Genetik und Drogensucht

Abstract

Max-Planck-Insitut für Pychiatrie, München

Der Kontrollverlust über das Drogeneinnahme-Verhalten, ein zwanghaftes Verlangen nach Drogen und deren Einnahme trotz schädlicher Folgen bezeichnen das Erscheinungsbild Sucht. Viele Menschen haben in ihrem Leben Kontakt mit verschiedenen Drogen, doch nur ein Bruchteil entwickelt chronischen Missbrauch und Sucht. Soziale und psychologische Faktoren spielen hierbei eine Rolle, doch ebenso wie bei anderen psychiatrischen Erkrankungen determinieren auch genetische Faktoren zu einem gewissen Maß die Vulnerabilität oder Prädisposition für die Entwicklung von Sucht. In Humanstudien wurden genetische Polymorphismen nachgewiesen, die zur Variation der individuellen Sensitivität für Drogenwirkungen beitragen. Die Anwendung von Tiermodellen ermöglicht die Untersuchung der Rolle spezifischer Gene in der Vermittlung von Prozessen, die zur Entwicklung von Sucht führen. Eine Herausforderung bleibt es, die Interaktionen der Vielzahl von Genen, die an der Entstehung eines so komplexen Phänotyps wie Sucht beteiligt sind, zu verstehen.

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