BIOspektrum Fernstudium

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Früher Schritt der zellulären Störung bei Alzheimer

In Gehirnen von Alzheimer-Patienten, die schon Symptome zeigen, finden sich große Verklumpungen des Proteins beta-Amyloid, die sogenannten Plaques. Prof. Arthur Konnerth und sein Team der Technischen Universität München (TUM) setzten weiter vorne an: an den überaktiven Nervenzellen, die ständig falsche Signale weitergeben und somit die Signalverarbeitung durcheinanderbringen. Die Forscher fanden heraus, dass bei den überaktiven Nervenzellen Glutamat zu lange in sehr hohen Konzentrationen im synaptischen Spalt verbleibt. Der Botenstoff (Neurotransmitter) Glutamat, der Nervenzellen aktiviert, wird in den synaptischen Spalt abgegeben und müsste von dort danach schnell wieder abtransportiert werden. Eine frühe lösliche Form der beta-Amyloid-Moleküle (Zweierkonstrukte = Dimere) blockiert allerdings die Nervenzellmembranen für den Transport von Glutamat und stört somit den Hirnstoffwechsel. Aus den Dimeren bilden sich später lange Ketten, die Plaques. Die Forscher hoffen mit diesem Wissen Therapiestrategien zu entwickeln, die früh im Krankheitsverlauf ansetzen. © Andreas Heddergott / TUM.

more_grey DOI: 10.1126/science.aay0198

Termine

19.08. -24.08. 2019

The 2019 Congress of the European Society for Evolutionary Biology
Turku, Finnland

26.08. -30.08. 2019

Kurs "Fremdstoffmetabolismus/Toxikokinetik"
Zürich, Schweiz

28.08. -30.08. 2019

Junior-GBM Sommersymposium 2019: "BieleWelt der Wissenschaft"
Bielefeld


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Nachrichten

Geplatzte Hoffnung

Unsere Gewässer sind mit Mikroplastik verschmutzt. All diese kleinen Plastikteilchen landen irgendwann im Ozean, mit zur Zeit noch nicht absehbaren Folgen für die marine Umwelt. Da die Mini-Partikel im Meer aber auch von Bakterien besiedelt werden, stellte sich recht früh die Frage, ob sich spezifische Bakterien auf Mikroplastik anreichern könnten. Vielleicht wären solche Spezialisten sogar in der Lage, irgendwann das unverwüstliche Material abzubauen. Die Mikrobiologen Sonja Oberbeckmann und Matthias Labrenz (IOW-Sektion Biologische Meereskunde, Warnemünde) beschäftigen sich bereits seit einigen Jahren mit dieser Frage und haben nun, neben ihren eigenen, die weltweit zu diesem Thema erschienenen Ergebnisse aus mehreren hundert Studien zusammengefasst und neu ausgewertet. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Wechselwirkungen zwischen Bakterien und Mikroplastik-Partikeln in marinen Lebensräumen äußerst begrenzt sind. Bakterien besiedeln zwar diese Partikel, sie bauen sie aber nicht ab, da der Energieaufwand für sie viel zu hoch wäre. Mehr noch: Auch in Zukunft werden sie keinen Plastik-Abbaumechanismus entwickeln. Gute Nachrichten erbrachte die umfangreiche Übersichtsstudie aber auch: Unter ihnen sind zwar auch einige schädliche Bakterien, aber nicht mehr als auf anderen Partikeln wie z. B. Holz. In dieser Hinsicht stellt Mikroplastik also kein erhöhtes Risiko dar.

more_grey DOI: 10.1146/annurev-marine-010419-010633


Stammzellen im Hungerzustand

Planarien können aus einem Teilstück ihres Körpers den gesamten Organismus regenerieren. Diese erstaunliche Fähigkeit ist auf einen somatischen Stammzellpool zurückzuführen. Zudem haben Planarien einzigartige Überlebensstrategien für Hungerphasen entwickelt. Ein Forscherteam um Dr. Cristina González-Estévez vom Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena - und dem Spanish National Center for Cardiovascular Research in Madrid, Spanien, hat den Stammzellpool in Planarien im Hungerzustand genauer untersucht. Ein besonderes Augenmerk legten die Forscher hierbei auf die Telomerlänge der Stammzellen. Die Ergebnisse zeigen, dass im Hungerzustand der mTOR-Signalweg blockiert ist und somit der Anteil von Stammzellen mit längeren Telomeren ansteigt. Ist mTOR wiederum hochreguliert, hebt sich der Effekt des Hungerzustands auf die Telomerlänge von Stammzellen wieder auf. Dies weist auf einen verjüngenden Einfluss von Hungerphasen auf die Stammzellen in Planarien hin.
Bild: © FLI/Magdalena Voll

more_grey DOI: 10.1016/j.stemcr.2019.06.005

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Aktuell: Zellbiologie und Zellanalytik

Aktuell: Zellbiologie und Zellanalytik

Die Cytologie beschäftigt sich mit der Zelle als funktionelle und strukturelle Einheit des Lebens, aus der alle Organismen aufgebaut sind. Sie untersucht den Aufbau und die Funktion der Zellkompartimente sowie die biochemischen und molekularbiologischen Prozesse während der Zellteilung, -differenzierung, -motilität und -kommunikation auf der Einzel- und Multizellebene. Triebkraft für die Zellanalytik sind vor allem Fortschritte in der Mikroskopie und ein stetig wachsender Werkzeugkasten an molekularbiologischen Methoden. Die Grundlagenforschung in der Zellbiologie liefert dadurch wichtige Erkenntnisse, die Anwendung in der Medizin und Biotechnologie finden. Bild: © BlackJack3D / Getty Images / iStock

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Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2019. Zuletzt erschienen ist: Temperiertechnik (04/19). In 2019 erscheit außerdem noch eine weitere Marktübersicht: Pipettierautomaten (06/19).

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