese Ameisenart macht bis zu 47 Schritte in der Sekunde und schwingt ihre Beine mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1400 mm s-1 in der Sekunde. Sie zeigen eine annähernd perfekte Koordination: Die drei zusammengehörigen Beine arbeiten beinahe synchron, wodurch die Körpermasse gleichmäßig verteilt wird. Jedes Bein berührt den Boden nur 7 Millisekunden lang. Dieser besondere Laufstil mag sich durch den Lebensraum der Silberameisen erklären: Sie bewegen sich auf Sanddünen und müssen das Risiko minimieren, einzusinken.

more_grey DOI:10.1242/jeb.213660

Termine

23.10. 2019

8. Fachtagung Gentechnik
Oberschleißheim

28.10. -30.10. 2019

IGC – Immunogenomics 2019
Lissabon, Portugal

30.10. -01.11. 2019

2019 IMB Conference “Chromosome Territories & Nuclear Architecture"
Mainz


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Nachrichten

Taktgeber für die Siesta

Wie Licht, Photorezeptoren und innere Uhren der Taufliege zusammenarbeiten, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) schon seit Langem am Lehrstuhl für Neurobiologie und Genetik. Jetzt haben die Lehrstuhlinhaberin Charlotte Förster und ihr früherer Mitarbeiter Matthias Schlichting (jetzt an der Brandeis University, Massachusetts, USA) neue und überraschende Details dieses Zusammenspiels entschlüsselt. Für ihre Studie haben die Wissenschaftler mit unterschiedlichen Exemplaren von Taufliegen gearbeitet. Zum Einsatz kamen gesunde Tiere, Tiere ohne Augen und Tiere, denen bestimmte Sehfarbstoffe, sogenannte Rhodopsine, des Auges fehlten. Sie wurden in den Experimenten im Labor unterschiedlichen Lichtverhältnissen ausgesetzt: Bei einer konstanten Tagesdauer von 24 Stunden verlängerten die Forscher die Helligkeitsphase in Zwei-Stunden-Schritten von zwölf bis maximal 20 Stunden und beobachteten dabei die Aktivitätsmuster der jeweiligen Fliegengruppen. Dabei zeigt sich, dass sich mit der Länge der Helligkeit die Aktivität der Tiere verändert. Anschließend untersuchten die Wissenschaftler noch, über welche Wege das Lichtsignal ins Gehirn der Taufliege und von dort zu den Uhrneuronen gelangt. Dabei zeigte sich, das das Gesamtsystem enorm plastisch ist. Diese neuronale Plastizität ist notwendig, damit sich die Tiere schnell an unterschiedliche Bedingungen anpassen können.

more_grey DOI: org/10.1016/j.cub.2019.08.033


Eigen und doch fremd

Induzierte pluripotente Stammzellen, kurz iPSC, sind ein vielversprechender Weg, den Mangel an menschlichen Spenderorganen zu überwinden. iPSC entstehen aus Körperzellen, zum Beispiel Hautzellen, die Ärzte dem Patienten entnehmen, anschließend im Labor zu Stammzellen reprogrammieren und dann zu jedem gewünschten Zelltyp weiter züchten. Professor Dr. Sonja Schrepfer, Wissenschaftlerin des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, und ihr Team haben nun herausgefunden, dass sich die Stammzellen genetisch verändern, während sie im Labor zum gewünschten Zelltyp heranwachsen. Beim anschließenden Einsetzen des neu gezüchteten Zellgewebes zurück in den Patienten stößt dessen Immunsystem sie deshalb ab. Als Konsequenz müssen die Patienten nach einer Transplantation von Gewebe aus iPSC lebenslang Medikamente einnehmen, die eine Immunantwort unterdrücken, sogenannte Immunsuppressiva. Sie verhindern zwar die Abstoßung, verursachen aber auch beträchtliche Nebenwirkungen. Um diese Abstoßung zu verhindern, arbeiten die Forschern nun intensiv daran, den Zellen eine Art Tarnkappe zu geben und dem Körper des Patienten somit vorzugaukeln, dass die im Labor hergestellten Zellen seine eigenen sind.

more_grey DOI: 10.1038/s41587-019-0227-7

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Special

Aktuell: Chromatogrphie

Aktuell: Chromatogrphie

Die Chromatographie ist ein Trennverfahren, das die Verteilung der Komponenten eines Stoffgemischs aufgrund ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften in einer stationären und einer mobilen Phase erlaubt. Bei der Flüssigchromatographie erfolgt die Trennung eines flüssigen Gemischs (mobile Phase) auf Silikagelen, Polymeren oder entsprechend bestückten Chromatographiesäulen (stationäre Phase). Bei der Gaschromatographie ist die mobile Phase gasförmig und die stationäre Phase eine Trägersäule, die meist mit flüssigen/niedrig viskosen Polyorganosiloxanen beschichtet ist. In den Biowissenschaften sind hochentwickelten Verfahren wie die U/HPLC (Ultra/High Performance Liquid Chromatography) oder Kombinationen von chromatographischen Methoden mit Massenspektrometrie bei der Aufreinigung von Proteinen, Natur- und Wirkstoffen von großer Bedeutung. Hintergrundbild: Mit diesen Chromatographiesäulen haben Wissenschaftler um Dr. E. Tuddenham vom The Royal Free Hospital, London, Anfang der 1980er Jahre das antihämophile Globulin A, ein rekombinanter Blutgerinnungsfaktor, isoliert. Bild: Chromatography columns, United Kingdom and Sweden,1975–1985. Credit: Science Museum, London. CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0

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Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2019. Zuletzt erschienen ist: Pipettierautomaten (06/19).

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