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Nachrichten

Gene gegen die Trockenheit

Der Klimawandel führt zu immer intensiveren Dürreperioden in Europa. Die Trockenheit setzt auch den Wäldern stark zu. Schon seit längerem überlegen sich Waldschützer ganz genau, welche Bäume sie für die Aufforstung pflanzen sollen. Forscher um Peter Kotrade vom Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Universität haben nun Gene in Eichen identifiziert, die die Bäume resistenter gegen die Dürre machen könnten. In einer Studie wurden die Gene von drei verschiedenen Eichenarten untersucht: indem man die Bäume unter kontrollierten Bedingungen Trockenstress aussetzte. Die Forscher achteten auf zwölf Gene, die durch vorangegangene Studien bereits als potenziell bedeutsam für die Resistenz gegenüber Trockenheit ausgemacht wurden. Sie fanden heraus, dass manche Gene während extremer Trockenperioden verstärkt abgelesen werden. Bild: PixabayCC0

more_grey DOI: org/10.1016/j.plgene.2019.100193

Termine

18.01. -27.01. 2020

85. Internationale Grüne Woche Berlin 2020
Berlin

20.01. -21.01. 2020

The SMi 9th Annual Pharmaceutical Microbiology Conference
London, UK

29.01. -30.01. 2020

Phage Future Congress
Washington DC, USA


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Nachrichten

Zwischen Erregung und Hemmung

Der Gyrus Dentatus gilt als Eingangsstation der Hirnregion Hippocampus, die Informationen aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis überführt. Er besteht aus Körnerzellen, die besonders dicht in dieser Gehirnregion vorkommen, und Interneuronen, die im zentralen oder peripheren Nervensystem zwischen mehreren Nervenzellen geschaltet sind und einen hemmenden Effekt auf deren Aktivität haben. Beide Zelltypen verarbeiten Informationen. Ein Team um Prof. Dr. Marlene Bartos vom Physiologischen Institut I der Universität Freiburg hat herausgefunden, warum Körnerzellen und Interneuronen eingehende Signale unterschiedlich verarbeiten: Sie haben grundlegend unterschiedliche Strukturen und funktionelle Eigenschaften. Die dendritischen Fortsätze der Nervenzellen nehmen eingehende Signale vergleichbar mit Antennen auf. Interneuronen können durch so genannte Chloridtransporter, die hemmende Signale verstärken, und aufgrund der hohen Dichte an GABAA-Rezeptoren stark gehemmt werden. Sie verarbeiten Informationen nicht direkt, sondern bestimmen, welche Körnerzellen sich an der Informationsverarbeitung beteiligen. Körnerzellen dagegen weisen geringere Dichten von GABAA-Rezeptoren auf und werden kaum gehemmt: Sie verarbeiten und verschlüsseln Signale aus der Umwelt und fügen sie zu einer Art Karte im Gyrus Dentatus zusammen. Bild: Nature Communications

more_grey DOI: 10.1038/s41467-019-13533-3


Ein lebendes Labor

Bei der natürlichen Photosynthese ist der zyklische Elektronfluss von zentraler Bedeutung, allerdings war bislang unklar, welche Bestandteile ihn vom linearen Elektronentransport unterscheiden und wie er genau reguliert wird. Die LMU-Biologen Marcel Dann und Dario Leister konnten nun erstmals nachweisen, dass zwei bestimmte Proteine, PGRL1 und PGR5, den zyklischen Elektronentransport in Pflanzen tatsächlich kontrollieren. Da zyklischer Elektronenfluss in Pflanzen extrem schwer direkt zu messen ist, nutzten die Biologen Cyanobakterien als Modellsystem für ihren Nachweis. Cyanobakterien sind Vorfahren der Chloroplasten – den „Photosynthese-Fabriken“ in den Pflanzen. In diese Bakterien schleusten die Biologen die beiden Pflanzen-Proteine ein und analysierten deren Zusammenspiel. Sie konnten nachweisen, dass diese beiden Proteine eine Schlüsselrolle beim zyklischen Elektronentransport spielen. Die Erkenntnisse sollen nun auch für praktische Anwendungen genutzt werden. In einem neuen Projekt wurde zum Ziel gesetzt, Prozesse der Photosynthese zu verbessern und Konzepte zu entwickeln, wie sich das Sonnenlicht photochemisch noch besser nutzen lässt. Bild: PixabayCC0

more_grey DOI: 10.1038/s41467-019-13223-0

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Aktuell: Cell Imaging

Aktuell: Cell Imaging

Cell Imaging-Techniken, die es erlauben, die Zelle als kleinste lebensfähige Einheit zu untersuchen und komplexe Vorgänge im Inneren der Zelle oder eines Zellverbundes sichtbar zu machen, werden immer ausgefeilter. Neben der klassischen Licht-, Fluoreszenz- und Elektronen mikroskopie, die z. B. Untersuchungen zur Zellstruktur oder zur Expression und Lokalisation markierter Proteine in fixierten Zellen ermöglichen, können heute durch vielfältige Kombinationen von genetischen und biochemischen Methoden physiologische Prozesse in lebenden Zellen und sogar Organellen sowie einzelne Proteine live erfasst werden. Hintergrundbild: Menschliche Zelle mit Nucleus und Tubulin. Credit: Matthew Daniels. CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0

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