BIOspektrum Fernstudium

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Nachrichten

T-Zellen gegen HBV

WHO-Angaben zufolge leiden über 260 Millionen Menschen an einer chronischen Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV). Zwar bieten Impfungen zuverlässigen Schutz vor Neuinfektionen, doch die rückstandslose Heilung bereits erkrankter Patienten gestaltet sich schwierig. Den Forschern um Dr. Karin Wisskirchen am Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München ist es nun in Zusammenarbeit mit Kollegen des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf und des Universitätsklinikums Heidelberg gelungen, durch T-Zelltherapie eine chronische Infektion mit HBV im Tiermodell zu heilen. Die genetische Information für HBV-spezifische T-Zellrezeptoren wurde aus Patienten gewonnen, bei denen die Infektion ausgeheilt war, und in T-Zellen aus dem Blut von Patienten mit chronischer Hepatitis B eingebracht. Dadurch entstanden aktive T-Zellen, die das Virus oder virus-induzierte Krebszellen bekämpfen konnten. In Zellkulturen waren diese umprogrammierten T-Zellen in der Lage, HBV-infizierte Zellen komplett zu eliminieren.
Bild: © Maksym Yemelyanov/stock.adobe.com

more_grey DOI: 10.1172/JCI120228

Termine

28.06. -30.06. 2019

jGBM Sommersymposium
Bielefeld

07.07. -11.07. 2019

8th Congress of European Microbiologists - FEMS2019
Glasgow, Schottland

16.07. 2019

Biochemisches Kolloquium “Synthetic Cytokine Signaling"
Kiel


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Nachrichten

Honigbienen in Gefahr

Die Westliche Honigbiene, Apis mellifera, ist der mit Abstand wichtigste von Menschen gehaltene Bestäuber weltweit. Es wird seit Längerem vermutet, dass ein Zusammenwirken verschiedener Stressfaktoren in den letzten Jahren zu den hohen Verlusten von Bienenvölkern geführt hat. Das Team um Dr. Lars Straub am Institut für Bienengesundheit der Universität Bern und Agroscope zeigte in Zusammenarbeit mit dem Forschungsnetzwerk COLOSS und den Universitäten von Auburn (USA) und Chiang Mai (Thailand) nun, dass ein bislang unbekannter Mechanismus diese Tendenz erklären kann. Zwei Stressfaktoren, die erheblichen Einfluss auf die Gesundheit von Honigbienen haben, sind erstens Insektizide und zweitens die nahezu überall vorkommende Milbe V. destructor. Diese Milbe stammt ursprünglich aus Asien, wo sie die Östliche Honigbiene, Apis cerana, befällt. Nach einem Wirtswechsel auf die Westliche Honigbiene wurde sie weltweit zu deren gefährlichster biotischer Bedrohung. Bislang existierten keine Daten, die ein Zusammenwirken des Milbenbefalls und der Insektizide aufzeigen konnten. In den untersuchten Honigbienen-Kolonien hatte die experimentelle Behandlung der Arbeiterinnen mit zwei ausgewählten Neonikotinoiden keinen Einfluss auf Gewicht und Langlebigkeit. Sobald allerdings ein Befall mit der Milbe Varroa destructor hinzukam, konnte ein schädliches synergistisches Zusammenwirken der beiden Stressfaktoren nachgewiesen werden.
Bild: © Geoffrey R. Williams

more_grey DOI: 10.1038/s41598-019-44207-1


Maschinelles Lernen in der Proteomikforschung

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz ist es einem Team der TU München um den Bioinformatiker Mathias Wilhelm und den Biochemiker Bernhard Küster gelungen, die massenhafte Analyse von Proteinen aus beliebigen Organismen deutlich schneller als bisher und praktisch fehlerfrei zu machen. Massenspektrometer analysieren Aminosäuresequenzen mit bis zu 30 Bausteinen. Die gemessenen Spektren dieser Ketten werden mit Datenbanken abgeglichen, um sie einem bestimmten Protein zuzuordnen. Die Auswertesoftware kann jedoch nur einen Teil der enthaltenen Informationen nutzen. Daher werden manche Proteine nicht oder falsch erkannt. Der neue Algorithmus ist mit Hilfe von 100 Millionen Massenspektren so umfangreich angelernt worden, dass er ohne erneutes Training für alle gängigen Massenspektrometer eingesetzt werden kann.
Bild: © Astrid Eckert/TUM

more_grey DOI: 10.1038/s41592-019-0426-7

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Special

Aktuell: PCR & qPCR

Aktuell: PCR & qPCR

Die Polymeraseketten-reaktion (PCR) ist ein vielseitiges Werkzeug der Molekularbiologie, mit dem DNA-Fragmente in vitro vervielfältigt werden. In der biowissenschaftlichen Forschung ist die PCR daher ein essenzieller Bestandteil vieler Verfahren, die der Klonierung, Mutagenese oder dem Nachweis von Genen und Genfragmenten dienen. Neben der qualitativen Analyse ermöglichen weiterentwickelte PCR-Anwendungen, wie die real-time PCR, die Quantifizierung von DNA und gewähren in Kombination mit Protokollen zur cDNA-Synthese einen Einblick in die RNA-Ebene. Außerhalb der Grundlagenforschung werden PCR-basierte Anwendungen aufgrund ihrer hohen Sensitivität, Spezifität und Robustheit in der medizinischen Diagnostik, Forensik und Lebensmittelanalytik eingesetzt und finden Verwendung bei Vaterschaftstests oder der Geschlechtsbestimmung. Bild: © luchshen / Fotolia

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Marktübersicht

Aktuell: HCI-Systeme

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2019. Zuletzt erschienen ist: High Content Imaging-Systeme (02/19). In 2019 erscheinen außerdem noch 2 weitere Marktübersichten: Temperiertechnik (04/19) und Pipettierautomaten (06/19).

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