BIOspektrum Fernstudium

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Komponenten und Bauweise neuronaler Kontaktstellen identifiziert

Synapsen sind die Schaltstelle für den Informationsaustausch von Nervenzellen. Ein Team von Forschern um Prof. Dr. Volker Haucke (Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) und Freie Universität Berlin) und Prof. Dr. Stephan Sigrist von der Freien Universität Berlin hat nun herausgefunden, aus welchem Material neue Präsynapsen gebildet werden, die für die Ausschüttung von Botenstoffen zuständig sind. Sie experimentierten mit neuronalen Zellen aus Mausgehirnen sowie Drosophila-Larven, um mehr über den Aufbau der Präsynapsen zu erfahren. So werden Vesikel und Gerüstproteine größtenteils zusammen, als eine Art Paket, an die Präsynapse transportiert, kommen damit als funktionelle Einheiten an der sich bildenden Synapse an und können unmittelbar Botenstoffe freisetzen. Zudem deckte das Team auf, dass die Transport-Organellen, in denen Gerüst- und Vesikelproteine gefunden werden, Charakteristika von sogenannten Lysosomen aufweisen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Nervensystems haben die Lysosomen-verwandten Vesikel offenbar auch eine Aufbaufunktion, denn sie bilden die Präsynapsen, an denen die Botenstofffreisetzung vor sich geht. Die Erkenntnisse könnten künftig auch genutzt werden, um Therapien zur Nervenregeneration wirksamer zu machen.

more_grey DOI: doi.org/10.1016/j.neuron.2018.08.004

Termine

23.09. -26.09. 2018

How Microorganisms View Their World
Hamburg

24.09. -28.09. 2018

VAAM-FG-Workshop “Space microbiology” at the EANA
Berlin

25.09. -28.09. 2018

German Conference on Bioinformatics GCB 2018
Wien, Österreich


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Nachrichten

Im Reissverschlussverfahren

Die Blutgefässe bilden ein weit verzweigtes Versorgungsnetzwerk, das unseren Körper von Kopf bis Fuss durchzieht und Sauerstoff und Nährstoffe in jedes einzelne Organ transportiert. Im Embryo entstehen sie an vielen verschiedenen Orten gleichzeitig, verbinden sich miteinander und formen so das Netzwerk. Das Gefässwachstum geht dabei von sogenannten Endothelzellen aus. Das Team von Prof. Markus Affolter am Biozentrum der Universität Basel verwendet den Zebrafisch als Modellorganismus, um diese Entstehung zu untersuchen. In ihrer aktuellen Studie zeigen die Wissenschaftler, dass sich die Endothelzellen bewegen können ohne sich dabei loszulassen. Dies gelingt mithilfe des Zellskeletts sowie einem Ankerprotein. Diese beiden arbeiten bei der Zellmigration eng zusammen. Das Zytoskelett macht dabei den ersten Schritt, es sorgt dafür, dass sich die Zellen verlängern. Anschliessend verankert das Protein den vorgestülpten Zellsaum mit der Nachbarzelle. Ein weiteres Protein stabilisiert am Ende die Verankerung. Dieser Vorgang läuft wieder und wieder ab und so kriecht die Zelle langsam voran. Im Prinzip funktioniert das Ganze wie ein Reissverschluss, sobald sich die Zelle ein Stück vorwärtsgeschoben hat, schliesst sich der Spalt zur benachbarten Endothelzelle. © Universität Basel, Biozentrum

more_grey DOI: 10.1038/s41467-018-05851-9


Bienen brauchen eine hohe Blüten-Diversität

Bisher wurde vermutet, dass landwirtschaftlich intensiv genutzte Habitate sich negativ auf Bienenpoulationen auswirken, da sie dort nur eine sehr geringe Auswahl an Nahrungsressourcen und Nistmöglichkeiten finden. Jedoch fehlten dazu bisher die empirischen Belege. Wissenschaftler um Sarah Leonhardt von der Universität Würzburg und ihre Kollegen aus Belgien und Australien haben nun nachgewiesen, dass in Habitaten mit einer hohen Blütenvielfalt Populationen der Australischen Stachellose Biene Tetragonula carbonaria mehr Nachkommen produzieren und schneller wachsen. Die Bienenkolonien zeigten in Habitaten mit einer höheren Pflanzendiversität eine höhere Aufnahme von Ressourcen und produzierten einen größeren Nahrungsspeicher. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass ein Verlust der Pflanzendiversität ein Hauptgrund für den Rückgang von Bienenpopulationen darstellt. Bildquelle: Sarah Leonhardt

more_grey DOI: 10.1038/s41598-018-30126-0

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Aktuell: Laborautomation

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Die Automatisierung von Laborprozessen in den Life Sciences, der Medizin, der Pharma- sowie der Lebensmittelindustrie ist für die hohe Reproduzierbarkeit von Ergebnissen unerlässlich. Durch die Weiterentwicklung der Robotik in Kombination mit Inkubatoren, Microplate Readern und Liquid-Handling-Systemen sowie mit innovativer Steuerungs-, Auswertungs- und Dokumentations-Software hat diese Technik viele Einsatzbereiche erobert. Mittlerweile können auch kleine Labore (Teil-) Prozesse kostengünstig automatisieren. (Hintergrundbild: Microarray analysis by Paul Griggs. CC BY https://wellcomecollection.org/works/ easef3tu)

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Aktuell: Durchflusszytometer

Hier finden Sie alle Marktübersichten aus den Jahren 2005 bis 2018.
In 2018 erscheinen 2 Übersichten: Durchflusszytometer (3/18) und Microplate Reader (6/18). Zuletzt erschienen ist 3/18.

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