BIOspektrum Fernstudium

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Nachrichten

Lebensstil hinterlässt Spuren im Gehirn

Nachwuchswissenschaftlerin Nora Bittner und Professorin Svenja Caspers vom Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM-1) analysierten gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Jülich, Düsseldorf, Essen und Basel die Daten von 248 Frauen und 301 Männern im Alter von 55 bis 85 Jahren. Hierbei konnten sie sowohl auf Kernspinaufnahmen der Gehirne als auch auf einen umfangreichen Datensatz zu der Lebenssituation der Probanden zurückgreifen. Für die Studie wurden die Faktoren soziales Umfeld, Alkohol- und Tabakkonsum sowie körperliche Aktivität berücksichtigt. Sport, soziale Kontakte und Alkohol wirken sich nach den Ergebnissen direkt auf die Gehirnstruktur aus. Die graue Substanz in bestimmten Regionen des Gehirns ist zum Beispiel bei Menschen, die in einem regen sozialen Umfeld leben, besser erhalten, als bei Menschen, die wenig soziale Kontakte haben. Ein hoher Alkoholkonsum wirkt sich hingegen negativ auf die Gehirnstruktur aus, geht also mit einem Gehirnabbau und dem Verlust von Nervenzellen einher. Rauchen dagegen beeinflusst weniger die Gehirnstruktur, sondern vielmehr die Gehirnfunktion. Die umfangreiche Datenerhebung bietet nach Ansicht der Wissenschaftlerinnen eine ideale Grundlage dafür, um aussagekräftige Antworten zu finden, welche Parameter ein gesundes Altern unterstützen und welche nicht. Bild: Forschungszentrum Jülich.

more_grey DOI: 10.1038/s41467-019-08500-x

Termine

25.02. -26.02. 2019

Frühjahrstagung der Biotechnologen
Frankfurt a. M.

25.02. -27.02. 2019

71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie e. V.
Göttingen

25.02. -28.02. 2019

4th German Pharm-Tox Summit
Stuttgart


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Nachrichten

Wie Schlaf das Immunsystem stärkt

Ausreichend Schlaf ist für unser Immunsystem und die Abwehr von Krankheitserregern wichtig. Wie das genau funktioniert, ist aber bisher unbekannt. Ein Team um Dr. Luciana Besedovsky und Dr. Stoyan Dimitrov vom Tübinger Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie und Dr. Tanja Lange aus der Lübecker Klinik für Rheumatologie und klinische Immunologie konnte an Probanden zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion der sogenannten T-Zellen beeinträchtigt war, der weißen Blutzellen, die für die Bekämpfung von Erregern zuständig sind. Dazu wurden die Probanden 24 Stunden überwacht und ihnen regelmäßig Blut und Plasma abgenommen: Eine Gruppe konnte nachts für acht Stunden schlafen, eine zweite Gruppe blieb über den gesamten Zeitraum wach. Dabei überprüfte das Forschungsteam vor allem die Bindungsstärke der T-Zellen an ein Molekül namens ICAM-1 (intercellular adhesion molecule-1), das es ihnen ermöglicht, sich an andere Zellen anzuheften, die sogenannte Adhäsion. Diese war schon nach 3 Stunden ohne Schlaf deutlich reduziert. Stammte außerdem das Plasma von Probanden ohne Schlaf, senkte es signifikant die Adhäsionsfähigkeit, verglichen mit dem Plasma der Probanden, die geschlafen hatten. Die Ergebnisse zeigen einen möglichen, grundlegenden Mechanismus, über den Schlaf uns beim alltäglichen Kampf gegen Infektionen zu unterstützten.

more_grey DOI: 10.1084/jem.20181169


Das Kleinhirn verstehen

Das Kleinhirn spielt eine große Rolle beim Koordinieren von Bewegungen und Verhalten. Wir wissen aber kaum etwas darüber, wie die Kleinhirn-Schaltkreise dies tun. Purkinjezellen, eine Schlüsseleinheit des Kleinhirns, werden als verantwortlich gesehen, sensorische und motorische Informationen miteinander zu vernetzen. Ruben Portugues und sein Team am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried haben nun im Zebrafisch eine erstaunlich einfache aber elegante Einteilung des Kleinhirns in drei Verhaltensmodule nachgewiesen. Jedes dieser Module kodiert eine definierte visuelle Information. Um zu verstehen, wie das Kleinhirn Verhalten koordiniert, studierten die Wissenschaftler die Zebrafisch-Kleinhirnaktivität während die Tiere auf Reize einer virtuellen Umgebung reagierten. So kam eine unerwartete Aufteilung des Kleinhirns in drei Verhaltensmodule ans Licht. Jedes dieser Module verarbeitete jeweils eine bestimmte visuelle Information: der Beginn einer gerichteten Bewegung, die Geschwindigkeit einer Drehbewegung oder Helligkeitsänderungen. Jede untersuchte Purkinjezelle gehörte zu einem dieser drei Module. Die Forscher gehen davon aus, dass andere Sinne und auch die Kleinhirne anderer Tierarten in ganz ähnlicher Weise organisiert sind. Bild © MPI für Neurobiologie, Julia Kuhl.

more_grey DOI: 10.7554/eLife.42138

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Aktuell: Proteinanalytik

Aktuell: Proteinanalytik

Die Struktur von Proteinen sowie ihre posttranslationalen Modifikationen können sowohl mit (bio)chemischen als auch mit physikalischen Methoden untersucht werden. Röntgenkristallanalyse, Kernspinresonanz (NMR) und hochauflösende Elektronenmikroskopie ermöglichen die Aufklärung der räumlichen Proteinstruktur. Die Untersuchung von Proteinlokalisation, Protein-Protein-Interaktionen sowie der Zusammensetzung und Dynamik von Proteinkomplexen gibt neue Einblicke in zelluläre Prozesse in vivo und ermöglicht innovative Ansätze für Diagnostik und Therapie. (Hintergrundbild: Transplantierte neurale Stammzellen im Mäusehirn, angefärbt mit dem Grün fluoreszierenden Protein. Die Stammzellen entwickeln sich zu Oligodendrozyten und Astrozyten. Bild: Yirui Sun, Wellcome Image Collection, CC BY 4.0, https:/ / wellcomecollection.org/ works/ urgda5da.)

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Mikroskopieren - unter einem anderen Licht

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Marktübersicht

Aktuell: Microplate Reader

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2019. Zuletzt erschienen ist: Microplate Reader (06/18). In 2019 erscheinen 3 Marktübersichten: High-Content-Imaging-Systeme (02/19), Temperiertechnik (04/19) und Pipettierautomaten (06/19).

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