CTCF: ein Transkriptionsfaktor ermöglicht die Kompartimentierung des Genoms

Abstract

Der hoch konservierte und ubiquitär exprimierte Transkriptionsfaktor CTCF bewirkt eine Vielzahl verschiedener Funktionen. Die meisten der bisher beschriebenen Aktivitäten haben etwas mit der Abschaltung von Genen zu tun. CTCF kann die Initiation der Transkription hemmen, aber auch sogenannte Enhancer, die Genaktivität verstärken können, in ihrer Wirkung blockieren. Darüber hinaus zeigen Beispiele, dass eine funktionelle Synergie zwischen CTCF und dem Schilddrüsenhormonrezeptor existiert. In Abhängigkeit vom Schilddrüsenhormon wird eine synergistische Verstärkung der Genrepression, bzw. der Genaktivierung bewirkt. Ein weiteres Repressionsphänomen ist das der sogenannten Isolation. Hier geht es um die Abschirmung funktioneller Chromatin-Domänen und damit um eine Kompartimentierung unterschiedlich funktioneller Abschnitte des Genoms. Der bisher einzige Faktor aus Wirbeltieren, für den gezeigt werden konnte, dass seine Bindung an Isolatorelemete für ihre Funktion essentiell ist, ist das Protein CTCF. Der Mechanismus der CTCF-vermittelten Isolation spielt auch bei der genetischen Prägung (Imprinting) eine Rolle, die eine Eltern-spezifische Gen-Anschaltung bewirkt. Mechanismen, die dieser Funktionsvielfalt zugrunde liegen können, werden erläutert.

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