Was macht Botox an der Nervenzelle?

botox

Einem internationalen Team unter der Leitung von Dr. Kammerer (Paul Scherrer Institut, Schweiz) ist es gelungen, die Struktur und die molekularen Wechselwirkungen zwischen dem Botulinum-Neurotoxin A (Botox), und seinem Rezeptor zu bestimmen. Das Toxin bindet an den Nervenzell-Rezeptor, das sogenannte Synaptic Vesicle Protein 2C (SV2C), und löst damit eine Kette von molekularen Ereignissen aus. Diese verhindern die Weiterleitung von Nervensignalen an die Muskeln und führen somit zur Entspannung des Muskels oder zur Lähmung. Heute gibt es verschiedene Anwendungen für Botox, z. B. in der Kosmetik oder als Medikament gegen Migräne. Die neuen Erkenntnisse über die Wirkung von Botox können zur Entwicklung verbesserter Medikamente beitragen, bei denen die Gefahr einer Überdosierung geringer ist als bisher.

© Roger Benoit / PSI