Tears don’t lie – Pheromone steuern Sozialverhalten

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Prof. Dr. Marc Spehr von der Technischen Hochschule Aachen konnte zusammen mit Kollegen der Universitäten Harvard und Tokio nachweisen, dass ein neu entdecktes Pheromon namens ESP22 Informationen über das Alter bei Mäusen vermittelt. In der neu erschienen Studie wurden das altersabhängige Vorkommen von ESP22 in der Tränenflüssigkeit, die Wahrnehmung dieses Pheromons über das Jacobsonsche Organ (Vomeronasalorgan), sowie dessen Wirkungen auf das Verhalten der Mäuse dokumentiert. Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen, wie ein dem Menschen fehlendes Sinnesorgan Pheromone entschlüsseln und damit direkten Einfluss auf das komplexe Sozialverhalten einer Gruppe ausüben kann. Die Forscher arbeiten nun an der Aufklärung der neuronalen Schaltkreise im Gehirn, die eine ESP22 abhängige Verhaltensreaktion steuern. Somit dürften auch in Zukunft weitere spannende Neuigkeiten auf dem Gebiet der Chemosensorik auf ihre Entdeckung warten.

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