Proteinanalytik

Die Struktur von Proteinen sowie ihre posttranslationalen Modifikationen können sowohl mit (bio)chemischen als auch mit physikalischen Methoden untersucht werden. Röntgenkristallanalyse, Kernspinresonanz (NMR) und hochauflösende Elektronenmikroskopie ermöglichen die Aufklärung der räumlichen Proteinstruktur. Die Untersuchung von Proteinlokalisation, Protein-Protein-Interaktionen sowie der Zusammensetzung und Dynamik von Proteinkomplexen gibt neue Einblicke in zelluläre Prozesse in vivo und ermöglicht innovative Ansätze für Diagnostik und Therapie.

Die Cell Squeezing-Methode von Ralph Wieneke ermöglicht eine multiplexe Proteinmarkierung im Hochdurchsatz für eine hochauflösende Lebendzellmikroskopie. Das einfache und robuste Verfahren erlaubt das Einschleusen verschiedener Marker auch in komplexere Zellsysteme wie Immunzellen oder embryonale Stammzellen. Fatih Demir, Andreas Perrar und Pitter Huesgen fahnden im Proteom nach regulatorischen Protease-Netzwerken. Diese orchestrieren diverse essenzielle biologische Prozesse, sodass die Ergebnisse neue Ansätze für die Diagnose und Therapie von komplexen Krankheiten eröffnen. Stefanie Egetemaier und Julien Béthune untersuchen dynamische zelluläre Proteinkomplexe. Ihre Methodik ermöglicht eine räumliche und zeitliche Auflösung, mit der Partner auch bei sehr kurzlebigen Protein- Protein-Interaktionen zugeordnet werden können.

Dateien