BIOspektrum Fernstudium

Erweiterte Suche

Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie Gesellschaft für Genetik Deutsche Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Nachrichten

Artenreiche Wälder speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie Monokulturen

Im Jahr 2009 startete mit BEF-China ein einmaliges Waldexperiment. Dabei wurden Baummischungen mit verschiedener Anzahl an Arten angepflanzt – von der Monokultur bis zum artenreichen Wald mit 16 verschiedenen Baumarten. Nach acht Jahren speicherte ein solcher Wald in seiner oberirdischen Biomasse durchschnittlich 32 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar. Eine durchschnittliche Monokultur brachte es dagegen nur auf 12 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar, also nicht einmal die Hälfte. Die Studie wurde unter Federführung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Chinese Academy of Sciences betrieben. Mit einer Mischung aus einheimischen Baumarten ist es möglich, eine höhere Produktivität zu erreichen, womit sich auch das Klima besser schützen lässt lautet eine der Schlussfogerungen aus dem Experiment. Artenreiche Wälder sind auch weniger empfindlich gegenüber Krankheiten oder extremen Wettereignissen, die durch den Klimawandel immer häufiger werden. Und sie sind ein Beitrag zum Erhalt der weltweit bedrohten biologischen Vielfalt. Zudem mache es sich auch wirtschaftlich bezahlt, bei Aufforstungen Mischkulturen zu verwenden, so die Studienautoren. Bild: Helge Bruelheide, MLU.

more_grey DOI: 10.1126/science.aat6405

Termine

23.10. -24.10. 2018

Konferenz: Spurenstoffe und Krankheitserreger im Wasserkreislauf
Frankfurt a. M.

31.10. -01.11. 2018

2nd Annual Conference on Microbes and Beneficial Microbes
San Francisco, CA, USA

05.11. -07.11. 2018

22nd Joint Meeting “Signal Transduction – Receptors, Mediators and Genes”
Weimar


more_grey zur Übersicht
Nachrichten

Gedächtnis ist gleichzeitig detailgetreu und integrativ

Wissenschaftler des Instituts für Kognitive Neurologie und Demenzforschung der Universität Magdeburg (IKND), des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft (DZNE) und der University College London (UCL) zeigten in einer Studie, wie es unser Gedächtnis schafft, zwei sich widersprechende Anforderungen zu erfüllen: Auf der einen Seite ist es präzise, das heißt, es kann ähnliche Ereignisse trennen, auf der anderen Seite ist es verknüpfend (oder „integrativ“) und kann an Gemeinsamkeiten zwischen ähnlichen Ereignissen erinnern. Mittels ultrahochauflösender funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) gelang es, Aus- und Eingänge in das Gedächtnis zu erkennen und deren Verknüpfung nachzuweisen. Die Forscher konzentrierten sich dabei auf eine Hirnregion, die für das Gedächtnis von besonderer Bedeutung ist, den Hippokampus. Diese neuen Erkenntnisse bieten eine gute Basis, um wichtige Gedächtnisprozesse zu entschlüsseln und Gedächtnisstörungen im Alter und bei dementiellen Erkrankungen besser zu untersuchen. Grafik: IKND/Uniklinik Magdeburg

more_grey DOI: org/10.1016/j.neuron.2018.08.009


Komponenten und Bauweise neuronaler Kontaktstellen identifiziert

Synapsen sind die Schaltstelle für den Informationsaustausch von Nervenzellen. Ein Team von Forschern um Prof. Dr. Volker Haucke (Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) und Freie Universität Berlin) und Prof. Dr. Stephan Sigrist von der Freien Universität Berlin hat nun herausgefunden, aus welchem Material neue Präsynapsen gebildet werden, die für die Ausschüttung von Botenstoffen zuständig sind. Sie experimentierten mit neuronalen Zellen aus Mausgehirnen sowie Drosophila-Larven, um mehr über den Aufbau der Präsynapsen zu erfahren. So werden Vesikel und Gerüstproteine größtenteils zusammen, als eine Art Paket, an die Präsynapse transportiert, kommen damit als funktionelle Einheiten an der sich bildenden Synapse an und können unmittelbar Botenstoffe freisetzen. Zudem deckte das Team auf, dass die Transport-Organellen, in denen Gerüst- und Vesikelproteine gefunden werden, Charakteristika von sogenannten Lysosomen aufweisen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Nervensystems haben die Lysosomen-verwandten Vesikel offenbar auch eine Aufbaufunktion, denn sie bilden die Präsynapsen, an denen die Botenstofffreisetzung vor sich geht. Die Erkenntnisse könnten künftig auch genutzt werden, um Therapien zur Nervenregeneration wirksamer zu machen.

more_grey DOI: doi.org/10.1016/j.neuron.2018.08.004

Service

Stellenmarkt

Ihre Stellenanzeigen oder Stellengesuche sind willkommen!

Mitglieder der Gesellschaften können eine kostenfreie Fließtext-Anzeige im Heft oder eine Online-Anzeige schalten. Oder buchen Sie kostengünstig ein größeres Format (info@top-ad-online.de). Fragen Sie nach: biospektrum@springer.com

more_grey Stellenmarkt

Special

Aktuell: PCR & qPCR

Aktuell: PCR & qPCR

Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist nicht nur in molekularbiologischen Forschungslaboren weit verbreitet. Auch in der Forensik, in der medizinischen Diagnostik, bei Vaterschaftstest oder auch in der Populationsgenetik kommt sie zum Einsatz. Die PCR ist hochsensitiv und benötigt nur eine minimale Menge der Ausgangsprobe für eine qualitative oder auch für eine quantitative Analyse (qPCR) von DNA und indirekt auch RNA (RT-PCR).) (Hintergrundbild: © dra_schwartz/iStock; Ausschnitt).

more_grey Zu den Beiträgen

Neue Produkte

Kontaktloses Dispensieren für kleine Volumen

Kontaktloses Dispensieren für kleine Volumen

Weitere Informationen unter: www.dispendix.com

more_grey Weitere Produkte [PDF]

Marktübersicht

Aktuell: Microplate Reader

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2018. In 2018 sind zwei Marktübersichten erschienen: Durchflusszytometer (03/18) sowie zuletzt Microplate Reader (06/18).

more_grey zur Übersicht