BIOspektrum Fernstudium

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miRNAs im Zellkern

Während längere RNA-Moleküle, sogenannte lncRNAs (long non coding RNAs), verschiedene biologische Prozesse im Zellkern regulieren, ging man bislang davon aus, dass kurze RNA-Moleküle, sogenannte micro RNAs (miRNAs), im Zytoplasma aktiv sind. Dort hemmen sie die Translation bestimmter Proteine. Die Wissenschaftler um Guillermo Barreto vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim haben nun herausgefunden, dass miRNAs durchaus im Zellkern aktiv sein können. In einem bestimmten Bereich des Zellkerns, dem Nukleolus, entdeckte die Arbeitsgruppe einen Komplex, der neben Proteinen auch miRNA-Moleküle enthält. Innerhalb dieses, von den Wissenschaftlern MiCEE benannten, Molekülkomplexes kommt einer bestimmten miRNA eine Schlüsselfunktion zu. Die miRNA Mirlet7d verhindert die Transkription einer Reihe von Genen und zeigt somit, dass eine miRNA im Zellkern in die Regulation der Genexpression eingreifen kann.

more_grey DOI: 10.1038/s41588-018-0139-3

Termine

28.04. -03.05. 2019

EMBO Workshop: Protein quality control: From mechanisms to disease
Costa de la Calma (Mallorca), Spain

03.05. -05.05. 2019

11. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Biomechanik
Berlin

15.05. -18.05. 2019

European Human Genetics Conference 2019
Göteborg, Schweden


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Nachrichten

Designer-Organellen

Einem Forscherteam um den biophysikalischen Chemiker Prof. Dr. Edward Lemke an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, dem Institut für Molekulare Biologie (IMB) und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) ist es gelungen, eine membranlose Organelle in einer lebenden Zelle zu erzeugen und damit selektiv Proteine herzustellen, in die synthetische Aminosäuren eingebaut sind. Über diese chemisch erzeugten Aminosäuren ist es möglich, die Zellen mit völlig neuen Funktionen auszustatten. Beispielsweise könnten fluoreszierende Bausteine eingebaut werden, die mit bildgebenden Verfahren einen Blick ins Innere der Zelle erlauben. Beim Bau der Designer-Organelle hat sich das Team vom Prinzip der Phasenseparation inspirieren lassen. Damit kann die Proteinbiosynthese an einem genau definierten Ort ablaufen, was für die Arbeit mit künstlichen Aminosäuren wichtig ist. Das Konzept kann möglicherweise als Plattform für das Design weiterer Organellen dienen und einen Weg aufzeigen, um semisynthetische Zellen und semisynthetische Organismen zu schaffen. ©Gemma Estrada Girona

more_grey DOI: 10.1126/science.aaw2644


Pflanzenzellen schlagen Alarm

Die Forschungsgruppe um Prof. Thomas Boller vom Fachbereich Botanik der Universität Basel sowie Forschende der Universität Gent haben neue Erkenntnisse über die Mechanismen der Wundreaktion bei Pflanzen veröffentlicht. Als Modellpflanze diente in der vorliegenden Studie die sogenannte Ackerschmalwand, auch bekannt unter dem Namen Arabidopsis thaliana. Im Fall einer Verletzung reagieren diese Pflanzen mindestens genauso schnell wie Tiere und Menschen. Dabei setzen die Pflanzenzellen ein spezifisches Hormon frei, um Prozesse der Wundheilung und Infektionsabwehr in Gang zu bringen. Um die Wundreaktion der Modellpflanze besser zu verstehen, fokussierten die Forschenden einen kurzen Puls eines hochpräzisen Laserstrahls auf einzelne Wurzelzellen. Innerhalb von Sekunden löste diese lokale Verletzung einen starken Anstieg von Calcium-Ionen in den betroffenen Zellen aus. Diese „Calcium-Welle“ führte wiederum zur Aktivierung eines proteinspaltenden Enzyms, der sogenannten „Metacaspase 4“, welches in der Lage ist, ein Wundhormon aus dem Vorläuferprotein freizusetzen und so die Nachbarzellen zu alarmieren. Zur Überprüfung der Ergebnisse stellten die Forschenden weiterhin eine experimentelle Mutante der Pflanze her, der die Metacaspase 4 fehlte. Diese war nicht in der Lage, das Wundhormon zu produzieren und den Alarm an die Nachbarzellen weiterzugeben.
© Reddogs / stock.adobe.com

more_grey DOI: 10.1126/science.aar748

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Aktuell: Liquid Handling & Probenvorbereitung

Aktuell: Liquid Handling & Probenvorbereitung

Hochauflösende Methoden, z. B. die massenspektrometrische Proteomik oder die in vivo-Mikrokopie, sind mittlerweile so präzise, dass eine optimale Qualität der Proben für valide Ergebnisse unerlässlich ist. Gerade bei Versuchen mit heterogenen Proben, empfindlichen Zellbestandteilen oder auch in der Bioproduktion von pharmazeutischen Produkten ist die Probenvorbereitung ein entscheidender Schritt, der die Qualität, Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse maßgeblich beeinflusst. (Hintergrundbild: © kwanchaift/stock.adobe.com)

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Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2019. Zuletzt erschienen ist: High Content Imaging-Systeme (02/19). In 2019 erscheinen außerdem noch 2 weitere Marktübersichten: Temperiertechnik (04/19) und Pipettierautomaten (06/19).

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